Zum Inhalt springen
Gesundheit & Pflege

Facharzt für Augenheilkunde konservativ

Fachärztinnen und Fachärzte für Augenheilkunde mit konservativem Schwerpunkt untersuchen, diagnostizieren und behandeln Erkrankungen des Auges ohne große Operationen, etwa Glaukom, Makuladegeneration oder diabetische Netzhautschäden. Sie arbeiten überwiegend in Praxen und Medizinischen Versorgungszentren.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Facharzt für Augenheilkunde konservativ verdient

8.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 6.500 bis 12.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 6.500 € 7.000 € 8.000 € 84.000 €
Mit Berufserfahrung 7.200 € 8.200 € 9.500 € 98.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 8.500 € 9.800 € 12.500 € 117.600 €

In kommunalen Kliniken gilt der TV-Ärzte/VKA, an Unikliniken der TV-Ärzte/TdL, dort sind die Gehälter eng nach Erfahrungsstufen geregelt. In Praxen und MVZ wird frei verhandelt, häufig mit Umsatzbeteiligung, während das Einkommen niedergelassener Augenärzte vom Anteil der Privatpatienten und Selbstzahlerleistungen abhängt und deutlich über den Angestelltenwerten liegen kann.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Facharzt für Augenheilkunde mit konservativem Schwerpunkt?

Der Arbeitstag besteht vor allem aus Untersuchungen in kurzer Taktung. Augenärztinnen und Augenärzte bestimmen die Sehschärfe, messen den Augeninnendruck, betrachten Vorderabschnitt und Netzhaut an der Spaltlampe und werten Bilder aus der optischen Kohärenztomografie, Gesichtsfeldmessungen und Fundusfotos aus. Häufige Fälle sind Grüner Star, altersbedingte Makuladegeneration, Netzhautschäden bei Diabetes, trockene Augen, Entzündungen und Fremdkörper. Dazu kommen Brillen- und Kontaktlinsenverordnungen, Sehtests für Führerschein und Beruf, Untersuchungen von Kindern auf Schielen und Schwachsichtigkeit sowie Gutachten. Konservativ heißt: Behandelt wird mit Medikamenten, Augentropfen, Laserverfahren oder Injektionen in den Glaskörper, nicht mit großen Eingriffen wie der Grauer-Star-Operation. Patientinnen und Patienten, die operiert werden müssen, werden an operierende Kollegen überwiesen. Dokumentation und Abrechnung nach EBM und GOÄ nehmen einen spürbaren Teil der Zeit ein.

Wie wird man Facharzt für Augenheilkunde?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium von rund sechs Jahren mit Approbation. Danach folgt eine Weiterbildung von 60 Monaten an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte, meist zunächst in einer Augenklinik, später oft in einer Praxis. Während dieser Zeit sind Ärztinnen und Ärzte bereits angestellt und bezahlt. Den Abschluss bildet eine mündliche Facharztprüfung vor der Landesärztekammer. Einen Quereinstieg ohne Medizinstudium gibt es nicht. Ärztinnen und Ärzte aus anderen Fachrichtungen können wechseln, müssen die Weiterbildung aber weitgehend neu durchlaufen.

Was der Beruf verlangt

In Praxen ist das Patientenaufkommen hoch, Tage mit 50 bis 80 Kontakten sind nicht ungewöhnlich. Für das einzelne Gespräch bleibt oft wenig Zeit, was belastend sein kann, wenn schwere Diagnosen mitgeteilt werden müssen, etwa ein drohender Sehverlust. Die Arbeit verlangt feine Motorik, gutes räumliches Sehen und Konzentration über viele Stunden an Geräten. Viele Patientinnen und Patienten sind alt, schwerhörig oder ängstlich. Nacht- und Wochenenddienste fallen in der Praxis selten an, in der Klinik während der Weiterbildung dagegen regelmäßig. Wer sich niederlässt, trägt wirtschaftliches Risiko, muss einen Kassensitz übernehmen, Personal führen und sich mit Budgetvorgaben und Abrechnungsregeln auseinandersetzen.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wächst. Eine älter werdende Bevölkerung und die Zunahme von Diabetes führen zu mehr Fällen von Makuladegeneration, Glaukom und Netzhauterkrankungen. Wartezeiten auf Termine sind in vielen Regionen lang, besonders auf dem Land. Gleichzeitig verändert sich der Markt: Viele Praxen gehören inzwischen zu großen Ketten und Medizinischen Versorgungszentren, teils mit Finanzinvestoren im Hintergrund, was Anstellungen erleichtert, aber Vorgaben zu Fallzahlen mit sich bringen kann. Entwicklungswege sind die eigene Niederlassung, die Spezialisierung auf Netzhaut, Glaukom oder Kinderaugenheilkunde, eine Oberarztlaufbahn in der Klinik oder ein späterer Wechsel in die operative Augenheilkunde.

Aufgaben

  • Sehschärfe, Augeninnendruck und Gesichtsfeld messen
  • Vorderabschnitt und Netzhaut an der Spaltlampe untersuchen
  • OCT-Aufnahmen und Fundusbilder auswerten
  • Glaukom, Makuladegeneration und diabetische Netzhautschäden behandeln und kontrollieren
  • Medikamente in den Glaskörper injizieren oder Laserbehandlungen durchführen
  • Brillen verordnen und Sehtests für Führerschein und Beruf abnehmen
  • Kinder auf Schielen und Schwachsichtigkeit untersuchen
  • Befunde dokumentieren, Überweisungen schreiben und Leistungen abrechnen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Medizinstudium mit Approbation
  • Facharztanerkennung für Augenheilkunde nach 60 Monaten Weiterbildung
  • Feinmotorik, gutes Sehvermögen und räumliches Sehen
  • Belastbarkeit bei hohem Patientenaufkommen und Zeitdruck
  • Fähigkeit, schwierige Diagnosen verständlich zu erklären
  • Kenntnisse in Abrechnung nach EBM und GOÄ, bei Niederlassung auch betriebswirtschaftliches Wissen

Wo man arbeitet

  • Augenarztpraxen
  • Medizinische Versorgungszentren
  • Augenkliniken und augenärztliche Abteilungen von Krankenhäusern
  • Universitätskliniken
  • Gutachterstellen und Gesundheitsämter

Der Weg in den Beruf

Nach einem rund sechsjährigen Medizinstudium mit Approbation folgt eine fünfjährige bezahlte Weiterbildung in Klinik und Praxis. Sie endet mit der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer und der Anerkennung als Facharzt für Augenheilkunde.

Offene Stellen als Facharzt für Augenheilkunde konservativ

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Augenoptiker

Bestimmt Sehstärken, berät zur Brille und fertigt sie in der Werkstatt an – ein Beruf zwischen Handwerk, Gesundheit und Verkauf.

Offene Stellen
218
Monatsbrutto
2.400 – 4.400 €

Facharzt für Allgemeinmedizin

Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin sind als Hausärzte die erste Anlaufstelle für Patienten jeden Alters. Sie behandeln häufige und chronische Erkrankungen, koordinieren die weitere Versorgung und begleiten Menschen oft über viele Jahre.

Offene Stellen
17
Monatsbrutto
5.800 – 13.000 €

Facharzt für Neurologie

Erkennt und behandelt Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln, vom akuten Schlaganfall bis zum jahrzehntelangen Verlauf.

Offene Stellen
32
Monatsbrutto
6.600 – 11.500 €

Orthoptist

Untersucht und behandelt Schielen, Sehschwäche und Augenbewegungsstörungen – vor allem bei Kindern, in der Augenheilkunde.

Offene Stellen
10
Monatsbrutto
2.800 – 4.700 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz