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Ferienjob

Ein Ferienjob ist eine befristete Tätigkeit während der Schul- oder Semesterferien, meist als Aushilfe in Produktion, Lager, Gastronomie, Handel oder Landwirtschaft. Er dient dem Geldverdienen und dem ersten Einblick in die Arbeitswelt.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Ferienjob verdient

2.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 1.800 bis 3.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 1.800 € 2.250 € 2.700 € 27.000 €
Mit Berufserfahrung 2.200 € 2.400 € 2.900 € 28.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.300 € 2.600 € 3.200 € 31.200 €

Bezahlt wird meist nach Stunden, oft zum gesetzlichen Mindestlohn, der für Minderjährige ohne Berufsabschluss allerdings nicht gilt. Deutlich mehr zahlen tarifgebundene Industriebetriebe, etwa nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie; Erfahrungsstufen im eigentlichen Sinn gibt es nicht, höhere Werte ergeben sich nur durch wiederholte Einsätze in gut zahlenden Branchen oder durch Schichtarbeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man im Ferienjob?

Ein Ferienjob ist kein Beruf im engeren Sinn, sondern eine kurze Beschäftigung von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Die Arbeit hängt stark vom Betrieb ab. In der Industrie stehen Ferienkräfte am Band, sortieren Teile, verpacken Ware oder kontrollieren Produkte auf Fehler. Im Lager werden Pakete kommissioniert, Regale aufgefüllt und Lieferungen gescannt. In Gastronomie und Freibädern heißt es Tische abräumen, Geschirr spülen, Eis verkaufen oder Kasse machen. In der Landwirtschaft wird Obst und Gemüse geerntet, etwa Erdbeeren oder Spargel. Hinzu kommen Tätigkeiten wie Regale einräumen im Supermarkt, Prospekte verteilen, Kinder in Ferienfreizeiten betreuen oder Akten im Büro digitalisieren. Meist handelt es sich um einfache, klar umrissene Aufgaben, die nach kurzer Einweisung erledigt werden können.

Wie wird man Ferienkraft?

Eine Ausbildung ist nicht nötig. Entscheidend sind Alter und Status. Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren dürfen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz in den Ferien bis zu vier Wochen im Jahr arbeiten, höchstens acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche, in der Regel nicht nachts und nicht mit gefährlichen Arbeiten. 13- und 14-Jährige dürfen mit Zustimmung der Eltern nur leichte Tätigkeiten für kurze Zeit übernehmen. Für Minderjährige ist oft eine Einverständniserklärung der Eltern nötig, in der Gastronomie zusätzlich eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Studierende arbeiten häufig als kurzfristig Beschäftigte, was bis zu drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr sozialversicherungsfrei möglich ist. Beworben wird sich früh, große Industriebetriebe vergeben ihre Plätze teils schon im Frühjahr, oft über ein kurzes Online-Formular. Viele Stellen laufen auch über Bekanntschaften oder Zeitarbeitsfirmen.

Was der Beruf verlangt

Ferienjobs sind häufig monoton und körperlich anstrengend. Wer acht Stunden am Band steht, im Lager schwere Kartons hebt oder bei Hitze auf dem Feld erntet, merkt das am Abend. In Industrie und Logistik wird oft im Schichtdienst gearbeitet, für Erwachsene auch nachts. In der Gastronomie sind Wochenenden und Abende die Regel. Als Aushilfe steht man in der Hierarchie ganz unten und bekommt oft die unbeliebten Aufgaben. Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, Anweisungen umzusetzen, werden vorausgesetzt. Dafür ist die Verantwortung meist gering und der Einsatz zeitlich begrenzt.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch, vor allem im Sommer, wenn Stammpersonal Urlaub nimmt. Industrie, Logistik, Gastronomie, Tourismus und Landwirtschaft suchen regelmäßig Aushilfen. Ein Ferienjob führt nicht direkt zu einer Karriere, kann aber Türen öffnen: Wer sich bewährt, wird oft im nächsten Jahr wieder genommen, erhält ein Praktikum oder später einen Ausbildungsplatz im selben Betrieb. Für Studierende kann daraus eine Werkstudententätigkeit werden. Zudem hilft die Erfahrung bei der Berufswahl, weil sie zeigt, welche Arbeitsumgebung passt und welche nicht.

Aufgaben

  • Waren verpacken, sortieren und etikettieren
  • Pakete im Lager kommissionieren und scannen
  • Maschinen bestücken und einfache Arbeitsschritte am Band ausführen
  • Regale im Einzelhandel auffüllen und Ware auszeichnen
  • Geschirr spülen, Tische abräumen und Gäste bedienen
  • Obst und Gemüse ernten und sortieren
  • Kinder in Ferienprogrammen beaufsichtigen
  • Einfache Büroarbeiten wie Ablage und Datenerfassung erledigen

Voraussetzungen

  • Mindestalter je nach Tätigkeit, in der Regel ab 15 Jahren
  • Bei Minderjährigen Einverständnis der Erziehungsberechtigten
  • In der Lebensmittelbranche Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz
  • Körperliche Belastbarkeit für Steh-, Hebe- und Außenarbeit
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • Steuer-Identifikationsnummer und Bankverbindung
  • Für Studierende Immatrikulationsbescheinigung bei kurzfristiger Beschäftigung

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Produktionsbetriebe
  • Logistikzentren und Versandlager
  • Restaurants, Cafés, Freibäder und Hotels
  • Supermärkte und Einzelhandel
  • Landwirtschaftliche Betriebe
  • Kommunen und Ferienfreizeiten

Der Weg in den Beruf

Für einen Ferienjob ist keine Ausbildung erforderlich, die Einarbeitung dauert meist wenige Stunden bis Tage. Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren dürfen bis zu vier Wochen pro Jahr in den Ferien arbeiten, Studierende bis zu drei Monate oder 70 Arbeitstage als kurzfristig Beschäftigte. Einen Abschluss gibt es nicht, auf Wunsch stellt der Betrieb ein Arbeitszeugnis aus.

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