Produktionshelfer
Arbeitet ohne Fachausbildung in der Fertigung mit – an Maschinen, Montagelinien und Verpackung, häufig im Schichtbetrieb und über Personaldienstleister.
39 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Produktionshelfer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.350 € | 2.600 € | 2.900 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.800 € | 3.100 € | 33.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.650 € | 2.950 € | 3.300 € | 35.400 € |
Grundlage sind die unteren Entgeltgruppen (EG 1 und 2) des Tarifwerks der Zeitarbeit zwischen GVP, dem Nachfolger von iGZ und BAP, und den DGB-Gewerkschaften, dazu die Branchenzuschläge etwa für die Metall- und Elektroindustrie, die mit der Einsatzdauer steigen. Bei Direktanstellung gelten die Helfergruppen der jeweiligen Branchentarife; Schichtzulagen sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Produktionshelfer ist die Einstiegsstelle der Industrie. Er bestückt Maschinen, entnimmt fertige Teile, sortiert, prüft auf sichtbare Fehler, montiert einfache Baugruppen, verpackt und etikettiert. Eine Ausbildung wird nicht verlangt, die Einarbeitung dauert meist Tage bis wenige Wochen. Was zählt, ist Zuverlässigkeit: pünktlich zur Schicht, Taktzeiten halten, Sicherheitsregeln an der Maschine beachten und Fehler melden, statt sie weiterlaufen zu lassen.
Die Branchen sind vielfältig – Automobilzulieferer, Kunststoff- und Metallverarbeitung, Lebensmittelherstellung, Logistik mit Konfektionierung. Entsprechend unterschiedlich sind die Bedingungen: In der Lebensmittelindustrie kommen Kühlräume und strenge Hygieneregeln hinzu, in der Metallverarbeitung Lärm und Öl, in der Montage monotone, aber körperlich leichtere Arbeit. Drei-Schicht-Betrieb ist verbreitet, in manchen Werken auch Wochenendschichten.
In diesem Bestand stammen nahezu alle Anzeigen von Personaldienstleistern, mehr als die Hälfte ist ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung ausgeschrieben. Teilzeitstellen gibt es keine. Mindestens eine Anzeige nennt einen Stundenlohn im Titel, was in diesem Segment zunehmend üblich ist und den Vergleich erleichtert. Bei der Überlassung ist der Personaldienstleister der Arbeitgeber, gearbeitet wird im Kundenbetrieb; nach neun Monaten im selben Einsatz besteht grundsätzlich Anspruch auf gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaft, soweit kein Branchenzuschlagstarif eine längere Frist regelt.
Für viele ist der Job ein Übergang, für manche ein Sprungbrett. Wer sich im Einsatz bewährt, wird nicht selten vom Kundenbetrieb übernommen, und wer eine Maschine länger bedient, kann sich zum Maschinen- und Anlagenführer weiterqualifizieren – auch über eine Teilqualifizierung oder die Externenprüfung. Ein Staplerschein ist eine kleine Investition, die die Einsatzmöglichkeiten spürbar erweitert.
Aufgaben
- Maschinen mit Material bestücken und Fertigteile entnehmen
- Einfache Montage- und Vormontagearbeiten ausführen
- Teile auf sichtbare Mängel prüfen und aussortieren
- Produkte verpacken, etikettieren und für den Versand bereitstellen
- Arbeitsplatz sauber halten und Material nachfüllen
- Stückzahlen und Störungen an den Schichtführer melden
Voraussetzungen
- Keine Ausbildung erforderlich
- Bereitschaft zu Schichtarbeit, oft im Drei-Schicht-System
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeit im Stehen
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
- Grundlegende Deutschkenntnisse für Sicherheitsunterweisungen
- Staplerschein oder Führerschein von Vorteil, wegen Pendelstrecken zum Werk
Wo man arbeitet
- Automobilzulieferer und Metallverarbeitung
- Kunststoff- und Verpackungsindustrie
- Lebensmittel- und Getränkeherstellung
- Elektro- und Geräteindustrie
- Personaldienstleister mit Einsatz in Kundenbetrieben
Der Weg in den Beruf
Für die Stelle selbst ist keine Ausbildung nötig. Wer bleiben und aufsteigen will, kann über modulare Teilqualifizierungen, die von der Arbeitsagentur gefördert werden, schrittweise einen Berufsabschluss erwerben, etwa als Maschinen- und Anlagenführer oder Fachkraft für Metalltechnik. Nach mehrjähriger einschlägiger Tätigkeit ist auch die Zulassung zur Externenprüfung vor der IHK möglich. Staplerschein und Kranschein sind kurze Lehrgänge mit direktem Nutzen im Werk.
Offene Stellen als Produktionshelfer
In der Suche fortsetzenProduktionshelfer (m/w/d) – Wevelinghoven, 15,33 € brutto/h
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