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Logistik & Verkehr

Lagerhelfer

Lagerhelfer nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Aufträge zusammen und machen Sendungen versandfertig – ohne dass dafür eine Ausbildung vorausgesetzt wird.

16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Lagerhelfer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.500 € 2.700 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.450 € 2.650 € 2.900 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 2.850 € 3.150 € 34.200 €

Die untere Grenze bildet der gesetzliche Mindestlohn, in der Zeitarbeit die Entgeltgruppen 1 und 2 der Tarifwerke von iGZ/BAP; in tarifgebundenen Betrieben gelten die Lohntarife von Handel oder Speditionsgewerbe. Die Spanne entsteht vor allem durch Staplerberechtigung, Schichtmodell und Branche; Schicht- und Nachtzuschläge sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Lagerhelfer arbeiten dort, wo Ware ankommt, liegt und wieder hinausgeht. Der Tag besteht aus Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung und Versand: Paletten entladen, Lieferscheine mit der Ware abgleichen, Artikel ins Regal bringen, nach Pickliste oder Scanneranweisung Aufträge zusammenstellen, verpacken, etikettieren und bereitstellen. In modernen Lagern steuert ein Lagerverwaltungssystem jeden Schritt über den Handscanner, im kleinen Betrieb ist es die Papierliste und das Gedächtnis des Vorarbeiters.

Eine Ausbildung ist für den Einstieg nicht nötig, und genau das macht den Beruf zu einem der offensten am Arbeitsmarkt. Was zählt, ist Zuverlässigkeit, Tempo und Genauigkeit – ein falscher Artikel im Paket kostet den Betrieb Retoure, Versand und Kundenärger. Der Staplerschein ist die wichtigste Zusatzqualifikation: Wer Flurförderzeuge fahren darf, wird anders eingesetzt und meist besser bezahlt als jemand, der nur von Hand kommissioniert. Viele Betriebe bilden ihre Helfer dafür selbst aus.

In diesem Bestand kommt der größte Teil der Anzeigen von Personaldienstleistern, ein erheblicher Teil ist ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung ausgeschrieben; Teilzeit wird nicht angeboten. Das entspricht dem Markt: Lagerarbeit wird stark über Zeitarbeit abgedeckt, weil Handel und Versandlogistik saisonal schwanken. Wer sich bewirbt, sollte klären, ob eine Übernahme durch den Einsatzbetrieb vorgesehen ist, in welchem Schichtmodell gearbeitet wird und wie weit der Einsatzort entfernt ist.

Die Arbeit ist körperlich und oft monoton: viel Gehen, Heben und Stehen, in Kühl- oder Tiefkühllagern zusätzlich Kälte. Zwei-, drei- und Nachtschichten sind in der Versandlogistik verbreitet. Der Weg nach oben führt über die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zum Fachlageristen, die für Erfahrene auch als Externenprüfung möglich ist, und weiter zum Schicht- oder Teamleiter im Lager.

Aufgaben

  • Anlieferungen entladen und Ware mit Lieferpapieren abgleichen
  • Waren einlagern und Lagerplätze im System verbuchen
  • Aufträge nach Pickliste oder Handscanner kommissionieren
  • Sendungen verpacken, etikettieren und zum Versand bereitstellen
  • Mit Hubwagen und nach Schulung mit Gabelstapler arbeiten
  • Bei Inventuren zählen und Bestandsabweichungen melden
  • Lagerflächen sauber und sicher halten

Voraussetzungen

  • Keine Ausbildung erforderlich, Erfahrung im Lager ist von Vorteil
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und langes Stehen
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit, teils auch nachts und samstags
  • Sorgfalt beim Kommissionieren und Umgang mit Handscannern
  • Staplerschein als häufig gewünschte Zusatzqualifikation
  • Grundkenntnisse der deutschen Sprache für Arbeitsanweisungen

Wo man arbeitet

  • Distributions- und Versandzentren des Handels
  • Logistikdienstleister und Kontraktlogistik
  • Lager von Industriebetrieben
  • Großhandel
  • Personaldienstleister mit Einsätzen in der Logistik

Der Weg in den Beruf

Für die Helfertätigkeit gibt es keinen vorgeschriebenen Ausbildungsweg; eingearbeitet wird im Betrieb. Die Staplerberechtigung wird in einer ein- bis mehrtägigen Schulung nach DGUV Grundsatz 308-001 erworben und häufig vom Arbeitgeber oder über Förderung der Arbeitsagentur finanziert. Wer dauerhaft in der Logistik bleiben will, kann die zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen oder die dreijährige zur Fachkraft für Lagerlogistik anschließen; mit einschlägiger Berufserfahrung ist die Zulassung zur Externenprüfung vor der IHK möglich.

Offene Stellen als Lagerhelfer

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