Freileitungsmonteur
Baut und wartet Hochspannungsfreileitungen – Masten, Seile, Isolatoren – in großer Höhe und im Freien.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Freileitungsmonteur verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.300 € | 3.650 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 3.950 € | 4.400 € | 47.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 4.600 € | 5.400 € | 55.200 € |
Grundlage ist meist der Tarif der Energiewirtschaft oder des Bauhauptgewerbes. Entscheidend sind die Zulagen: Höhen- und Erschwerniszuschläge, Auslösung, Nacht- und Wochenendarbeit während Abschaltfenstern.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Freileitungsmonteur arbeitet dort, wo der Strom über Land geht: an Masten von dreißig bis über siebzig Metern, an Leiterseilen, Isolatorenketten und Erdseilen. Der Beruf ist eine Verbindung aus Elektrotechnik, Stahlbau und Höhenarbeit, und er existiert in dieser Form nur für ein enges Feld – Übertragungs- und Verteilnetze.
Die Arbeit gliedert sich in Neubau und Instandhaltung. Neubau heißt Fundamente, Mastmontage, Seilzug über Rollen mit Zugmaschine und Bremswagen – ein Verfahren, bei dem ein Fehler Seile und Menschen gefährdet. Instandhaltung heißt Befundung, Korrosionsschutz, Austausch von Isolatoren und Armaturen, zunehmend unter Spannung durch besonders qualifizierte Teams.
Die Rahmenbedingungen prägen den Alltag mehr als die Technik: Arbeit im Freien bei jedem Wetter, Montageeinsätze über Wochen, Abschaltfenster, die nachts und an Wochenenden liegen, weil eine Leitung nicht tagsüber vom Netz kann. Der Netzausbau für die Energiewende hat den Bedarf an diesen Fachkräften stark erhöht und die Verhandlungsposition entsprechend verbessert.
Aufgaben
- Masten montieren, richten und sichern
- Leiterseile ziehen, spannen und armieren
- Isolatorenketten und Armaturen einbauen und tauschen
- Leitungen befunden und Korrosionsschutz ausführen
- Erdungsanlagen herstellen und prüfen
- Abschaltungen vorbereiten und Freischaltungen umsetzen
- Arbeiten in Höhe mit Seilzugangstechnik ausführen
Voraussetzungen
- Elektrotechnische oder metallbauliche Ausbildung
- Schwindelfreiheit und Höhentauglichkeit nach arbeitsmedizinischer Vorsorge
- Zusatzausbildung zum Freileitungsmonteur
- Kenntnis der Sicherheitsregeln für elektrotechnische Arbeiten
- Hohe Reisebereitschaft und Bereitschaft zu Nacht- und Wochenendarbeit
- Führerschein Klasse B, häufig C1 oder C
Wo man arbeitet
- Freileitungsbauunternehmen
- Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber
- Energieversorger und Stadtwerke
- Bahnstromnetze
- Industriedienstleister für Netzinfrastruktur
Der Weg in den Beruf
Die Grundlage ist eine abgeschlossene Ausbildung, meist als Elektroniker für Betriebstechnik oder in einem Metallberuf. Die eigentliche Qualifikation folgt betrieblich über Lehrgänge zum Freileitungsmonteur, ergänzt um Nachweise für Höhenrettung, Seilzugangstechnik und die Schaltberechtigung. Wer weiter will, geht über den Kolonnenführer zum Montage- oder Bauleiter im Netzbau.
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- Offene Stellen
- 89
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