Friseur
Schneidet, färbt und pflegt Haare und berät zu Frisur und Pflege – ein Handwerk, das vollständig von Kundenbindung lebt.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Friseur verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.150 € | 2.350 € | 2.550 € | 28.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.750 € | 3.050 € | 33.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.950 € | 3.250 € | 3.900 € | 39.000 € |
Eine der schwächer bezahlten Handwerksbranchen; Tarife bestehen regional. Provisionen auf Umsatz und Produktverkauf sind verbreitet und machen bei gutem Kundenstamm einen erheblichen Teil aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Friseur arbeitet in einem Beruf, in dem jede Leistung individuell, sofort sichtbar und nicht korrigierbar ist. Ein Schnitt lässt sich nicht zurücknehmen, eine Farbe nur mit Aufwand ändern – die Beratung vor der Arbeit ist deshalb genauso wichtig wie die Arbeit selbst.
Fachlich steckt mehr dahinter, als der Beruf nach außen wirkt. Schnitttechniken und Formaufbau, Haarstruktur und Wachstumsrichtungen, Farbtheorie mit Aufhellen, Neutralisieren und Tönen, chemische Umformung, Erkennen von Haut- und Haarerkrankungen, Umgang mit Allergien. Färben ist angewandte Chemie: Wer Vorpigmentierung und Neutralisation nicht beherrscht, produziert Ergebnisse, die niemand haben will.
Wirtschaftlich ist der Beruf schwierig und wird oft beschönigt. Die Branche ist kleinteilig, preissensibel und personalintensiv; die Ausstiegsquote nach der Ausbildung gehört zu den höchsten überhaupt. Wer im Beruf bleibt, tut es meist über Spezialisierung – Farbe, Haarersatz, Barbier, Braut- und Medienstyling – oder über Selbstständigkeit mit eigenem Kundenstamm. Dieser Stamm ist das eigentliche Kapital: Er entscheidet über Einkommen und Verhandlungsposition.
Aufgaben
- Kunden beraten und Frisurvorschläge entwickeln
- Haare waschen, schneiden und in Form bringen
- Farben, Tönungen und Aufhellungen anwenden
- Dauerhafte Umformungen durchführen
- Haar- und Kopfhautzustand beurteilen
- Pflegeprodukte empfehlen und verkaufen
- Termine planen und Kasse führen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Friseur
- Handwerkliches Geschick und Formgefühl
- Kenntnisse in Farbtheorie und Haarchemie
- Freude an Beratung und Kundenkontakt
- Ausdauer im Stehen und Belastbarkeit
- Bereitschaft zu Samstagsarbeit
Wo man arbeitet
- Friseursalons und Ketten
- Barbershops
- Hotels und Wellnessbetriebe
- Film, Theater und Medien
- Selbstständige Tätigkeit und mobile Dienste
Der Weg in den Beruf
Dreijährige duale Ausbildung im Handwerk mit Gesellenprüfung. Das Friseurhandwerk ist zulassungspflichtig, die Selbstständigkeit verlangt den Meisterbrief; er ist über das Aufstiegs-BAföG förderfähig und Voraussetzung für die Ausbildung. Weiterbildungen gibt es in Colorationstechnik, Haarersatz, Barbierhandwerk und Betriebswirtschaft. Für die Branche gilt ein allgemeinverbindlicher Mindestlohn, der die Untergrenze setzt.
Offene Stellen als Friseur
In der Suche fortsetzenFriseur (m/w/d) bei Klier
Friseur (m/w/d) bei Hairexpress
Verwandte Berufe
Kosmetiker
Behandelt Haut kosmetisch, berät zu Pflege und führt apparative und manuelle Verfahren durch – ein Beruf mit klarer Grenze zur Medizin.
- Offene Stellen
- 20
- Monatsbrutto
- 2.100 – 3.700 €
Verkäufer
Verkäufer bedienen Kasse und Bedientheke, verräumen Ware und beraten Kunden, in diesem Bestand überwiegend in Teilzeit.
- Offene Stellen
- 840
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.500 €
Passend dazu im Ratgeber
- Urlaubsanspruch: Berechnung, Übertragung, Verfall Das Gesetz kennt 24 Werktage, der Vertrag oft 30 Tage, und beides meint nicht dasselbe. De...
- Ausbildungsplatz finden: wie früh man anfangen muss Große Betriebe besetzen ihre Ausbildungsplätze ein Jahr vor dem Start, kleine oft erst ein...
- Tarifvertrag verstehen: Entgeltgruppe, Stufe, und was daraus folgt Ein Tarifverweis in der Anzeige ist die einzige Gehaltsangabe, die Sie vor dem Gespräch na...