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Gesundheit & Pflege

Gesundheits- und Kinder-/Krankenpfleger

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger versorgen Frühgeborene, Kinder und Jugendliche, die krank sind oder Pflege brauchen, und begleiten deren Eltern. Seit der Pflegereform 2020 heißt der Abschluss meist Pflegefachfrau oder Pflegefachmann mit Vertiefung Pädiatrie.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Gesundheits- und Kinder-/Krankenpfleger verdient

4.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.300 bis 5.600 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.550 € 3.800 € 42.600 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.000 € 4.400 € 48.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 4.800 € 5.600 € 57.600 €

In kommunalen Kliniken gilt der TVöD mit der Pflegetabelle (TVöD-P), an Unikliniken der TV-L, bei kirchlichen Trägern die AVR von Caritas oder Diakonie; private Klinikketten und ambulante Dienste zahlen nach Haustarif oft weniger. Schicht-, Nacht- und Intensivzulagen kommen zum Grundgehalt hinzu, Fachweiterbildungen und Leitungsaufgaben führen in höhere Entgeltgruppen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger?

Die Arbeit gilt Patientinnen und Patienten vom Frühgeborenen mit 500 Gramm bis zum 17-jährigen Jugendlichen nach einem Unfall. Pflegekräfte messen Vitalzeichen, überwachen Monitore, legen Magensonden, berechnen und verabreichen Medikamente nach ärztlicher Anordnung, versorgen Wunden und Zugänge und bereiten Kinder auf Operationen vor. Dazu kommen Grundpflege, Füttern, Wickeln und Lagern. Ein großer Teil der Arbeit betrifft die Eltern: Sie werden angeleitet, beruhigt und auf die Pflege zu Hause vorbereitet. Jede Maßnahme wird dokumentiert, Beobachtungen gehen bei der Übergabe an die nächste Schicht. Auf Intensiv- und Frühgeborenenstationen ist die Arbeit stark technisch, auf Normalstationen und in der ambulanten Kinderkrankenpflege stärker auf Anleitung und Alltag ausgerichtet.

Wie wird man Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger?

Seit 2020 gilt das Pflegeberufegesetz. Die dreijährige Ausbildung ist generalistisch und endet in der Regel mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Wer einen Vertiefungseinsatz in der Pädiatrie wählt, kann sich für das letzte Drittel entscheiden, den gesonderten Abschluss Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu erwerben. Die Ausbildung wird vergütet und wechselt zwischen Pflegeschule und Praxiseinsätzen in Klinik, Altenpflege und ambulanter Pflege. Voraussetzung ist meist ein mittlerer Schulabschluss. Daneben gibt es primärqualifizierende Pflegestudiengänge mit Bachelorabschluss. Quereinsteigende mit Pflegehilfeausbildung können die Ausbildung oft verkürzen. Ausländische Abschlüsse brauchen eine Anerkennung.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf läuft im Dreischichtdienst mit Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit. Viele Stationen sind dünn besetzt, Einspringen an freien Tagen kommt häufig vor, Dienstpläne ändern sich kurzfristig. Körperlich fordern langes Stehen und Gehen sowie Heben, auch wenn Kinder leichter sind als Erwachsene. Schwerer wiegt für viele die seelische Belastung: schwerkranke oder sterbende Kinder, Misshandlungsfälle, verzweifelte oder fordernde Eltern. Fehler bei der Dosierung von Medikamenten können bei kleinen Körpern schnell gefährlich werden, deshalb ist ständige Konzentration nötig. Wer hier arbeitet, muss ruhig bleiben, mit Kindern jeden Alters umgehen können und Distanz zu belastenden Erlebnissen finden.

Aussichten

Pflegefachkräfte werden bundesweit gesucht, auch in der Kinderkrankenpflege. Gleichzeitig schließen manche Kliniken kinderheilkundliche Stationen, weil diese sich wirtschaftlich schlecht rechnen, sodass Stellen sich in größeren Zentren bündeln. Wer generalistisch ausgebildet ist, kann jederzeit auch in die Erwachsenenpflege wechseln. Fachweiterbildungen führen in die pädiatrische Intensivpflege, Anästhesie, Onkologie oder Palliativversorgung. Weitere Wege sind Praxisanleitung, Stationsleitung, Pflegepädagogik oder ein Studium in Pflegewissenschaft und Pflegemanagement. Auch Kinderhospize, ambulante Intensivpflege und Frühförderung bieten Arbeitsplätze, teils mit planbareren Arbeitszeiten.

Aufgaben

  • Vitalzeichen messen und Monitore auf Intensiv- oder Frühgeborenenstationen überwachen
  • Medikamente nach Körpergewicht berechnen, richten und verabreichen
  • Infusionen, Sonden und Zugänge versorgen
  • Kinder waschen, wickeln, füttern und lagern
  • Eltern in Pflege, Ernährung und Umgang mit Hilfsmitteln anleiten
  • Kinder auf Untersuchungen und Operationen vorbereiten
  • Pflegemaßnahmen dokumentieren und Schichtübergaben durchführen
  • in Notfällen bei der Reanimation assistieren

Voraussetzungen

  • mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
  • staatliche Prüfung nach dem Pflegeberufegesetz und Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung
  • gesundheitliche Eignung und erweitertes Führungszeugnis
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddiensten
  • sorgfältiges Rechnen und Arbeiten bei Medikamentendosierungen
  • Einfühlungsvermögen im Umgang mit Kindern und Eltern sowie seelische Belastbarkeit

Wo man arbeitet

  • Kinderkliniken und Kinderabteilungen von Krankenhäusern
  • Neonatologie und pädiatrische Intensivstationen
  • ambulante Kinderkrankenpflegedienste
  • Kinderhospize und Einrichtungen für Kinder mit Behinderung
  • Rehakliniken für Kinder und Jugendliche
  • kinderärztliche Praxen und sozialpädiatrische Zentren

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige, vergütete Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz mit Vertiefung Pädiatrie, die mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann oder auf Wunsch mit dem gesonderten Abschluss Gesundheits- und Kinderkrankenpflege endet. Alternativ führt ein drei- bis vierjähriges primärqualifizierendes Pflegestudium zum Bachelor mit Berufszulassung.

Offene Stellen als Gesundheits- und Kinder-/Krankenpfleger

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