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Gastronomie & Tourismus

Hotelfachmann

Hotelfachleute arbeiten in allen Abteilungen eines Hotels: am Empfang, im Restaurant, auf den Etagen und in der Verwaltung. Sie betreuen Gäste vom Check-in bis zur Abreise und sorgen für den reibungslosen Ablauf im Haus.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Hotelfachmann verdient

2.850 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 4.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.250 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.850 € 3.300 € 34.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.300 € 42.000 €

Das Gehalt richtet sich in tarifgebundenen Betrieben nach den Entgelttarifverträgen des DEHOGA mit der Gewerkschaft NGG, die je Bundesland unterschiedlich hoch ausfallen. Große Häuser und Ketten zahlen meist mehr als kleine Familienbetriebe, Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit sowie Trinkgeld kommen hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Hotelfachmann?

Hotelfachleute sind die Allrounder im Hotel. Am Empfang checken sie Gäste ein und aus, vergeben Zimmer, nehmen Reservierungen per Telefon und E-Mail an, pflegen Buchungen im Hotelprogramm und rechnen Rechnungen ab. Im Restaurant und beim Frühstück decken sie Tische ein, nehmen Bestellungen auf, servieren Speisen und Getränke und kassieren. Auf den Etagen kontrollieren sie gereinigte Zimmer, planen den Einsatz der Reinigungskräfte und kümmern sich um Wäsche und Minibar. Dazu kommen Aufgaben im Hintergrund: Waren bestellen und einlagern, Bankette und Tagungen vorbereiten, Dienstpläne mitgestalten und Beschwerden bearbeiten. In kleinen Häusern wechselt man täglich zwischen diesen Bereichen, in großen Hotels arbeitet man meist fest in einer Abteilung.

Wie wird man Hotelfachmann?

Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung von drei Jahren im Hotel und an der Berufsschule, die mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen aber Bewerber mit mittlerem Schulabschluss oder Abitur ein. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Seit der Neuordnung der Gastroberufe 2022 gibt es daneben den Beruf Fachmann für Hotelmanagement, der stärker auf Verwaltung und Organisation ausgerichtet ist. Quereinsteiger ohne Ausbildung finden häufig Arbeit im Service oder am Empfang, der Berufsabschluss bleibt aber für den Aufstieg wichtig. Er kann auch nachträglich über eine Externenprüfung erworben werden.

Was der Beruf verlangt

Hotels haben rund um die Uhr geöffnet, deshalb wird im Schichtdienst gearbeitet: Frühschicht am Empfang ab sechs Uhr, Spätdienst im Restaurant bis Mitternacht, Nachtdienst an der Rezeption. Wochenenden und Feiertage sind normale Arbeitstage, gerade dann, wenn Freunde und Familie frei haben. Im Service ist man viele Stunden auf den Beinen und trägt Tabletts und Geschirr. Freundlichkeit wird auch dann erwartet, wenn Gäste unhöflich sind oder sich beschweren. In vielen Betrieben herrscht Personalmangel, was zu Überstunden und kurzfristigen Dienstplanänderungen führt. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich der Ausbildungsberufe. Englischkenntnisse sind fast überall nötig, in Ferienregionen und Stadthotels oft eine weitere Fremdsprache.

Aussichten

Die Nachfrage nach ausgebildeten Hotelfachleuten ist hoch, viele Betriebe suchen dauerhaft Personal, und Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Der Abschluss ist international anerkannt und erleichtert Stellen im Ausland oder auf Kreuzfahrtschiffen. Mit einigen Jahren Erfahrung ist der Weg in Leitungsfunktionen offen, etwa als Empfangschef, Restaurantleiter oder Hausdame. Weiterbildungen zum Hotelmeister oder staatlich geprüften Betriebswirt für Hotellerie und Gastronomie führen bis in die Hotelleitung. Viele wechseln später in verwandte Bereiche wie Eventplanung, Reisebranche, Verkauf oder Verwaltung, wo die Arbeitszeiten regelmäßiger sind.

Aufgaben

  • Gäste empfangen, ein- und auschecken und Rechnungen erstellen
  • Reservierungen annehmen und im Hotelprogramm verwalten
  • Speisen und Getränke im Restaurant und beim Frühstück servieren
  • Zimmer nach der Reinigung kontrollieren und Etagenpersonal einteilen
  • Waren bestellen, annehmen und Lagerbestände prüfen
  • Tagungen, Feiern und Bankette vorbereiten und betreuen
  • Beschwerden von Gästen aufnehmen und Lösungen finden

Voraussetzungen

  • In der Regel mittlerer Schulabschluss oder Abitur
  • Gute Englischkenntnisse, oft eine weitere Fremdsprache
  • Freundliches Auftreten und Gelassenheit im Umgang mit Gästen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Tragen
  • Sorgfalt im Umgang mit Geld und Abrechnungen

Wo man arbeitet

  • Stadthotels und Hotelketten
  • Ferien- und Wellnesshotels
  • Tagungs- und Kongresshotels
  • Pensionen und Gasthöfe
  • Kreuzfahrtschiffe
  • Kliniken und Seniorenresidenzen mit Hotelbetrieb

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung im Hotel und an der Berufsschule, die mit der Abschlussprüfung vor der IHK endet. Mit Abitur oder guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zwei bis zweieinhalb Jahre möglich.

Offene Stellen als Hotelfachmann

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