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Kaufmännische Berufe & Verwaltung

im Projektmanagement

Projektmanagerinnen und Projektmanager planen, steuern und überwachen zeitlich begrenzte Vorhaben mit festem Budget, etwa die Einführung einer Software, einen Umzug oder die Entwicklung eines Produkts. Sie koordinieren Menschen aus verschiedenen Abteilungen und berichten an die Auftraggeber.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als im Projektmanagement verdient

5.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.200 bis 8.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.900 € 4.700 € 46.800 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.200 € 6.300 € 62.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.800 € 8.500 € 81.600 €

Das Gehalt hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Projektvolumen ab: IT, Pharma, Automobilindustrie und Beratungen zahlen deutlich mehr als Agenturen oder kleine Betriebe. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen 10 bis 13, in der Metall- und Elektroindustrie nach den Tarifverträgen der IG Metall.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man im Projektmanagement?

Im Projektmanagement wird ein Vorhaben von der Idee bis zum Abschluss organisiert. Am Anfang stehen Ziele, Umfang, Zeitplan und Budget, die mit den Auftraggebern abgestimmt werden. Danach zerlegen Projektmanagerinnen und Projektmanager die Arbeit in Arbeitspakete, verteilen sie an Teammitglieder oder externe Dienstleister und legen Meilensteine fest. Im Alltag bedeutet das viele Besprechungen: Statusrunden mit dem Team, Abstimmungen mit Fachabteilungen, Berichte an die Geschäftsführung. Dazu kommen Tabellen, Projektpläne in Werkzeugen wie MS Project oder Jira, Protokolle und Risikolisten. Wenn ein Lieferant ausfällt, Kosten steigen oder Anforderungen sich ändern, muss neu geplant und verhandelt werden. Projektmanager haben dabei oft keine disziplinarische Weisungsbefugnis über die Beteiligten und müssen überzeugen statt anordnen. Je nach Branche geht es um IT-Projekte, Bauvorhaben, Veranstaltungen, Produktentwicklungen oder Umstrukturierungen in Verwaltungen.

Wie wird man Projektmanagerin oder Projektmanager?

Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Viele kommen über ein Studium, etwa Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik oder ein spezialisiertes Projektmanagement-Studium. Ebenso häufig ist der Weg über eine kaufmännische Ausbildung, zum Beispiel als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement, mit anschließender Berufserfahrung als Projektassistenz und Aufstieg. Quereinsteiger aus Fachberufen übernehmen oft zuerst Teilprojekte in ihrem Gebiet. Zertifikate spielen eine große Rolle bei Bewerbungen: verbreitet sind die Zertifizierungen nach IPMA (in Deutschland über die GPM), PMP des Project Management Institute, PRINCE2 sowie Scrum-Zertifikate für agile Projekte. Viele davon setzen nachgewiesene Projekterfahrung voraus.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend Büro- und Bildschirmarbeit mit hohem Kommunikationsanteil. Belastend ist vor allem die Verantwortung ohne volle Kontrolle: Projektmanager haften gegenüber den Auftraggebern für Termine und Kosten, sind aber auf die Zuarbeit anderer angewiesen. Vor Meilensteinen und gegen Projektende sind Überstunden üblich, ebenso Konflikte zwischen Abteilungen mit unterschiedlichen Interessen. Wer mehrere Projekte gleichzeitig betreut, wechselt ständig zwischen Themen. In Beratungen und bei Kundenprojekten kommen Dienstreisen hinzu. Gebraucht werden Organisationstalent, Durchsetzungsvermögen, Gelassenheit unter Druck und die Fähigkeit, auch unangenehme Nachrichten wie Verzögerungen klar zu kommunizieren. Wer klare Zuständigkeiten und planbare Routine sucht, ist hier oft unzufrieden.

Aussichten

Projektarbeit hat in fast allen Branchen zugenommen, besonders durch Digitalisierung, Energiewende und Umbauten in Industrie und Verwaltung. Gefragt sind vor allem Fachkräfte mit Branchenkenntnis, etwa in IT, Bau oder Maschinenbau, und mit Erfahrung in agilen Methoden. Reine Generalisten ohne Fachhintergrund haben es schwerer. Der übliche Weg führt von der Projektassistenz über Teilprojekte zur Leitung großer Projekte, weiter zum Programm- oder Portfoliomanagement oder in eine Leitungsposition eines Project Management Office. Auch die Selbstständigkeit als freiberufliche Projektleitung ist verbreitet, vor allem im IT-Bereich.

Aufgaben

  • Projektziele, Umfang und Budget mit Auftraggebern abstimmen
  • Zeitpläne, Meilensteine und Arbeitspakete erstellen
  • Aufgaben an Teammitglieder und Dienstleister verteilen
  • Fortschritt, Kosten und Termine laufend überwachen
  • Risiken erkennen und Gegenmaßnahmen planen
  • Statusbesprechungen leiten und Protokolle führen
  • Berichte für Geschäftsführung oder Kunden erstellen
  • Änderungswünsche bewerten und Pläne anpassen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium oder kaufmännische bzw. fachliche Ausbildung mit Berufserfahrung
  • Kenntnisse in Projektmethoden, klassisch und agil
  • Sicherer Umgang mit Projektsoftware und Tabellenkalkulation
  • Kommunikationsstärke und Verhandlungsgeschick
  • Belastbarkeit bei Termindruck
  • Gute Englischkenntnisse, vor allem in internationalen Unternehmen
  • Zertifikate wie IPMA, PMP, PRINCE2 oder Scrum sind oft erwünscht

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen
  • IT- und Softwareunternehmen
  • Unternehmensberatungen
  • Bau- und Ingenieurbüros
  • Öffentliche Verwaltung
  • Agenturen und Veranstaltungsbranche

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium von drei bis vier Jahren, etwa in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder Informatik, oder eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließender Berufserfahrung. Der Einstieg erfolgt häufig als Projektassistenz oder Junior-Projektmanager, Zertifikate wie IPMA, PMP oder PRINCE2 werden meist berufsbegleitend erworben.

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