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Bau & Immobilien

Immobilienbuchhalter

Führt die Buchhaltung von Objekten und Eigentümergesellschaften – Mieten, Rücklagen, Hausgeld und die Abgrenzung je Einheit.

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Gehalt

Was man als Immobilienbuchhalter verdient

3.750 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.900 bis 5.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.200 € 3.550 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 3.750 € 4.200 € 45.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.450 € 5.200 € 53.400 €

Genossenschaften und große Bestandshalter zahlen tariflich; Verwaltungen frei. Erfahrung mit der Buchhaltung von Wohnungseigentümergemeinschaften wirkt sich aus, weil sie schwerer zu finden ist als reine Mietbuchhaltung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Immobilienbuchhalter führt eine Buchhaltung mit einer Besonderheit: Sie ist nicht nach Gesellschaft gegliedert, sondern nach Objekten und oft nach Einheiten. Jedes Objekt hat seine Konten, jede Wohnung ihre Sollstellung, jede Eigentümergemeinschaft ihre eigene Abrechnungslogik – und alles muss zugleich in der Gesamtbuchhaltung aufgehen.

Daraus ergeben sich die typischen Arbeiten: Mietsollstellungen erzeugen und Zahlungseingänge zuordnen, Mahnwesen betreiben, Kautionen verwalten, Hausgeldabrechnungen und Instandhaltungsrücklagen für Wohnungseigentümergemeinschaften führen, Eigentümerwechsel und Mieterwechsel korrekt abgrenzen, Umsatzsteuer bei gewerblicher Vermietung behandeln.

Der heikle Teil ist das Verhältnis zwischen Buchhaltung und Verwaltung. Eine Rücklage, die für laufende Kosten verbraucht wird, eine Kaution, die nicht getrennt angelegt ist, eine Sollstellung, die von der Mietvertragsänderung abweicht – das sind keine Buchungsfehler, sondern rechtliche Probleme. Wer diesen Beruf ausübt, hat deshalb eine Prüffunktion gegenüber der Verwaltung, auch wenn sie in keiner Anzeige steht.

Aufgaben

  • Objekt- und Gesellschaftsbuchhaltung führen
  • Mietsollstellungen erzeugen und Zahlungen zuordnen
  • Mahnwesen und offene Posten bearbeiten
  • Hausgeldabrechnungen und Rücklagen für Eigentümergemeinschaften führen
  • Kautionen verwalten und abrechnen
  • Mieter- und Eigentümerwechsel abgrenzen
  • Monats- und Jahresabschlüsse vorbereiten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung mit Buchhaltungserfahrung
  • Kenntnisse in der Immobilien- und WEG-Buchhaltung
  • Sicherheit in der Kontenzuordnung
  • Erfahrung mit einer Immobiliensoftware
  • Genauigkeit und Verlässlichkeit
  • Verständnis für mietrechtliche Zusammenhänge

Wo man arbeitet

  • Immobilienverwaltungen
  • Wohnungsunternehmen und Genossenschaften
  • Asset- und Fondsverwaltungen
  • Bauträger mit eigenem Bestand
  • Buchhaltungsdienstleister für Immobilien

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung – Immobilienkaufmann, Industriekaufmann, Steuerfachangestellter – mit Einarbeitung in die Immobilienbuchhaltung. Weiterbildungen führen zum Finanz- oder Bilanzbuchhalter und über den Immobilienfachwirt in die Verwaltung. Kenntnisse in der Verwaltung von Wohnungseigentum sind ein eigener Qualifikationspunkt, weil die Abrechnungslogik dort vom Mietrecht abweicht.

Offene Stellen als Immobilienbuchhalter

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