Initiativbewerbung für den
Referentinnen und Referenten für Marketing und Kommunikation planen Kampagnen, betreuen Website, Social Media und Pressearbeit und sorgen dafür, dass ein Unternehmen nach außen einheitlich auftritt. Der Beruf ist ein typisches Ziel von Initiativbewerbungen im Berufsfeld, weil viele Stellen nie ausgeschrieben werden.
7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Initiativbewerbung für den verdient
4.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 7.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.500 € | 4.000 € | 42.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.500 € | 5.300 € | 54.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.800 € | 7.500 € | 69.600 € |
Das Gehalt hängt stark von Branche und Betriebsgröße ab: Agenturen und kleine Betriebe zahlen deutlich weniger als Industriekonzerne, die oft nach den Tarifverträgen der IG Metall oder der Chemie-Branche vergüten. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen 9 bis 11.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Referentin oder ein Referent für Marketing und Kommunikation?
Die Arbeit besteht darin, ein Unternehmen, eine Marke oder eine Organisation bekannt zu machen und ihr Bild nach außen zu steuern. Konkret heißt das: Texte für Website, Newsletter und Broschüren schreiben, Beiträge für Instagram oder LinkedIn planen und auswerten, Pressemitteilungen verfassen, Messeauftritte organisieren und Angebote von Agenturen, Druckereien oder Fotografen einholen und vergleichen. Ein großer Teil des Tages geht für Abstimmungen drauf, mit der Geschäftsführung, dem Vertrieb, der Produktentwicklung oder externen Dienstleistern. Hinzu kommen Zahlen: Reichweiten, Klickraten und Kampagnenkosten werden in Tools wie Google Analytics oder Social-Media-Dashboards ausgewertet und in Berichten zusammengefasst. In kleinen Betrieben deckt eine Person das gesamte Spektrum ab, in Konzernen ist die Arbeit stärker aufgeteilt, etwa in Online-Marketing, Produktmarketing, interne Kommunikation oder Pressearbeit.
Wie wird man Referentin oder Referent für Marketing und Kommunikation?
Einen festgelegten Weg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, der Kommunikations- oder Medienwissenschaft, oft ergänzt durch Praktika oder ein Volontariat in einer Agentur oder Pressestelle. Möglich ist auch eine duale Ausbildung, etwa zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Marketingkommunikation, mit anschließender Weiterbildung zur Fachwirtin oder zum Fachwirt für Marketing. Quereinstieg ist verbreitet, zum Beispiel aus dem Journalismus, aus Grafikdesign, Vertrieb oder Geisteswissenschaften. Arbeitgeber achten dann vor allem auf Arbeitsproben. Gerade in diesem Feld funktioniert die Initiativbewerbung gut, wenn sie zeigt, dass die Bewerberin den Auftritt des Unternehmens kennt und konkrete Ideen mitbringt.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet überwiegend am Schreibtisch statt und ist körperlich nicht belastend. Belastend sind eher Termindruck und ständige Unterbrechungen: Eine Kampagne muss zum Messetermin fertig sein, ein Beitrag in sozialen Medien löst Kritik aus, die Geschäftsführung ändert kurz vor dem Druck den Text. Rund um Veranstaltungen und Produktstarts fallen Überstunden und Abendtermine an. Wer Social Media betreut, ist oft auch außerhalb der Bürozeiten gedanklich bei der Arbeit. Schwer fällt vielen, dass Erfolg schwer messbar ist und die eigene Arbeit von Kollegen gern kommentiert wird, weil jeder eine Meinung zu Texten und Bildern hat. Dazu kommt die Pflicht, sich laufend in neue Plattformen, Werkzeuge und Regeln wie das Datenschutzrecht einzuarbeiten.
Aussichten
Stellen gibt es in fast jeder Branche, die Konkurrenz um Einstiegsjobs ist aber groß, weil das Feld bei Absolventinnen und Absolventen beliebt ist. Gefragt sind Leute, die neben guten Texten auch Daten auswerten, Online-Werbung steuern und mit Content-Management-Systemen umgehen können. Generative KI verändert die Texterstellung spürbar und dürfte einfache Routineaufgaben verringern, während Konzeption, Abstimmung und Qualitätskontrolle wichtiger werden. Mit Erfahrung führt der Weg zur Teamleitung oder Leitung Marketing beziehungsweise Unternehmenskommunikation, in eine Spezialisierung wie Suchmaschinenmarketing oder Pressesprecherrolle oder in die Selbstständigkeit als Beraterin oder Texter.
Aufgaben
- Texte für Website, Newsletter, Broschüren und Pressemitteilungen schreiben
- Beiträge für soziale Medien planen, veröffentlichen und auswerten
- Kampagnen konzipieren und das Budget dafür überwachen
- Agenturen, Druckereien und Fotografen beauftragen und koordinieren
- Messen, Veranstaltungen und Pressetermine organisieren
- Kennzahlen wie Reichweite und Klickraten in Berichten aufbereiten
- Inhalte im Content-Management-System der Website pflegen
Voraussetzungen
- Studium in Marketing, Kommunikation oder Medien oder kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung
- Sicheres, fehlerfreies Deutsch und gute Englischkenntnisse
- Arbeitsproben aus Praktika, Volontariat oder eigenen Projekten
- Umgang mit Office-Programmen, Social-Media-Tools und Analysewerkzeugen
- Organisationsgeschick und Belastbarkeit bei Termindruck
- Fähigkeit, mit vielen Abteilungen abzustimmen und Kritik an eigenen Entwürfen auszuhalten
Wo man arbeitet
- Industrie- und Handelsunternehmen
- Werbe- und Kommunikationsagenturen
- Verbände, Stiftungen und Vereine
- Behörden und öffentliche Einrichtungen
- Hochschulen und Kliniken
- Start-ups und Onlinehändler
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Kommunikations- oder Medienwissenschaft von drei bis dreieinhalb Jahren, oft gefolgt von Praktika oder einem ein- bis zweijährigen Volontariat. Alternativ führt eine dreijährige duale Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Marketingkommunikation mit späterer Weiterbildung zur Fachwirtin oder zum Fachwirt für Marketing in den Beruf.
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