Zum Inhalt springen
Vertrieb & Kundenservice

International Key Account Manager

International Key Account Manager betreuen die wichtigsten Großkunden eines Unternehmens über Ländergrenzen hinweg. Sie verhandeln Rahmenverträge, planen Umsätze und sind die zentrale Ansprechperson zwischen Kunde und eigenem Haus.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als International Key Account Manager verdient

6.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 4.200 bis 10.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 4.200 € 4.900 € 5.800 € 58.800 €
Mit Berufserfahrung 5.300 € 6.300 € 7.500 € 75.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 7.000 € 8.300 € 10.500 € 99.600 €

Die Stellen sind meist außertariflich und frei verhandelt; selbst in Betrieben mit Tarifbindung wie der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie liegen sie oft über dem Tarif. Am stärksten hängt das Gehalt von Branche, Unternehmensgröße und Umsatzvolumen der betreuten Kunden ab, hinzu kommt ein variabler Bonus von häufig 10 bis 30 Prozent, der in den Werten nicht enthalten ist, sowie oft ein Dienstwagen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein International Key Account Manager?

Im Mittelpunkt stehen wenige, aber umsatzstarke Kunden, etwa ein Handelskonzern mit Filialen in zehn Ländern oder ein Automobilhersteller mit Werken in Europa und Asien. International Key Account Manager kennen deren Einkaufsstrukturen, Entscheidungswege und Pläne für die nächsten Jahre. Sie verhandeln Jahresgespräche und Rahmenverträge, legen Preise, Rabatte und Konditionen fest und achten darauf, dass die Vereinbarungen in allen Ländergesellschaften gleich umgesetzt werden. Ein großer Teil der Arbeit läuft nach innen: Abstimmung mit Produktion, Logistik, Controlling, Marketing und den lokalen Vertriebsteams, die oft nicht direkt unterstellt sind. Dazu kommen Account-Pläne, Umsatzprognosen, Berichte im CRM-System und regelmäßige Reviews mit dem Kunden. Bei Lieferproblemen, Reklamationen oder Preiskonflikten wegen gestiegener Rohstoffkosten sind sie diejenigen, die eine Lösung aushandeln müssen. Verhandelt wird meist auf Englisch, häufig mit Einkaufsabteilungen, die professionell auf Preisdruck geschult sind.

Wie wird man International Key Account Manager?

Ein geregelter Ausbildungsweg existiert nicht. Üblich ist ein Studium der Betriebswirtschaft, des internationalen Managements oder ein technisches Studium wie Wirtschaftsingenieurwesen, gefolgt von einigen Jahren im Vertrieb, etwa als Account Manager, Vertriebsinnendienst oder Außendienst. Direkt nach dem Studium wird kaum jemand einen Schlüsselkunden übernehmen; meist geht es über Junior-Positionen oder Trainee-Programme. Auch nach einer kaufmännischen Ausbildung, zum Beispiel als Kaufmann oder Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement, mit Weiterbildung zum Fachwirt und nachweisbaren Vertriebserfolgen ist der Weg möglich. Quereinsteiger aus Produktmanagement, Einkauf oder Anwendungstechnik bringen oft wertvolles Fachwissen mit. Verhandlungssicheres Englisch ist Pflicht, eine weitere Sprache ein Vorteil.

Was der Beruf verlangt

Die Stelle bringt viel Reisetätigkeit mit sich, je nach Unternehmen 30 bis 50 Prozent der Arbeitszeit, mit Übernachtungen, Messen und Terminen in anderen Zeitzonen. Telefonkonferenzen am frühen Morgen oder späten Abend gehören dazu. Die Arbeitszeit ist selten auf 40 Stunden begrenzt, Überstunden sind oft mit dem Gehalt abgegolten. Der Druck ist hoch, weil an einem einzigen Kunden ein erheblicher Teil des Firmenumsatzes hängen kann; geht ein Auftrag verloren, fällt das direkt auf. Ein Teil des Einkommens ist meist an Umsatz- oder Margenziele gekoppelt. Schwer fällt vielen die Position zwischen den Stühlen: Der Kunde fordert niedrigere Preise, das eigene Haus höhere Margen, und die Kolleginnen in den Ländern verfolgen eigene Interessen, ohne dass es Weisungsbefugnis gibt. Gefragt sind Ausdauer, diplomatisches Geschick und ein sicherer Umgang mit Zahlen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, besonders in exportstarken Branchen wie Maschinenbau, Automobilzulieferung, Chemie, Medizintechnik und Konsumgüter. Wer Erfahrung mit großen Handelsketten oder internationalen Industriekunden nachweisen kann, wird gezielt gesucht. Allerdings hängen Stellen von der Konjunktur und von Konzernumbauten ab, etwa wenn Vertriebsstrukturen zentralisiert werden. Entwicklungswege führen zum Head of Key Account Management, zur Vertriebsleitung für eine Region oder zum Global Account Director. Manche wechseln ins Business Development oder auf die Einkaufsseite eines Kunden.

Aufgaben

  • Jahres- und Rahmenvertragsverhandlungen mit Großkunden führen
  • Preise, Rabatte und Konditionen kalkulieren und durchsetzen
  • Account-Pläne und Umsatzprognosen für einzelne Kunden erstellen
  • Lokale Vertriebsteams in verschiedenen Ländern koordinieren
  • Reklamationen und Lieferprobleme mit Logistik und Produktion klären
  • Kundentermine, Messen und Business Reviews im Ausland wahrnehmen
  • Kundendaten und Verkaufschancen im CRM-System pflegen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium oder kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung
  • Mehrjährige Vertriebserfahrung, oft im Business-to-Business-Geschäft
  • Verhandlungssicheres Englisch, weitere Fremdsprachen von Vorteil
  • Verhandlungsgeschick und Sicherheit im Umgang mit Kalkulationen
  • Bereitschaft zu häufigen Dienstreisen und flexiblen Arbeitszeiten
  • Führerschein Klasse B

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen im Maschinen- und Anlagenbau
  • Automobilzulieferer
  • Konsumgüter- und Lebensmittelhersteller
  • Chemie- und Pharmaunternehmen
  • Medizintechnikunternehmen
  • Logistik- und IT-Dienstleister

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Betriebswirtschaft, internationalem Management oder Wirtschaftsingenieurwesen (drei bis fünf Jahre), danach drei bis fünf Jahre Vertriebserfahrung als Account Manager oder im Außendienst. Alternativ führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließender Fachwirt-Weiterbildung und Vertriebspraxis in die Position.

Offene Stellen als International Key Account Manager

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Außendienstmitarbeiter

Betreut ein festes Verkaufsgebiet vor Ort, plant die Touren selbst und verbringt den Arbeitstag überwiegend beim Kunden.

Offene Stellen
29
Monatsbrutto
3.000 – 6.400 €

Business Development Manager

Business Development Manager erschließen neue Märkte, Kunden und Partnerschaften und bereiten Geschäftschancen so vor, dass daraus Umsatz wird.

Offene Stellen
44
Monatsbrutto
3.700 – 8.200 €

Key Account Manager

Verantwortet die wichtigsten Großkunden eines Unternehmens – mit Jahresgesprächen, Konditionsverhandlungen und Umsatzplanung über Jahre.

Offene Stellen
69
Monatsbrutto
4.000 – 8.500 €

Vertriebsleiter

Vertriebsleiter führen das Verkaufsteam eines Unternehmens, legen Umsatzziele und Vertriebsstrategie fest und verantworten, dass diese Ziele erreicht werden. Die Position setzt in der Regel mehrere Jahre Erfahrung im Verkauf voraus.

Offene Stellen
5
Monatsbrutto
4.800 – 14.000 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz