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IT & Software

IT-Sicherheitstechniker

IT-Sicherheitstechniker schützen Netzwerke, Server und Arbeitsplatzrechner von Unternehmen und Behörden vor Angriffen, Datenverlust und Fehlkonfigurationen. Sie richten Schutzsysteme ein, überwachen sie und reagieren auf Sicherheitsvorfälle.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als IT-Sicherheitstechniker verdient

5.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.400 bis 8.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.400 € 3.900 € 4.500 € 46.800 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.000 € 6.000 € 60.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.500 € 8.000 € 78.000 €

Am stärksten wirken Branche, Betriebsgröße und Abschluss: Banken, Versicherungen und große Industriebetriebe mit IG-Metall-Tarif zahlen deutlich mehr als kleine Systemhäuser, Studienabschlüsse liegen meist über der Ausbildung. Im öffentlichen Dienst wird nach TVöD oder TV-L bezahlt, je nach Qualifikation etwa in den Entgeltgruppen E9 bis E12, teils mit IT-Fachkräftezulage; Rufbereitschaft und Schichtzulagen kommen bei Rechenzentren und SOC-Dienstleistern noch hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT-Sicherheitstechniker?

IT-Sicherheitstechniker sorgen dafür, dass die IT eines Betriebs gegen Angriffe und Ausfälle geschützt ist. Sie konfigurieren Firewalls, VPN-Zugänge und Virenschutz, verteilen Sicherheitsupdates auf Server und Clients und verwalten Benutzerrechte, damit nur berechtigte Personen auf bestimmte Daten zugreifen. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Überwachung: Log-Dateien auswerten, Alarme aus einem SIEM-System prüfen, verdächtige E-Mails und Anmeldeversuche untersuchen. Kommt es zu einem Vorfall, etwa einem Schadprogramm auf einem Rechner, isolieren sie betroffene Systeme, sichern Spuren und stellen den Betrieb aus Backups wieder her. Dazu kommen Schwachstellenscans, die Dokumentation von Sicherheitskonzepten nach Vorgaben wie dem BSI-Grundschutz oder ISO 27001 und Schulungen, in denen Beschäftigte lernen, Phishing zu erkennen. Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt, oft im Team mit Administratoren und Sicherheitsbeauftragten.

Wie wird man IT-Sicherheitstechniker?

Einen geschützten Ausbildungsberuf mit genau diesem Namen gibt es nicht. Der häufigste Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker, meist in der Fachrichtung Systemintegration, mit anschließender Spezialisierung auf Sicherheit im Betrieb. Alternativ führt ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit in den Beruf, das sechs bis sieben Semester bis zum Bachelor dauert. Quereinsteiger aus der Systemadministration oder dem IT-Support wechseln häufig über Weiterbildungen und Zertifikate wie CompTIA Security+, Zertifikate von Cisco oder Microsoft und später CISSP oder OSCP. Ohne praktische Erfahrung mit Netzwerken und Betriebssystemen ist der Einstieg allerdings schwer, reine Kurszertifikate reichen Arbeitgebern selten.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf verlangt eine hohe Konzentration bei Routineaufgaben, die selten spektakulär sind: Updates einspielen, Regelwerke pflegen, Protokolle lesen. Fehler fallen oft erst auf, wenn etwas passiert ist, und dann steht die Verantwortung schnell im Raum. Bei Sicherheitsvorfällen wird unter Zeitdruck gearbeitet, auch abends oder am Wochenende. Viele Arbeitgeber, vor allem Rechenzentren und Dienstleister mit Security Operations Center, setzen Rufbereitschaft oder Schichtdienst ein. Die Technik ändert sich ständig, neue Angriffsmethoden und Werkzeuge erfordern laufendes Lernen, häufig auch in der Freizeit. Englischkenntnisse sind nötig, weil Dokumentationen, Warnmeldungen und Fachliteratur fast immer englisch sind. Wer im öffentlichen Dienst oder bei kritischer Infrastruktur arbeitet, muss sich oft einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Gesetzliche Vorgaben wie die NIS-2-Richtlinie verpflichten deutlich mehr Unternehmen zu nachweisbaren Schutzmaßnahmen, und Angriffe mit Erpressungssoftware treffen inzwischen auch kleine Betriebe und Kommunen. Behörden, Banken, Industrie und IT-Dienstleister suchen Fachkräfte, viele Stellen bleiben länger unbesetzt. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung, etwa als Penetrationstester, Analyst in einem Security Operations Center oder Fachkraft für digitale Forensik, oder in koordinierende Rollen wie Informationssicherheitsbeauftragter. Mit Berufserfahrung und einem Studium sind auch Positionen als Sicherheitsarchitekt oder Teamleitung erreichbar. Ein Teil der Arbeit lässt sich im Homeoffice erledigen, bei sensiblen Systemen ist die Anwesenheit vor Ort aber oft Pflicht.

Aufgaben

  • Firewalls, VPN-Zugänge und Virenschutz einrichten und pflegen
  • Sicherheitsupdates auf Servern und Arbeitsplatzrechnern einspielen
  • Log-Dateien und Alarme aus Überwachungssystemen auswerten
  • Benutzerkonten und Zugriffsrechte verwalten
  • Schwachstellenscans durchführen und Ergebnisse bewerten
  • bei Sicherheitsvorfällen betroffene Systeme isolieren und wiederherstellen
  • Sicherheitskonzepte und Maßnahmen dokumentieren
  • Beschäftigte zu Phishing und sicherem Umgang mit IT schulen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene IT-Ausbildung, etwa Fachinformatiker, oder ein Informatikstudium
  • fundierte Kenntnisse in Netzwerktechnik sowie Windows- und Linux-Systemen
  • gutes technisches Englisch
  • Sorgfalt und Konzentration auch bei Routineaufgaben
  • Bereitschaft zu ständiger Weiterbildung und Zertifizierungen
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft oder Schichtdienst je nach Arbeitgeber
  • bei Behörden und kritischer Infrastruktur oft eine bestandene Sicherheitsüberprüfung

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen von Unternehmen aus Industrie und Handel
  • IT-Dienstleister und Systemhäuser
  • Rechenzentren und Security Operations Center
  • Banken und Versicherungen
  • Behörden, Kommunen und öffentliche IT-Dienstleister
  • Energieversorger und Krankenhäuser

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Spezialisierung auf IT-Sicherheit durch Berufspraxis und Zertifikate. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Informatik oder IT-Sicherheit von sechs bis sieben Semestern in den Beruf. Quereinsteiger kommen meist aus der Systemadministration und qualifizieren sich über berufsbegleitende Weiterbildungen.

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