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Handwerk & Produktion

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker Karosserieinstandhaltungstechnik

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker der Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik reparieren Unfallschäden an Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Sie richten, schweißen, kleben und tauschen Karosserieteile und stellen Sicherheit und Form des Fahrzeugs wieder her.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker Karosserieinstandhaltungstechnik verdient

3.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.400 bis 4.600 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.700 € 3.000 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.800 € 4.600 € 45.600 €

Maßgeblich ist, ob der Betrieb an einen der regionalen Tarifverträge für das Kfz-Handwerk gebunden ist; viele kleine Karosseriebetriebe zahlen frei verhandelt und darunter. Höhere Gehälter erreichen vor allem Meister, Werkstattleiter und Spezialisten etwa für Aluminium- oder Hochvoltreparaturen, Autohäuser großer Marken zahlen meist besser als kleine Werkstätten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker?

In der Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik geht es fast immer um beschädigte Fahrzeuge. Nach einem Unfall begutachten die Fachkräfte den Schaden, vermessen die Karosserie und entscheiden gemeinsam mit Meister oder Gutachter, welche Teile gerichtet und welche ersetzt werden. Danach demontieren sie Stoßfänger, Türen, Scheiben und Verkleidungen, ziehen verzogene Rahmen und Längsträger auf der Richtbank zurück in Form, trennen zerstörte Bleche heraus und setzen neue ein. Dabei wird geschweißt, genietet und geklebt, denn moderne Karosserien bestehen aus hochfesten Stählen, Aluminium und Kunststoffen, die jeweils eigene Verfahren verlangen. Kleinere Dellen werden ausgebeult, Kunststoffteile instand gesetzt, Spaltmaße eingestellt. Zum Alltag gehört inzwischen auch, Kameras und Radarsensoren von Fahrerassistenzsystemen nach der Reparatur neu zu kalibrieren und bei Elektro- und Hybridfahrzeugen das Hochvoltsystem sicher abzuschalten. Das Lackieren übernehmen meist Fahrzeuglackierer, die Vorbereitung der Flächen dagegen oft die Karosseriebauer selbst.

Wie wird man Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker?

Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung im Handwerk, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer endet. Gelernt wird im Betrieb und in der Berufsschule, ergänzt durch überbetriebliche Lehrgänge etwa zum Schweißen. Rechtlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Mathematik und Physik helfen beim Vermessen und beim Verständnis von Werkstoffen. Quereinsteiger aus der Metallbearbeitung oder der Kfz-Mechatronik können über eine Umschulung oder die Externenprüfung zum Abschluss kommen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Vieles geschieht im Stehen, in gebückter Haltung oder unter dem Fahrzeug auf der Hebebühne, schwere Teile müssen gehoben werden. Beim Schleifen, Trennen und Schweißen entstehen Lärm, Staub, Funken und Dämpfe, auch mit Klebstoffen und Lösemitteln wird gearbeitet. Schutzausrüstung ist Pflicht, belastend bleibt die Umgebung trotzdem. Gefragt sind Sorgfalt und räumliches Vorstellungsvermögen, denn eine falsch gerichtete Karosserie gefährdet später die Insassen. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt und tagsüber, Samstagsarbeit kommt vor, in Betrieben mit Abschleppdienst auch Bereitschaft. Zeitdruck entsteht, wenn Versicherungen und Kunden auf ihr Fahrzeug warten und Reparaturen nach Vorgabezeiten abgerechnet werden. Die Bezahlung liegt im Handwerk unter der vergleichbarer Berufe in der Industrie.

Aussichten

Unfallschäden gibt es unabhängig von Konjunktur und Antriebsart, deshalb ist die Nachfrage stabil. Viele Betriebe finden kaum Nachwuchs, ausgebildete Fachkräfte haben gute Chancen auf eine Stelle. Weniger Unfälle durch Assistenzsysteme und teurere Ersatzteile verändern das Geschäft, gleichzeitig wird die Reparatur technisch anspruchsvoller. Wer sich weiterentwickeln will, kann die Meisterprüfung im Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk ablegen und einen Betrieb führen oder ausbilden. Weitere Wege sind der staatlich geprüfte Techniker, die Qualifikation zum Kfz-Sachverständigen oder Schadengutachter sowie Spezialisierungen auf Aluminiumreparatur, Hochvolttechnik oder Smart Repair.

Aufgaben

  • Unfallschäden begutachten und Karosserie vermessen
  • Anbauteile, Scheiben und Verkleidungen demontieren und montieren
  • Verzogene Rahmen und Träger auf der Richtbank richten
  • Beschädigte Bleche heraustrennen und neue Teile einschweißen, nieten oder kleben
  • Dellen ausbeulen und Kunststoffteile instand setzen
  • Fahrerassistenzsysteme nach der Reparatur kalibrieren
  • Oberflächen für die Lackierung vorbereiten
  • Spaltmaße einstellen und die Reparatur abschließend prüfen

Voraussetzungen

  • Meist Haupt- oder Realschulabschluss
  • Handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Grundkenntnisse in Mathematik und Physik
  • Körperliche Belastbarkeit, auch für Arbeiten in Zwangshaltung
  • Sorgfalt und Sicherheitsbewusstsein
  • Unempfindlichkeit gegenüber Lärm, Staub und Dämpfen
  • Führerschein Klasse B in vielen Betrieben erwünscht

Wo man arbeitet

  • Karosserie- und Lackierbetriebe
  • Kfz-Werkstätten und Autohäuser mit Karosserieabteilung
  • Unfallinstandsetzungszentren
  • Werkstätten von Fuhrparks und Autovermietungen
  • Abschlepp- und Pannendienste mit Werkstatt

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine duale Ausbildung im Handwerk von dreieinhalb Jahren in der Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik, die mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abschließt. Danach sind Meisterprüfung, Techniker oder Sachverständigenqualifikation möglich.

Offene Stellen als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker Karosserieinstandhaltungstechnik

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