Metallbauer
Metallbauer fertigen und montieren Konstruktionen aus Stahl, Edelstahl und Aluminium – vom Treppengeländer über Tore und Fassaden bis zu Stahlbauteilen für Maschinen und Hallen.
16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Metallbauer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.550 € | 2.850 € | 3.200 € | 34.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.950 € | 3.300 € | 3.700 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.350 € | 3.850 € | 4.450 € | 46.200 € |
Grundlage sind die Tarifverträge des Metallhandwerks, die je nach Landesinnungsverband auseinandergehen, sowie für Einsätze über Personaldienstleister die Tarife von iGZ/BAP mit Branchenzuschlägen der Metall- und Elektroindustrie. In der Industrie nach IG-Metall-Flächentarif liegen die Werte am oberen Rand; Montage- und Schmutzzulagen sowie Auslöse sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Metallbauer ist der klassische Schlosser des Handwerks, und die alte Bezeichnung trifft den Kern noch immer: Er baut aus Blechen, Profilen und Rohren etwas, das hält, schließt oder trägt. Die Ausbildung kennt drei Fachrichtungen. Die Konstruktionstechnik umfasst Treppen, Geländer, Balkone, Vordächer, Tore, Stahl- und Glasfassaden; die Metallgestaltung das kunstschmiedende Ende mit Schmiedearbeiten und Restaurierung; die Nutzfahrzeugbau-Richtung Aufbauten und Anhänger. Im Alltag der meisten Betriebe dominiert die Konstruktionstechnik.
Die Arbeit teilt sich zwischen Werkstatt und Baustelle. In der Werkstatt wird nach Zeichnung zugeschnitten, gebohrt, gekantet und vor allem geschweißt – MAG für Stahl, WIG für Edelstahl und Aluminium, und die passenden Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606 sind in vielen Betrieben die Eintrittskarte für die besseren Aufgaben. Auf der Baustelle wird aufgemessen, gesetzt, verankert und angepasst, oft auf Gerüst oder Hubbühne und bei jedem Wetter. Wer Aufmaß, Zeichnung und Montage selbstständig zusammenbringt, ist im Betrieb schnell der Monteur, dem man eine Baustelle allein überlässt.
In diesem Bestand sieht der Markt anders aus als im Handwerksbetrieb um die Ecke: Die Mehrheit der Anzeigen kommt von Personaldienstleistern, gesucht wird für Einsätze in der Industrie, im Maschinenbau und in der Stahlkonstruktion. Teilzeit kommt in keiner Anzeige vor. Für Bewerber heißt das, genau zu klären, ob ein Einsatz beim Kundenbetrieb mit Übernahmeperspektive gemeint ist oder eine Festanstellung beim Handwerksbetrieb selbst – Bezahlung, Arbeitsweg und Montagetätigkeit unterscheiden sich deutlich.
Der Beruf ist körperlich: Heben, Schweißrauch, Lärm, Arbeit in Zwangshaltung und in der Höhe. Dafür ist er breit einsetzbar, denn wer Metallbau gelernt hat, findet Stellen im Stahlbau, in der Instandhaltung von Industrieanlagen, im Fassadenbau und im Anlagenbau. Der Meister im Metallbauerhandwerk ist der Weg in die Werkstattleitung und die Voraussetzung für einen eigenen Betrieb.
Aufgaben
- Konstruktionen nach technischer Zeichnung zuschneiden, bohren, kanten und biegen
- Bauteile aus Stahl, Edelstahl und Aluminium schweißen und verbinden
- Treppen, Geländer, Tore, Vordächer und Fassadenelemente fertigen
- Aufmaß auf der Baustelle nehmen und Maße in die Fertigung übertragen
- Bauteile beim Kunden montieren, verankern und ausrichten
- Oberflächen vorbereiten und Korrosionsschutz aufbringen
- Bestehende Metallkonstruktionen warten, reparieren und nachrüsten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Metallbauer oder vergleichbare Metallausbildung
- Schweißkenntnisse, idealerweise mit gültiger Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606
- Sicheres Lesen technischer Zeichnungen
- Körperliche Belastbarkeit und Schwindelfreiheit für Montagearbeiten
- Führerschein Klasse B, für Montagefahrzeuge mit Anhänger oft BE
- Bereitschaft zu Montageeinsätzen außerhalb des Betriebs
Wo man arbeitet
- Metallbau- und Schlossereibetriebe im Handwerk
- Stahlbau- und Fassadenbauunternehmen
- Maschinen- und Anlagenbau
- Instandhaltung in Industriebetrieben
- Personaldienstleister mit Einsätzen in der Industrie
Der Weg in den Beruf
Dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk in einer der Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Die Industrie bildet den verwandten Konstruktionsmechaniker aus. Schweißerprüfungen werden meist während oder nach der Ausbildung über Schweißtechnische Lehranstalten erworben. Aufstieg über den Meister im Metallbauerhandwerk oder den staatlich geprüften Techniker für Metallbautechnik; beide sind über das Aufstiegs-BAföG förderfähig.
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