Kaufmann/-frau für Dialogmarketing
Kaufleute für Dialogmarketing planen und steuern Kundenkontakte per Telefon, E-Mail, Chat und soziale Medien. Sie beraten und verkaufen selbst, organisieren aber vor allem Projekte, Teams und Abläufe in Kundenservice- und Kontaktcentern.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kaufmann/-frau für Dialogmarketing verdient
3.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 4.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.600 € | 3.000 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.900 € | 4.800 € | 46.800 € |
Entscheidend ist, ob man bei einem externen Callcenter-Dienstleister arbeitet, wo Tarifverträge selten sind und oft nur knapp über Mindestlohn gezahlt wird, oder im internen Service eines Unternehmens, das etwa nach dem Tarifvertrag der Deutschen Telekom, dem Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe oder dem Tarifvertrag für das private Bankgewerbe bezahlt. Schichtzulagen, Verkaufsprovisionen und der Wechsel in Team- oder Projektleitung erhöhen das Einkommen deutlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Kauffrau oder ein Kaufmann für Dialogmarketing?
Der Beruf ist im Umfeld von Kundenservice- und Kontaktcentern angesiedelt, die im Auftrag von Unternehmen oder als interne Abteilung Kundenanfragen bearbeiten und Produkte verkaufen. Ein Teil der Arbeit besteht aus direktem Kundenkontakt: Anrufe entgegennehmen, Beschwerden klären, Verträge erläutern, Tarife verkaufen, Chats und E-Mails beantworten. Der größere Teil betrifft die Organisation dahinter. Kaufleute für Dialogmarketing kalkulieren Angebote für Auftraggeber, planen den Personaleinsatz nach erwartetem Anrufaufkommen, schreiben Gesprächsleitfäden, werten Kennzahlen wie Erreichbarkeit, Bearbeitungszeit und Abschlussquote aus und schulen neue Mitarbeitende. Sie stimmen sich mit Kunden des Centers ab, berichten über den Stand eines Projekts und passen Abläufe an, wenn Ziele verfehlt werden. Dazu kommen kaufmännische Aufgaben wie Rechnungsprüfung, Kostenkontrolle und die Einhaltung des Datenschutzes.
Wie wird man Kauffrau oder Kaufmann für Dialogmarketing?
Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung von drei Jahren, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Abschluss oder Abitur ein. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Wer bereits die zweijährige Ausbildung zur Servicefachkraft für Dialogmarketing abgeschlossen hat, kann diese in der Regel auf die dreijährige anrechnen lassen. Quereinsteigende kommen häufig als Agentinnen und Agenten ohne einschlägige Ausbildung in ein Kontaktcenter und holen den Abschluss später über eine Externenprüfung bei der IHK nach.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm mit Headset statt, oft in Großraumbüros. Viele Center sind von früh bis spät und auch samstags erreichbar, daher sind Schichtdienst und Wochenendarbeit verbreitet. Die Leistung wird laufend gemessen: Gesprächsdauer, Wartezeiten und Verkaufsquoten stehen auf Auswertungen, und der Druck, Vorgaben zu erreichen, ist in vielen Betrieben hoch. Unfreundliche oder verärgerte Kundinnen und Kunden gehören zum Alltag und verlangen Geduld und eine dicke Haut. Wer in die Steuerung wechselt, trägt Verantwortung für Teams mit hoher Fluktuation und muss Personal häufig kurzfristig umplanen. Die Bezahlung liegt besonders bei externen Dienstleistern unter dem Niveau vieler anderer kaufmännischer Berufe. Homeoffice ist inzwischen in vielen Centern möglich, was die Belastung durch Großraumbüros mindert.
Aussichten
Kontaktcenter suchen fortlaufend Personal, weil viele Beschäftigte die Branche nach kurzer Zeit wieder verlassen. Gleichzeitig verändern Chatbots, Sprachautomatisierung und Self-Service-Portale den Beruf: Einfache Anfragen fallen zunehmend weg, gefragt sind Fachkräfte, die komplexe Fälle lösen, digitale Kanäle betreuen und automatisierte Abläufe einrichten und überwachen. Mit Erfahrung sind Aufstiege zur Teamleitung, in die Personaleinsatzplanung, ins Qualitätsmanagement oder in die Projektleitung üblich. Fortbildungen wie Fachwirt für Dialogmarketing oder Betriebswirt bereiten auf Leitungsaufgaben vor, ebenso ein berufsbegleitendes Studium etwa in Marketing oder Betriebswirtschaft. Die Kenntnisse lassen sich auch in den Vertrieb, ins Beschwerdemanagement oder in Marketingabteilungen mitnehmen.
Aufgaben
- Kundenanfragen per Telefon, E-Mail und Chat bearbeiten
- Produkte und Verträge am Telefon verkaufen
- Personaleinsatz nach erwartetem Anrufaufkommen planen
- Kennzahlen wie Erreichbarkeit und Abschlussquote auswerten
- Gesprächsleitfäden und Schulungsunterlagen erstellen
- Angebote für Auftraggeber kalkulieren und Projekte abrechnen
- Neue Mitarbeitende einarbeiten und Gespräche coachen
- Datenschutz- und Wettbewerbsregeln bei Kampagnen beachten
Voraussetzungen
- In der Regel mittlerer Schulabschluss oder Abitur
- Sicheres mündliches und schriftliches Deutsch, oft Englisch
- Freundlichkeit und Belastbarkeit im Umgang mit verärgerten Kunden
- Kaufmännisches Verständnis und Umgang mit Zahlen
- Sichere Bedienung von PC, CRM-Systemen und Tabellenkalkulation
- Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendarbeit
Wo man arbeitet
- Externe Callcenter- und Kundenservice-Dienstleister
- Interne Kundenservicecenter von Telekommunikationsunternehmen
- Versicherungen und Banken
- Energieversorger
- Versand- und Onlinehandel
- Direktmarketing- und Werbeagenturen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung in einem Kontaktcenter und an der Berufsschule, die mit der IHK-Prüfung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Dialogmarketing endet. Die zweijährige Ausbildung zur Servicefachkraft für Dialogmarketing kann angerechnet werden. Erfahrene Quereinsteigende können den Abschluss über die Externenprüfung nachholen.
Offene Stellen als Kaufmann/-frau für Dialogmarketing
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AUSBILDUNGSSTELLE KAUFMANN/-FRAU FÜR DIALOGMARKETING (m/w/d)
Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Dialogmarketing
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