Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel Zoo
Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Zoofachhandel beraten Kundschaft zu Tierfutter, Zubehör und Tierhaltung, pflegen lebende Tiere im Laden und kümmern sich um Warenbestand, Kasse und Verkaufsfläche.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel Zoo verdient
2.750 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.400 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.450 € | 2.800 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.450 € | 2.750 € | 3.200 € | 33.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.900 € | 3.500 € | 4.400 € | 42.000 € |
Entscheidend ist, ob der Betrieb nach den regionalen Tarifverträgen des Einzelhandels (ver.di und Handelsverband) zahlt; viele Zoofachmärkte und Franchise-Filialen sind nicht tarifgebunden und zahlen spürbar weniger. Höhere Gehälter gibt es vor allem mit Filial- oder Abteilungsleitung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kaufmann oder eine Kauffrau im Einzelhandel Zoo?
Der Alltag in einem Zoofachgeschäft besteht aus zwei Teilen: Handel und Tierpflege. Auf der Verkaufsfläche geht es um Futter, Streu, Käfige, Aquarien, Leinen und Pflegeprodukte. Kaufleute beraten zur passenden Ernährung für einen Hund mit Allergie, erklären, welches Terrarium eine Bartagame braucht, oder rechnen aus, wie groß ein Gehege für zwei Kaninchen sein muss. Dazu kommen die üblichen Aufgaben im Einzelhandel: Ware annehmen und auf Schäden prüfen, Regale auffüllen, Preise auszeichnen, Bestellungen vorbereiten, an der Kasse abrechnen und Reklamationen bearbeiten.
Wo lebende Tiere verkauft werden, gehören deren Versorgung und Kontrolle zum festen Tagesablauf: Becken reinigen, Wasserwerte messen, füttern, Käfige ausmisten und auf Krankheitszeichen achten. Beim Verkauf eines Tieres gehört auch dazu, Kundschaft abzuraten, wenn Haltungsbedingungen erkennbar nicht passen. Je nach Betrieb übernehmen Kaufleute auch die Planung von Aktionen, die Warenpräsentation oder die Auswertung von Umsatzzahlen.
Wie wird man Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel Zoo?
Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel in einem Zoofachgeschäft. Gelernt wird im Betrieb und in der Berufsschule, die Prüfung findet vor der Industrie- und Handelskammer statt. Eine Alternative ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder zur Verkäuferin, die sich später um ein drittes Jahr verlängern lässt. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten aber mindestens einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss.
Wer gewerbsmäßig mit Wirbeltieren handelt, braucht nach dem Tierschutzgesetz eine behördliche Erlaubnis, für die ein Sachkundenachweis verlangt wird. Diesen erwerben viele Beschäftigte in Kursen und einer Prüfung beim Veterinäramt, häufig mit Unterstützung des Betriebs. Quereinstieg ist möglich, besonders für Menschen mit Erfahrung in der Tierhaltung oder im Verkauf.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengender, als es der Verkaufsraum vermuten lässt. Futtersäcke von 15 Kilogramm, Streupakete und Kartons mit Dosen werden täglich getragen, dazu kommen viele Stunden im Stehen. Bei der Tierpflege fallen Gerüche, Schmutz und nasse Hände an, wer eine Allergie gegen Tierhaare oder Heustaub hat, wird es schwer haben.
Gearbeitet wird zu Ladenöffnungszeiten, also auch abends und samstags. Tiere müssen auch an Sonn- und Feiertagen versorgt werden, was in manchen Betrieben Einsätze außerhalb der Öffnungszeiten bedeutet. Belastend kann der Umgang mit kranken oder sterbenden Tieren sein, ebenso Kundschaft, die Ratschläge zur artgerechten Haltung nicht annehmen will. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich des Einzelhandels, viele Filialen großer Ketten zahlen nicht nach Tarif.
Aussichten
Die Zahl der Heimtiere in Deutschland ist hoch, und die Ausgaben für Futter und Zubehör steigen seit Jahren. Fachkräfte werden gesucht, vor allem solche, die Beratung zu Aquaristik, Terraristik oder Ernährung leisten können. Gleichzeitig verlagert sich ein Teil des Geschäfts in den Onlinehandel, und große Fachmarktketten setzen stärker auf Futter und Zubehör als auf den Verkauf lebender Tiere.
Nach einigen Jahren ist der Aufstieg zur stellvertretenden Leitung oder Filialleitung möglich. Fortbildungen wie Handelsfachwirt oder Fachkaufmann für Einkauf eröffnen Wege in Einkauf, Bezirksleitung oder Franchise-Selbstständigkeit. Auch der Wechsel in den Außendienst von Futtermittelherstellern kommt vor.
Aufgaben
- Kundschaft zu Futter, Zubehör und artgerechter Tierhaltung beraten
- Lebende Tiere füttern, Gehege und Becken reinigen und Wasserwerte prüfen
- Ware annehmen, kontrollieren und in Regale einräumen
- Preise auszeichnen und Verkaufsflächen gestalten
- An der Kasse abrechnen und Reklamationen bearbeiten
- Bestände prüfen und Nachbestellungen vorbereiten
- Tiere auf Krankheitszeichen beobachten und Auffälligkeiten melden
Voraussetzungen
- In der Regel Hauptschul- oder mittlerer Schulabschluss
- Sachkundenachweis nach § 11 Tierschutzgesetz für den Handel mit Wirbeltieren, oft während der Ausbildung erworben
- Interesse an Tieren und Bereitschaft, sich in Haltung und Ernährung vieler Arten einzuarbeiten
- Körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und langes Stehen
- Keine Allergie gegen Tierhaare, Heu oder Streu
- Freundlicher, sicherer Umgang mit Kundschaft, auch in Konfliktsituationen
Wo man arbeitet
- Zoofachmärkte großer Handelsketten
- Inhabergeführte Zoofachgeschäfte
- Aquaristik- und Terraristikfachhandel
- Bau- und Gartenmärkte mit Zooabteilung
- Onlinehandel für Heimtierbedarf
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel in einem Zoofachgeschäft mit Abschlussprüfung vor der IHK. Wer lebende Wirbeltiere verkauft, braucht zusätzlich den Sachkundenachweis nach Tierschutzgesetz, der über Kurs und Prüfung beim Veterinäramt erworben wird.
Offene Stellen als Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel Zoo
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