Zum Inhalt springen
Logistik & Verkehr

Fachkraft für Lagerlogistik

Fachkräfte für Lagerlogistik planen und steuern Warenein- und -ausgang, Lagerung und Versand und halten die Bestände im System korrekt.

103 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Fachkraft für Lagerlogistik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.650 € 2.900 € 3.150 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 2.850 € 3.150 € 3.500 € 37.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.050 € 3.400 € 3.850 € 40.800 €

Grundlage sind die Facharbeitergruppen der Tarife im Groß- und Außenhandel, im Einzelhandel und in Spedition und Logistik sowie die Entgeltgruppen für Fachkräfte im Zeitarbeitstarif von iGZ und BAP. Die Werte gelten für ausgelernte Fachkräfte in Vollzeit; Industriebetriebe mit Metall- oder Chemietarif zahlen spürbar mehr, Schichtzuschläge sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Die Fachkraft für Lagerlogistik ist der dreijährige Ausbildungsberuf des Lagers und damit mehr als ein Lagerhelfer mit Abschluss. Sie nimmt Ware nicht nur an, sondern prüft Mengen und Qualität, klärt Abweichungen mit Lieferanten und Spediteuren, wählt Lagerplätze nach Umschlagshäufigkeit und Lagerbedingungen und plant Touren und Verladungen. Im Versand stellt sie Sendungen zusammen, wählt Verpackung und Versandart, erstellt Frachtpapiere und berücksichtigt dabei Gefahrgutvorschriften oder Zollformalitäten, wo sie anfallen.

Der größte Unterschied zu angelernten Lagertätigkeiten liegt im System. Warenwirtschaft und Lagerverwaltung sind heute digital, und die Fachkraft ist diejenige, die Buchungen korrigiert, Bestandsdifferenzen nachgeht, Inventuren vorbereitet und Kennzahlen wie Liefertreue oder Kommissionierfehler im Blick behält. In vielen Betrieben leitet sie Helfer an, teilt Schichten ein und ist erste Ansprechperson für Staplerfahrer und Kommissionierer.

In diesem Bestand ist gut die Hälfte der Anzeigen Ausbildungsplätze, ausgeschrieben unter anderem von Elektronik-Fachmarktketten, Industrie und Handel. Die übrigen Stellen für ausgelernte Fachkräfte kommen zu einem großen Teil von Personaldienstleistern. Teilzeit ist selten. Für Berufseinsteiger ist das eine gute Lage: Betriebe bilden aus, weil Fachkräfte im Lager fehlen, und die Übernahmechancen nach der Prüfung sind entsprechend.

Der Beruf hat einen kleinen Bruder: Der Fachlagerist lernt zwei Jahre und kann die Ausbildung um ein drittes Jahr zur Fachkraft verlängern. Nach oben geht es über die Fortbildung zum Geprüften Logistikmeister oder Fachwirt für Logistiksysteme, über die Lagerleitung oder in die Disposition. Mit dem Wachstum des Onlinehandels hat sich das Berufsbild in Richtung Automatisierung verschoben: Shuttlesysteme, Fördertechnik und Pick-by-Light verlangen Fachkräfte, die Anlagen verstehen und Störungen zumindest einordnen können.

Aufgaben

  • Wareneingang prüfen und Abweichungen klären
  • Ware sachgerecht einlagern und Lagerplätze vergeben
  • Bestände im Lagerverwaltungssystem führen und Differenzen klären
  • Aufträge kommissionieren, verpacken und Versand planen
  • Fracht- und Begleitpapiere erstellen, auch für Gefahrgut
  • Inventuren vorbereiten und durchführen
  • Lagerhelfer anleiten und Arbeitsabläufe organisieren
  • Flurförderzeuge sicher bedienen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik
  • Sicherer Umgang mit Warenwirtschaft und Lagerverwaltungssoftware
  • Staplerschein
  • Organisationsgeschick und Sorgfalt
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit
  • Für Gefahrgut die entsprechende Unterweisung oder Schulung

Wo man arbeitet

  • Logistikzentren von Handel und Onlinehandel
  • Industriebetriebe mit eigenem Lager
  • Speditionen und Kontraktlogistiker
  • Großhandel
  • Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen

Der Weg in den Beruf

Dreijährige duale Ausbildung mit Prüfung vor der IHK; einen bestimmten Schulabschluss schreibt die Ausbildungsordnung nicht vor, die meisten Betriebe erwarten mindestens den Hauptschulabschluss. Wer bereits Fachlagerist ist, steigt ins dritte Jahr ein. Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem Tarif der Branche, in der ausgebildet wird, etwa Handel, Spedition oder Industrie, und liegt entsprechend unterschiedlich hoch. Fortbildungen führen zum Geprüften Logistikmeister oder Fachwirt für Logistiksysteme.

Offene Stellen als Fachkraft für Lagerlogistik

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Berufskraftfahrer

Berufskraftfahrer befördern Güter oder Fahrgäste mit Lkw oder Bus, sind für Fahrzeug und Ladung verantwortlich und kennen die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten.

Offene Stellen
18
Monatsbrutto
2.550 – 3.850 €

Fachlagerist

Fachlageristen nehmen Waren an, lagern sie fachgerecht ein, kommissionieren Aufträge und bereiten den Versand vor – mit zweijähriger Ausbildung.

Offene Stellen
54
Monatsbrutto
2.550 – 3.400 €

Lagermitarbeiter

Lagermitarbeiter nehmen Ware an, lagern sie ein, stellen Aufträge zusammen und bereiten Sendungen für den Versand vor.

Offene Stellen
141
Monatsbrutto
2.450 – 3.250 €

Staplerfahrer

Staplerfahrer bewegen Paletten und schwere Lasten mit Gabelstaplern, be- und entladen Lkw und versorgen Produktion und Lager mit Material.

Offene Stellen
140
Monatsbrutto
2.500 – 3.350 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz