KFZ-Mechaniker/-Meister, mit
Kfz-Mechatronikerinnen und -Mechatroniker warten, prüfen und reparieren Pkw, Nutzfahrzeuge oder Motorräder, von der Bremse bis zur Fahrzeugelektronik. Mit dem Meistertitel kommen Werkstattleitung, Ausbildung und das Recht hinzu, einen eigenen Betrieb zu führen.
7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als KFZ-Mechaniker/-Meister, mit verdient
3.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.400 bis 5.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 € | 2.700 € | 3.100 € | 32.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.700 € | 38.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 4.000 € | 5.000 € | 48.000 € |
Im Kfz-Handwerk gelten regionale Tarifverträge zwischen den Landesverbänden des Kfz-Gewerbes und der IG Metall, viele kleinere freie Werkstätten sind aber nicht tarifgebunden und zahlen deutlich weniger. Am meisten verdienen Fachkräfte bei Herstellern, im Nutzfahrzeugbereich und mit Meistertitel in der Werkstattleitung, wo teils nach dem Tarif der Metall- und Elektroindustrie bezahlt wird.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Meister?
Der Arbeitstag beginnt meist mit dem Auftrag am Annahmeschalter: Inspektion nach Herstellervorgabe, ein klapperndes Fahrwerk, eine leuchtende Warnlampe. In der Werkstatt wird das Fahrzeug auf die Hebebühne gestellt, der Fehlerspeicher mit dem Diagnosegerät ausgelesen, Bremsbeläge und Scheiben geprüft, Öl und Filter gewechselt, Reifen montiert und Achsen vermessen. Ein wachsender Teil der Arbeit findet am Laptop statt: Steuergeräte programmieren, Assistenzsysteme kalibrieren, Software-Updates aufspielen. Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen kommen Arbeiten an Hochvoltsystemen hinzu, die nur mit eigener Qualifikation erlaubt sind. Viele Betriebe bereiten Fahrzeuge auch für die Hauptuntersuchung vor oder führen Abgasuntersuchungen selbst durch. Der Kfz-Meister übernimmt zusätzlich die Organisation: Aufträge verteilen, Kostenvoranschläge erstellen, mit Kundschaft über Reparaturen und Garantiefälle sprechen, Auszubildende anleiten und die Qualität der Arbeit abnehmen.
Wie wird man Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Meister?
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Sie dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Gewählt wird ein Schwerpunkt, etwa Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik oder Karosserietechnik. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten aber mindestens einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss. Nach der Gesellenprüfung kann die Meisterprüfung abgelegt werden, in Vollzeit an einer Meisterschule in rund einem Jahr oder berufsbegleitend in zwei bis drei Jahren. Das Aufstiegs-BAföG übernimmt einen Teil der Kosten. Quereinsteiger aus verwandten Metall- oder Elektroberufen können über eine verkürzte Ausbildung oder eine Externenprüfung zum Abschluss kommen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich. Viel Zeit wird im Stehen verbracht, oft mit erhobenen Armen unter der Hebebühne oder gebückt im Motorraum. Öl, Kälte im Winter, Lärm und schmutzige Hände gehören dazu, Rückenbeschwerden sind in späteren Berufsjahren verbreitet. Gleichzeitig steigt der Anteil an Elektronik und Software stetig, wer nicht regelmäßig Schulungen besucht, verliert den Anschluss. Die Arbeitszeiten liegen meist tagsüber an Werktagen, Samstagsdienste sind in vielen Autohäusern üblich, im Nutzfahrzeugbereich und beim Pannendienst auch Bereitschaft. Zeitdruck entsteht durch fest kalkulierte Arbeitswerte und Kundschaft, die ihr Auto am selben Tag zurück möchte. Meister tragen Verantwortung für Fehler im Betrieb und müssen auch mit verärgerten Kunden umgehen können.
Aussichten
Qualifizierte Fachkräfte werden in fast allen Regionen gesucht, viele Werkstätten finden kaum Nachwuchs. Der Wandel zur Elektromobilität verändert den Beruf: Weniger Verschleißteile bedeuten langfristig weniger klassische Reparaturen, Diagnose, Hochvolttechnik und Software gewinnen dafür an Gewicht. Wer sich hier weiterbildet, bleibt gefragt. Entwicklungswege führen zum Serviceberater, Kfz-Meister oder Werkstattleiter, zum Kfz-Sachverständigen, in den technischen Außendienst von Herstellern und Zulieferern oder über ein Studium der Fahrzeugtechnik ins Ingenieurwesen. Mit dem Meistertitel ist auch die Gründung einer eigenen Werkstatt möglich.
Aufgaben
- Fehlerspeicher mit dem Diagnosegerät auslesen und Fehlerursachen eingrenzen
- Inspektionen nach Herstellervorgaben durchführen
- Bremsen, Fahrwerk, Kupplung und Abgasanlage instand setzen
- Steuergeräte programmieren und Fahrerassistenzsysteme kalibrieren
- Hochvoltsysteme an Elektro- und Hybridfahrzeugen prüfen und freischalten
- Fahrzeuge für Haupt- und Abgasuntersuchung vorbereiten
- Kostenvoranschläge erstellen und Reparaturen mit Kundschaft besprechen
- Werkstattaufträge verteilen und Auszubildende anleiten (als Meister)
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, für den Meistertitel zusätzlich die Meisterprüfung
- Technisches Verständnis und Grundkenntnisse in Elektrik und Elektronik
- Sicherer Umgang mit Diagnosesoftware und Computern
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeit im Stehen, über Kopf und in gebückter Haltung
- Sorgfalt, da Fehler an Bremsen oder Lenkung sicherheitsrelevant sind
- Führerschein Klasse B, im Nutzfahrzeugbereich oft auch C
- Hochvolt-Qualifikation für Arbeiten an Elektrofahrzeugen
Wo man arbeitet
- Markengebundene Autohäuser und Vertragswerkstätten
- Freie Kfz-Werkstätten
- Nutzfahrzeug- und Busbetriebe
- Prüforganisationen und Pannendienste
- Fuhrparks von Unternehmen und Behörden
- Kfz-Hersteller und Zulieferer
Der Weg in den Beruf
Die duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker dauert dreieinhalb Jahre und schließt mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab. Danach ist die Meisterprüfung im Kfz-Techniker-Handwerk möglich, in Vollzeit in etwa einem Jahr oder berufsbegleitend in zwei bis drei Jahren.
Offene Stellen als KFZ-Mechaniker/-Meister, mit
In der Suche fortsetzenKFZ-Mechaniker/-Meister, mit Standortverantwortung (m/w/d) PK 5463
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