Zweiradmechatroniker
Wartet und repariert Motorräder, Fahrräder und E-Bikes – Mechanik, Elektronik und Antriebstechnik im Kleinen.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Zweiradmechatroniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.350 € | 2.550 € | 2.800 € | 30.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 2.950 € | 3.250 € | 35.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.150 € | 3.450 € | 4.000 € | 41.400 € |
Tarifbindung ist im Zweiradhandwerk schwach ausgeprägt; die Vergütung liegt in der Regel unter der Kfz-Technik. Saisonspitzen bringen Überstunden; Herstellerzertifikate für Elektroantriebe heben die Spanne merklich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Zweiradmechatroniker arbeitet an Fahrzeugen, deren Technik sich in den letzten Jahren stark verändert hat. Die Ausbildung kennt zwei Fachrichtungen, und sie führen in verschiedene Welten: Fahrradtechnik und Motorradtechnik.
In der Fahrradtechnik hat der elektrische Antrieb alles verschoben. Ein E-Bike ist ein Fahrzeug mit Motor, Akku, Steuerung, Sensorik und Software; Diagnose läuft über Herstellersysteme, Firmware wird aktualisiert, Akkus verlangen eigene Vorschriften bei Lagerung, Transport und Entsorgung. Dazu die klassische Mechanik: Laufräder einspeichen und zentrieren, Schaltung und Bremsen einstellen, Federelemente warten, Rahmen prüfen.
In der Motorradtechnik geht es um Verbrennungs- und zunehmend Elektroantriebe, Fahrwerk, Bremsen mit Assistenzsystemen, Abgasuntersuchung, Umbauten mit Eintragungspflicht. Beide Richtungen verbindet die Saison: Frühjahr und Sommer sind die Hochphase, im Winter wird gewartet und eingelagert. Der Beruf ist handwerklich ungewöhnlich vielseitig, die Betriebe sind meist klein, und die Bezahlung liegt unter der Kfz-Technik – wer bleibt, tut es häufig aus Neigung zum Produkt.
Aufgaben
- Wartungen und Inspektionen an Zweirädern durchführen
- Fehler an Antrieb, Elektrik und Elektronik diagnostizieren
- Laufräder aufbauen, zentrieren und Bremsen einstellen
- Elektroantriebe und Akkusysteme prüfen und tauschen
- Motoren, Fahrwerke und Getriebe instand setzen
- Umbauten ausführen und Eintragungen vorbereiten
- Kunden beraten und Fahrzeuge übergeben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Zweiradmechatroniker
- Kenntnisse in Elektronik und Diagnose
- Sorgfalt bei sicherheitsrelevanten Bauteilen
- Qualifikation für Arbeiten an Akkusystemen von Vorteil
- Bereitschaft zu Saisonspitzen und Samstagsdiensten
- Führerschein Klasse B, Klasse A von Vorteil
Wo man arbeitet
- Fahrrad- und Motorradfachgeschäfte
- Werkstattketten und Onlinehändler mit Service
- Hersteller und Importeure
- Verleih- und Sharing-Anbieter
- Kommunale Fuhrparks mit Dienstradflotten
Der Weg in den Beruf
Dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk mit Wahl der Fachrichtung Fahrrad- oder Motorradtechnik. Das Zweiradmechanikerhandwerk ist zulassungspflichtig; für die Selbstständigkeit ist der Meisterbrief nötig. Herstellerzertifizierungen für die verbreiteten E-Bike-Antriebe und für Hochvoltarbeiten an Elektromotorrädern sind auf dem Arbeitsmarkt der wirksamste Zusatz.
Offene Stellen als Zweiradmechatroniker
In der Suche fortsetzenAusbildung zum Zweiradmechatroniker - Fahrradtechnik (uvG)
Ausbildung zum/ zur Zweiradmechatroniker (all genders)
Zweiradmechatroniker (m/w/d)
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