Kfz-Mechatroniker für PKW
Kfz-Mechatroniker für PKW warten, prüfen und reparieren Personenwagen, von der Inspektion über die Fehlerdiagnose am Steuergerät bis zur Arbeit an Hochvolt-Antrieben. Sie arbeiten in Autohäusern, freien Werkstätten und Servicebetrieben.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kfz-Mechatroniker für PKW verdient
3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.100 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.700 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € |
Ob ein Betrieb nach dem regional abgeschlossenen Tarifvertrag für das Kfz-Handwerk (IG Metall mit den Kfz-Landesinnungsverbänden) zahlt, macht den größten Unterschied; viele kleinere freie Werkstätten sind nicht tarifgebunden und zahlen deutlich weniger als große Autohäuser. Zusätzlich hängt das Gehalt von der Region, Diagnose- und Hochvoltqualifikationen sowie von einem Meistertitel oder einer Serviceleitung ab.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kfz-Mechatroniker für PKW?
Der Arbeitstag beginnt meist mit einem Auftrag aus der Annahme: Inspektion nach Herstellervorgabe, ein Geräusch an der Vorderachse, eine Warnleuchte im Kombiinstrument. Bei Routinearbeiten wechseln Kfz-Mechatroniker Öl, Filter, Bremsbeläge und Reifen, prüfen Flüssigkeitsstände, Beleuchtung und Fahrwerk. Ein großer Teil der Arbeit ist inzwischen Diagnose: Der Tester wird an die Fahrzeugschnittstelle angeschlossen, Fehlerspeicher werden ausgelesen, Messwerte mit dem Multimeter oder Oszilloskop überprüft und Steuergeräte neu programmiert. Dazu kommen Arbeiten an Motor, Getriebe, Kupplung, Klimaanlage und Fahrerassistenzsystemen, deren Kameras und Radarsensoren nach einer Reparatur neu kalibriert werden müssen. Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen gehört das spannungsfreie Schalten des Hochvoltsystems dazu. Viele Betriebe bereiten außerdem Fahrzeuge auf die Hauptuntersuchung vor, dokumentieren jede Arbeit im Werkstattsystem und erklären Kundinnen und Kunden, was gemacht wurde und was als Nächstes ansteht.
Wie wird man Kfz-Mechatroniker für PKW?
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik. Sie dauert dreieinhalb Jahre, findet im Betrieb und in der Berufsschule statt und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten aber mindestens einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss mit soliden Noten in Mathematik und Physik. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Quereinsteiger aus verwandten Metall- oder Elektroberufen können über eine Umschulung oder eine verkürzte Ausbildung in den Beruf wechseln. Für Arbeiten an Elektrofahrzeugen sind zusätzliche Hochvolt-Schulungen nötig, die oft schon in die Ausbildung eingebunden sind.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich fordernd. Vieles geschieht im Stehen unter der Hebebühne, über Kopf oder in gebückter Haltung im Motorraum. Hände und Kleidung werden schmutzig, es gibt Kontakt mit Öl, Bremsstaub und Kühlmittel, im Winter ist die Halle oft kühl. Schichtarbeit ist selten, die Arbeitszeiten liegen meist zwischen früh morgens und frühem Abend, Samstagsdienste kommen in vielen Betrieben vor. Zeitdruck entsteht durch Vorgabezeiten der Hersteller und Kunden, die ihr Auto am selben Tag zurückwollen. Hinzu kommt, dass sich die Technik schnell ändert: Wer nicht regelmäßig Schulungen besucht, kann moderne Fahrzeuge bald nicht mehr diagnostizieren. Die Bezahlung liegt im Vergleich zu Industrieberufen mit ähnlicher Ausbildungsdauer eher niedrig, weshalb viele Fachkräfte nach einigen Jahren in die Industrie oder zu Prüforganisationen wechseln.
Aussichten
Fachkräfte werden gesucht, viele Werkstätten finden kaum Nachwuchs. Der Wandel zur Elektromobilität verringert zwar Arbeiten an Motor und Abgasanlage, erhöht aber den Bedarf an Diagnose-, Elektronik- und Hochvoltkenntnissen. Wer sich weiterbildet, hat mehrere Wege: zum Kfz-Servicetechniker, zum Kfz-Techniker-Meister mit der Möglichkeit, einen eigenen Betrieb zu führen, zum Serviceberater in der Annahme oder zum staatlich geprüften Techniker. Mit Zusatzqualifikation ist auch die Tätigkeit als Prüfingenieur bei einer Prüforganisation oder ein Studium der Fahrzeugtechnik möglich.
Aufgaben
- Inspektionen und Wartungen nach Herstellervorgabe durchführen
- Fehlerspeicher auslesen und elektrische Fehler mit Messgeräten eingrenzen
- Bremsen, Fahrwerk, Kupplung und Abgasanlage instand setzen
- Steuergeräte programmieren und Fahrerassistenzsysteme kalibrieren
- Hochvoltsysteme an Elektro- und Hybridfahrzeugen spannungsfrei schalten und prüfen
- Fahrzeuge für die Hauptuntersuchung vorbereiten
- Reifen wechseln, einlagern und Räder auswuchten
- Arbeiten dokumentieren und Kunden über Befunde informieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik
- Technisches Verständnis für Mechanik, Elektrik und Elektronik
- Bereitschaft zu regelmäßigen Schulungen, etwa Hochvolt-Qualifizierung
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten im Stehen und über Kopf
- Sorgfalt bei sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Bremsen und Lenkung
- Führerschein der Klasse B, in den meisten Betrieben erwartet
Wo man arbeitet
- Autohäuser und markengebundene Vertragswerkstätten
- Freie Kfz-Werkstätten
- Werkstattketten und Reifen-Servicebetriebe
- Fuhrpark- und Flottenbetriebe
- Prüforganisationen und Pannendienste
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer endet. Danach sind Weiterbildungen zum Kfz-Servicetechniker, zum Kfz-Techniker-Meister oder zum staatlich geprüften Techniker möglich.
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