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Gastronomie & Tourismus

Kfz-Serviceassistenz / Empfangsmitarbeiter

Kfz-Serviceassistenzen arbeiten am Empfang von Autohäusern und Werkstätten. Sie nehmen Kundinnen und Kunden in Empfang, vergeben Werkstatttermine, koordinieren Ersatzwagen und sind die Schnittstelle zwischen Kundschaft, Serviceberatung und Werkstatt.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kfz-Serviceassistenz / Empfangsmitarbeiter verdient

3.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 3.900 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 2.900 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.400 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €

In tarifgebundenen Betrieben gelten die regionalen Tarifverträge für das Kfz-Handwerk (IG Metall), viele Autohäuser sind jedoch nicht tarifgebunden und zahlen deutlich weniger. Große Markenhäuser in Ballungsräumen zahlen in der Regel besser als kleine freie Werkstätten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Kfz-Serviceassistenz?

Die Arbeit beginnt meist vor der Öffnung der Werkstatt, wenn die ersten Kunden ihr Fahrzeug zur Inspektion bringen. Die Serviceassistenz begrüßt sie, nimmt Schlüssel und Fahrzeugpapiere entgegen, prüft den vereinbarten Auftrag im Dealer-Management-System und übergibt an den Serviceberater oder legt den Auftrag selbst an. Über den Tag laufen Telefonate: Termine für Reifenwechsel, Hauptuntersuchung oder Reparatur vergeben, Rückfragen zum Stand eines Auftrags beantworten, Kunden anrufen, wenn die Werkstatt einen zusätzlichen Schaden gefunden hat und eine Freigabe braucht. Dazu kommen Ersatzwagen und Leihfahrzeuge, die verplant, übergeben und auf Schäden geprüft werden müssen. Am Nachmittag stehen Rechnungsstellung, Kassieren und die Fahrzeugrückgabe im Vordergrund, oft mit Erklärungen zu den abgerechneten Positionen. Je nach Betrieb gehören auch Garantie- und Kulanzanträge beim Hersteller, die Pflege der Kundendaten und die Vorbereitung von Terminen für den nächsten Tag dazu.

Wie wird man Kfz-Serviceassistenz?

Eine eigene Berufsausbildung mit diesem Namen gibt es nicht. Üblich ist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement oder als Automobilkaufmann bzw. Automobilkauffrau. Auch Kfz-Mechatroniker, die nicht mehr in der Werkstatt arbeiten möchten, wechseln in diese Position und bringen technisches Verständnis mit. Viele Autohäuser stellen Quereinsteigerinnen ein, die aus dem Hotelempfang, dem Einzelhandel oder dem Kundendienst kommen, und lernen sie am Arbeitsplatz ein. Ergänzend gibt es Lehrgänge zur Serviceassistenz im Kfz-Gewerbe, etwa bei Kammern oder Bildungseinrichtungen des Kfz-Gewerbes, sowie Herstellerschulungen für Software und Garantieabwicklung.

Was der Beruf verlangt

Der Empfang ist der Ort, an dem Ärger zuerst ankommt: Reparaturen dauern länger als zugesagt, Rechnungen fallen höher aus als erwartet, ein Ersatzteil ist nicht geliefert. Ruhig zu bleiben und trotzdem verbindlich zu informieren, gehört zum Alltag. Morgens und am späten Nachmittag ballen sich Annahme und Rückgabe, gleichzeitig klingelt das Telefon, die Arbeit ist dann hektisch und lässt kaum Pausen zu. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten der Werkstatt, also früher Beginn, häufig auch Samstagsdienste. Schichtarbeit oder Nachtdienste gibt es nicht. Technische Grundbegriffe müssen sitzen, um Werkstattaussagen an Kunden weitergeben zu können, ebenso der sichere Umgang mit Branchensoftware. Die Bezahlung liegt im Rahmen kaufmännischer Assistenzberufe und damit eher im unteren bis mittleren Bereich.

Aussichten

Autohäuser und freie Werkstätten suchen regelmäßig Personal für den Serviceempfang, die Fluktuation in diesen Stellen ist spürbar. Der Wandel zur Elektromobilität und längere Wartungsintervalle verändern das Werkstattgeschäft, der Bedarf an Kundenbetreuung bleibt aber bestehen, zumal Terminvergabe und Kommunikation zunehmend digital laufen. Wer sich weiterbildet, kann zum Serviceberater oder zur Serviceberaterin aufsteigen, in die Garantiesachbearbeitung wechseln oder die Leitung eines Serviceteams übernehmen. Mit einer Weiterbildung zum Kfz-Servicetechniker oder zur Fachkraft im Autohausmanagement stehen auch Stellen in der Serviceleitung offen.

Aufgaben

  • Kunden empfangen und Fahrzeuge zur Reparatur annehmen
  • Werkstatttermine telefonisch und online vergeben
  • Werkstattaufträge im Dealer-Management-System anlegen
  • Kunden über Auftragsstand und zusätzliche Reparaturen informieren
  • Ersatz- und Leihfahrzeuge planen und übergeben
  • Rechnungen erstellen, erklären und kassieren
  • Garantie- und Kulanzanträge beim Hersteller vorbereiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische oder kraftfahrzeugtechnische Ausbildung, alternativ Erfahrung im Kundendienst
  • Führerschein Klasse B
  • Sicherer Umgang mit PC und Branchensoftware
  • Technisches Grundverständnis für Fahrzeuge
  • Freundliches, belastbares Auftreten auch bei Beschwerden
  • Gutes mündliches und schriftliches Deutsch

Wo man arbeitet

  • Markenautohäuser
  • Freie Kfz-Werkstätten
  • Werkstattketten und Reifenservicebetriebe
  • Nutzfahrzeugwerkstätten
  • Autovermietungen mit eigener Werkstatt

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement, Automobilkaufmann oder Kfz-Mechatroniker, mit Abschluss vor der IHK oder Handwerkskammer. Quereinsteiger werden häufig mehrere Wochen bis Monate im Betrieb eingearbeitet, ergänzt durch Lehrgänge zur Serviceassistenz im Kfz-Gewerbe und Herstellerschulungen.

Offene Stellen als Kfz-Serviceassistenz / Empfangsmitarbeiter

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