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Gesundheit & Pflege

Kosmetiker / Fußpflege

Kosmetikerinnen und Kosmetiker pflegen Haut, Nägel und Füße, behandeln Hautunreinheiten, schminken und beraten zu Pflegeprodukten. In der kosmetischen Fußpflege kürzen sie Nägel, tragen Hornhaut ab und entfernen Hühneraugen, ohne medizinische Behandlungen durchzuführen.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kosmetiker / Fußpflege verdient

2.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.600 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 3.000 € 3.600 € 36.000 €

Regionale Tarifverträge für das Friseur- und Kosmetikhandwerk existieren zwar, viele Studios sind aber nicht tarifgebunden, sodass der gesetzliche Mindestlohn häufig die tatsächliche Untergrenze bildet. Mehr verdienen vor allem Leitungskräfte in Hotels und Spas sowie Selbstständige mit gut ausgelasteter Fußpflegepraxis, während Umsatzprovisionen auf verkaufte Produkte das Einkommen in kleinen Studios nur wenig erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kosmetiker in der Fußpflege?

Der Arbeitstag besteht aus Behandlungen, die meist im Stundentakt gebucht sind. Zu Beginn wird die Haut begutachtet und nach Allergien, Medikamenten oder Erkrankungen gefragt. Danach folgen Reinigung, Peeling, Ausreinigen von Mitessern, Masken, Massagen, Augenbrauen zupfen und färben, Wimpern färben, Haarentfernung mit Wachs oder Make-up für Anlässe. In der Fußpflege werden Füße gebadet, Nägel gekürzt und gefeilt, Hornhaut mit Skalpell oder Fräser abgetragen, Hühneraugen entfernt und Nagelränder gereinigt. Dazu kommen Maniküre, Nagelmodellage, Beratung zu Pflegeprodukten und deren Verkauf. Zwischen den Terminen werden Instrumente desinfiziert und sterilisiert, Kabinen vorbereitet, Termine vergeben und Kundenkarteien geführt. Wer selbstständig arbeitet, kümmert sich zusätzlich um Abrechnung, Einkauf und Werbung.

Wie wird man Kosmetiker in der Fußpflege?

Der anerkannte Weg ist die duale Ausbildung zur Kosmetikerin oder zum Kosmetiker über drei Jahre in einem Kosmetikinstitut mit Berufsschule. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten einen mittleren Schulabschluss. Daneben gibt es zahlreiche private Kosmetikschulen mit kürzeren, kostenpflichtigen Lehrgängen, deren Abschlüsse nicht staatlich anerkannt sind und deren Qualität stark schwankt. Kosmetische Fußpflege lässt sich auch in Kursen von wenigen Wochen erlernen, was viele Quereinsteigerinnen nutzen. Wichtig ist die Abgrenzung zur Podologie: Die medizinische Fußpflege, etwa bei Diabetikern oder eingewachsenen Nägeln, ist geschützt und setzt eine zweijährige Ausbildung mit Staatsexamen voraus.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich belastender, als sie wirkt. Fußpflege wird gebückt oder in vorgebeugter Sitzhaltung erledigt, was auf Rücken, Nacken und Schultern geht. Beim Fräsen entsteht Hornhaut- und Nagelstaub, weshalb Mundschutz und Absaugung nötig sind. Hände kommen ständig mit Desinfektionsmitteln, Wasser und Kosmetikprodukten in Kontakt, Hautreizungen sind verbreitet. Hygienefehler können Pilzinfektionen oder Entzündungen übertragen, entsprechend sorgfältig muss gearbeitet werden. Arbeitszeiten richten sich nach der Kundschaft, Abend- und Samstagstermine sind üblich. Hinzu kommt der Umgang mit Menschen, die eigene Vorstellungen, Unsicherheiten oder Beschwerden mitbringen. Die Bezahlung ist niedrig, viele Angestellte verdienen kaum mehr als den Mindestlohn, und Teilzeitstellen sind häufig. Wer sich selbstständig macht, trägt das volle Risiko schwankender Auslastung.

Aussichten

Kosmetische Fußpflege wird durch die alternde Bevölkerung stärker nachgefragt, viele ältere Menschen können ihre Füße nicht mehr selbst versorgen. Hausbesuche und Termine in Pflegeheimen sind ein wachsendes Feld. Im klassischen Kosmetikbereich ist die Konkurrenz durch Nagelstudios, Ketten und Anbieter mit kurzer Ausbildung groß, was auf die Preise drückt. Entwicklungsmöglichkeiten bieten die Meisterprüfung im Kosmetikhandwerk, Spezialisierungen etwa auf apparative Kosmetik, Wellness oder Visagistik sowie die Arbeit in Hotels, Spas oder im Vertrieb von Kosmetikherstellern. Ein naheliegender Schritt ist die Ausbildung zur Podologin, die bessere Bezahlung und Abrechnung mit Krankenkassen ermöglicht. Ein großer Teil der Fachkräfte arbeitet früher oder später selbstständig, oft mit einem kleinen Studio oder mobil.

Aufgaben

  • Haut analysieren und Kundschaft zu Pflege und Behandlung beraten
  • Gesichtsbehandlungen mit Reinigung, Ausreinigen, Masken und Massage durchführen
  • Nägel kürzen, Hornhaut abtragen und Hühneraugen entfernen
  • Maniküre, Nagelmodellage und Lackieren übernehmen
  • Augenbrauen und Wimpern formen und färben sowie Haare mit Wachs entfernen
  • Instrumente reinigen, desinfizieren und sterilisieren
  • Pflegeprodukte verkaufen und Termine verwalten

Voraussetzungen

  • Meist mittlerer Schulabschluss für einen Ausbildungsplatz
  • Sorgfalt bei Hygiene und Desinfektion
  • Feinmotorik und ruhige Hand im Umgang mit Skalpell und Fräser
  • Belastbarer Rücken für lange Arbeit in gebeugter Haltung
  • Keine Empfindlichkeit gegenüber Hautproblemen und Füßen
  • Freundlicher, diskreter Umgang mit Kundschaft
  • Hautverträglichkeit gegenüber Desinfektionsmitteln und Kosmetikprodukten

Wo man arbeitet

  • Kosmetikinstitute und Kosmetikstudios
  • Fußpflegepraxen und mobile Fußpflege
  • Hotels, Spas und Wellnessanlagen
  • Pflegeheime und Einrichtungen für betreutes Wohnen
  • Parfümerien und Drogerien mit Kosmetikkabine

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Kosmetikerin oder zum Kosmetiker mit Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer. Für die kosmetische Fußpflege reichen oft private Lehrgänge von einigen Wochen, die jedoch keinen anerkannten Berufsabschluss ergeben. Medizinische Fußpflege erfordert die zweijährige Ausbildung zur Podologin oder zum Podologen mit staatlicher Prüfung.

Offene Stellen als Kosmetiker / Fußpflege

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