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Künstliche Intelligenz

Fachleute für Künstliche Intelligenz entwickeln, trainieren und betreiben Software, die aus Daten lernt, etwa für Bilderkennung, Sprachverarbeitung oder Prognosen. Der Beruf wird meist als KI-Entwickler, Machine Learning Engineer oder Data Scientist ausgeschrieben.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Künstliche Intelligenz verdient

5.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 4.000 bis 9.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 4.000 € 4.600 € 5.500 € 55.200 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 5.900 € 7.200 € 70.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.500 € 7.600 € 9.500 € 91.200 €

Das Gehalt hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Abschluss ab: Große Technologiekonzerne, Banken und die Autoindustrie zahlen deutlich mehr als kleine Firmen und Start-ups, eine Promotion hebt das Einstiegsgehalt. An Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird meist nach TV-L oder TVöD bezahlt, in der Regel in Entgeltgruppe E13, oft befristet und mit niedrigeren Werten als in der Privatwirtschaft.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Fachkraft für Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz ist kein einzelner Ausbildungsberuf, sondern ein Arbeitsfeld. Gemeint sind meist KI-Entwicklerinnen und -Entwickler, Machine Learning Engineers oder Data Scientists. Sie bauen Programme, die aus Daten Muster lernen: Ein Modell erkennt Schäden auf Fotos von Bauteilen, sortiert Kundenanfragen, sagt den Strombedarf voraus oder beantwortet Fragen in einem Chatsystem. Ein großer Teil der Arbeit besteht nicht aus Modellen, sondern aus Daten: sammeln, bereinigen, beschriften, auf Fehler und Verzerrungen prüfen. Danach werden Modelle ausgewählt, trainiert, getestet und verglichen. Programmiert wird überwiegend in Python, dazu kommen Datenbanken, Cloud-Plattformen und Werkzeuge zur Versionierung. Wer ein Modell in den Betrieb bringt, muss es in bestehende Software einbinden, überwachen und nachtrainieren, wenn die Ergebnisse schlechter werden. Viel Zeit geht in Abstimmungen mit Fachabteilungen, die erklären, welches Problem gelöst werden soll, und in Dokumentation, die durch Datenschutz und die europäische KI-Verordnung an Bedeutung gewinnt.

Wie wird man Fachkraft für Künstliche Intelligenz?

Der übliche Weg führt über ein Studium der Informatik, Mathematik, Physik, Statistik oder eines eigenen Studiengangs wie Data Science oder Künstliche Intelligenz. Viele Stellen setzen einen Master voraus, in der Forschung ist eine Promotion verbreitet. Ein Quereinstieg ist möglich, etwa für Softwareentwickler, Ingenieurinnen oder Naturwissenschaftler mit solider Mathematik und Programmiererfahrung. Weiterbildungen und Online-Kurse helfen beim Einstieg, ersetzen aber selten die mathematischen Grundlagen. Eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Daten- und Prozessanalyse kann ein Einstieg in angrenzende Tätigkeiten sein, für die eigentliche Modellentwicklung reicht sie meist nicht. Eigene Projekte, die sich vorzeigen lassen, zählen bei Bewerbungen viel.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist geistig fordernd und überwiegend Bildschirmarbeit. Viele Versuche scheitern, Modelle liefern unerklärliche Ergebnisse, und die Fehlersuche in Daten ist oft mühsam und eintönig. Das Feld verändert sich schnell, wer nicht laufend Fachartikel liest und neue Werkzeuge ausprobiert, fällt zurück. Das kostet Zeit, häufig auch außerhalb der Arbeitszeit. Die Arbeitszeiten sind meist regulär und flexibel, Homeoffice ist verbreitet. In Start-ups und vor Produktstarts kommen Überstunden vor, in Projekten mit Kunden Termindruck. Hinzu kommt Verantwortung: Fehlerhafte oder verzerrte Modelle können Menschen benachteiligen, etwa bei Kreditentscheidungen oder Bewerbungen. Gute Englischkenntnisse sind nötig, weil Dokumentation, Fachliteratur und oft auch die Teamsprache englisch sind.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch, vor allem nach Fachleuten, die Modelle nicht nur trainieren, sondern zuverlässig in den Betrieb bringen. Gleichzeitig ist der Markt unruhig: Einstiegsstellen sind stark umkämpft, und manche Aufgaben, die früher eigene Stellen füllten, übernehmen heute fertige Modelle großer Anbieter. Gefragt bleibt, wer Fachwissen aus einer Branche wie Medizin, Industrie oder Finanzen mit KI verbindet. Entwicklungswege führen zur Spezialisierung, etwa auf Sprachmodelle oder Bildverarbeitung, zur technischen Leitung eines Teams, in die Architektur von KI-Systemen, in die Forschung oder in die Beratung. Auch Rollen rund um Prüfung, Sicherheit und Regulierung von KI-Systemen nehmen zu.

Aufgaben

  • Daten sammeln, bereinigen und für das Training aufbereiten
  • Modelle auswählen, trainieren und mit Testdaten bewerten
  • Programmcode vor allem in Python schreiben und pflegen
  • Modelle in bestehende Software und Cloud-Systeme einbinden
  • Laufende Modelle überwachen und bei Bedarf nachtrainieren
  • Anforderungen mit Fachabteilungen klären und Ergebnisse erklären
  • Datenschutz und Vorgaben der KI-Verordnung dokumentieren

Voraussetzungen

  • Studium in Informatik, Mathematik, Statistik, Physik oder Data Science, oft mit Master
  • Gute Kenntnisse in linearer Algebra, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung
  • Programmiererfahrung, vor allem in Python, sowie Umgang mit Datenbanken
  • Gutes Englisch in Wort und Schrift
  • Geduld bei Fehlersuche und Bereitschaft, sich laufend weiterzubilden
  • Fähigkeit, technische Ergebnisse für Laien verständlich darzustellen

Wo man arbeitet

  • Softwareunternehmen und IT-Dienstleister
  • Industrieunternehmen, etwa Automobil- und Maschinenbau
  • Banken und Versicherungen
  • Start-ups
  • Hochschulen und Forschungsinstitute
  • Unternehmensberatungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium von drei bis vier Jahren in Informatik, Mathematik oder Data Science, häufig gefolgt von einem zweijährigen Master. Für Forschungsstellen ist eine Promotion von etwa drei bis fünf Jahren verbreitet; Quereinsteiger aus der Softwareentwicklung kommen über berufsbegleitende Weiterbildungen und eigene Projekte hinein.

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