Softwareentwickler
Softwareentwickler konzipieren, programmieren, testen und pflegen Anwendungen – von der Unternehmenssoftware über Web- und Mobile-Apps bis zu wissenschaftlichen Systemen.
15 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Softwareentwickler verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.700 € | 4.300 € | 5.000 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.500 € | 5.300 € | 6.200 € | 63.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.500 € | 6.500 € | 7.800 € | 78.000 € |
In der Privatwirtschaft meist ohne Tarifbindung; die Spanne entsteht durch Region, Unternehmensgröße, Branche und Spezialisierung. In Forschungseinrichtungen und im öffentlichen Dienst gilt der TVöD bzw. TV-L, für Entwickler mit Hochschulabschluss meist E11 bis E13, was die untere Hälfte der Spanne abbildet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Softwareentwickler übersetzen Anforderungen in lauffähigen Code. Das klingt nach Programmieren, und das ist auch der Kern, aber der Anteil reiner Programmierzeit ist in den meisten Stellen kleiner, als Außenstehende vermuten. Dazu kommen das Verstehen der fachlichen Anforderung, der Entwurf einer Lösung, die in die bestehende Architektur passt, das Schreiben von Tests, Code-Reviews bei Kollegen, das Beheben von Fehlern im Produktivbetrieb und die Abstimmung mit Fachabteilung, Produktverantwortlichen und Betrieb.
Die Berufsbezeichnung ist weit. Anwendungsentwickler in einem Mittelständler betreuen oft ein gewachsenes System in Java, C# oder ABAP und kennen die Geschäftsprozesse des Hauses genau; Web-Entwickler arbeiten mit TypeScript und modernen Frameworks; Embedded-Entwickler programmieren in C und C++ nah an der Hardware; in Forschungseinrichtungen entsteht Software für Messsysteme, Simulation oder Datenanalyse, zunehmend auch im Umfeld maschinellen Lernens. Die Sprache ist meist austauschbarer als das Fachgebiet: Wer Bankprozesse, Fahrzeugsteuergeräte oder Radarsignalverarbeitung versteht, ist schwerer zu ersetzen als jemand, der eine weitere Programmiersprache beherrscht.
In diesem Bestand kommen die Anzeigen von einer IT-Dienstleistungsgruppe sowie von Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrt und der angewandten Forschung; einige Stellen sind in Teilzeit ausgeschrieben. Forschungseinrichtungen stellen häufig nach TVöD ein, teils befristet über Projektmittel, dafür mit fachlich anspruchsvollen Themen. IT-Dienstleister setzen ihre Entwickler oft in Kundenprojekten ein, was Abwechslung bringt, aber auch wechselnde Teams und Technologien.
Gearbeitet wird überwiegend im Team nach agilen Verfahren wie Scrum oder Kanban, mit Versionsverwaltung, automatisierten Tests und Build-Pipelines. Mobiles Arbeiten ist in diesem Beruf weit verbreitet. Weiterentwicklung führt entweder fachlich zum Senior- oder Lead-Entwickler und Softwarearchitekten oder in die Führung als Teamleiter; beide Wege sind in größeren Häusern gleichwertig angelegt.
Aufgaben
- Anforderungen mit Fachbereich und Produktverantwortlichen klären
- Softwarekomponenten entwerfen und in die bestehende Architektur einfügen
- Code schreiben, dokumentieren und in der Versionsverwaltung pflegen
- Automatisierte Tests entwickeln und Code-Reviews durchführen
- Fehler analysieren und im Produktivsystem beheben
- Bestehende Anwendungen modernisieren und Schnittstellen anbinden
- An Planung und Schätzung im agilen Team mitwirken
Voraussetzungen
- Studium der Informatik oder eines verwandten Fachs, alternativ Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
- Sichere Kenntnisse in mindestens einer verbreiteten Programmiersprache
- Erfahrung mit Versionsverwaltung, Tests und Datenbanken
- Verständnis für Softwarearchitektur und saubere Codestruktur
- Analytisches Denken und Freude an Fehlersuche
- Gute Deutsch- und Englischkenntnisse für Dokumentation und Teamarbeit
Wo man arbeitet
- Softwarehäuser und IT-Dienstleister
- IT-Abteilungen von Industrie, Handel und Banken
- Forschungseinrichtungen und Hochschulen
- Automobil- und Elektronikindustrie
- Öffentliche Verwaltung und kommunale IT-Dienstleister
- Start-ups
Der Weg in den Beruf
Die häufigsten Wege sind ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder einem technischen Fach mit Informatikanteil sowie die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Duale Studiengänge verbinden beides. Quereinstieg über Weiterbildungen ist möglich, setzt aber nachweisbare Programmierpraxis voraus. Weiterbildung läuft vor allem über Projekte, Herstellerzertifikate und Fachliteratur; formale Aufstiegsfortbildungen spielen eine geringere Rolle als in anderen Berufen.
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