Ladenleiter Volg
Ladenleiterinnen und Ladenleiter führen eine Filiale der Schweizer Dorfladenkette Volg: Sie verantworten Sortiment, Bestellungen, Personal und Umsatz eines kleinen Lebensmittelgeschäfts, meist in ländlichen Gemeinden.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Ladenleiter Volg verdient
3.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.800 bis 4.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.700 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.100 € | 4.800 € | 49.200 € |
Volg zahlt in der Schweiz in Franken auf einem deutlich höheren Lohnniveau; die Euro-Werte beziehen sich auf die vergleichbare Filialleitung kleiner Lebensmittelmärkte in Deutschland, wo die regionalen Tarifverträge für den Einzelhandel (HDE/ver.di) gelten, Filialleitungen aber oft außertariflich bezahlt werden. Am stärksten hängt das Gehalt von Größe und Umsatz der Filiale sowie davon ab, ob der Betrieb tarifgebunden ist; große Discounter zahlen spürbar mehr als kleine Dorfläden.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Ladenleiter bei Volg?
Volg ist eine Kette kleiner Lebensmittelläden, die zur Schweizer Agrargenossenschaft fenaco gehört und vor allem Dörfer in der Deutschschweiz und der Romandie versorgt. Eine Ladenleitung ist für einen Laden mit wenigen hundert Quadratmetern und einem kleinen Team verantwortlich, oft drei bis zehn Personen, viele davon in Teilzeit. Der Arbeitstag beginnt früh mit der Warenannahme: Lieferungen prüfen, Frischware einräumen, Kühltemperaturen kontrollieren, abgelaufene Produkte aussortieren. Danach folgen Bestellungen über das Warenwirtschaftssystem, Dienstplanung, Kassenabrechnung und Inventuren. Die Ladenleitung steht selbst an der Kasse und im Verkauf, berät Kundschaft, nimmt Reklamationen entgegen und sorgt dafür, dass Aktionen der Zentrale umgesetzt werden. In vielen Filialen kommen eine Postagentur, regionale Produkte aus dem Dorf oder ein Lieferdienst hinzu. Zur Aufgabe gehört auch Personalführung: Mitarbeitende einarbeiten, Lernende ausbilden, Gespräche führen und Ausfälle überbrücken.
Wie wird man Ladenleiter bei Volg?
Der übliche Weg führt in der Schweiz über die dreijährige Grundbildung zur Detailhandelsfachfrau oder zum Detailhandelsfachmann EFZ, danach einige Jahre Berufserfahrung im Verkauf, häufig als stellvertretende Ladenleitung. Volg bietet interne Schulungen für angehende Ladenleitungen an. Wer weiter aufsteigen möchte, absolviert die Berufsprüfung zum Detailhandelsspezialisten mit eidgenössischem Fachausweis. Quereinsteiger mit Führungserfahrung aus Gastronomie oder anderem Handel werden ebenfalls eingestellt. In Deutschland gibt es Volg nicht; die vergleichbare Tätigkeit ist die Filialleitung im Lebensmitteleinzelhandel, in die man meist über die Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Einzelhandel und später den Handelsfachwirt gelangt.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend: viel Stehen, Heben von Getränkekisten und Paletten, Arbeit in Kühlräumen. Die Öffnungszeiten der Dorfläden reichen oft vom frühen Morgen bis in den Abend und schließen den Samstag ein, in Tourismusgebieten auch den Sonntag. Weil die Teams klein sind, fällt bei Krankheit oder Ferien viel auf die Ladenleitung zurück, Mehrstunden sind keine Seltenheit. Die Verantwortung für Umsatz, Inventurdifferenzen und Personalkosten liegt beim Laden, die Entscheidungsspielräume beim Sortiment sind durch die Zentrale begrenzt. Im Dorf ist die Ladenleitung eine bekannte Person; das bringt Nähe zur Kundschaft, aber auch wenig Anonymität und gelegentlich schwierige Gespräche mit Stammkunden.
Aussichten
Volg betreibt mehrere hundert Filialen und sucht regelmäßig Ladenleitungen, besonders in abgelegenen Gemeinden, wo sich Personal schwer finden lässt. Der Druck durch größere Discounter und den Onlinehandel hält an, kleine Standorte werden gelegentlich geschlossen oder umgebaut. Wer mehrere Jahre erfolgreich einen Laden führt, kann in größere Filialen wechseln, in den Verkaufsaußendienst oder in die Bezirksleitung aufsteigen. Die Erfahrung ist auch bei anderen Händlern gefragt, in Deutschland etwa in der Filialleitung von Supermärkten oder genossenschaftlichen Dorfläden.
Aufgaben
- Ware annehmen, kontrollieren und einräumen
- Bestellungen im Warenwirtschaftssystem auslösen
- Dienstpläne für das Ladenteam erstellen
- Kasse abrechnen und Bargeld verwalten
- Haltbarkeiten und Kühltemperaturen überwachen
- Kundschaft beraten und Reklamationen bearbeiten
- Lernende ausbilden und Mitarbeitende einarbeiten
- Inventuren durchführen und Umsatzzahlen auswerten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Detailhandel oder Einzelhandel
- Mehrjährige Erfahrung im Verkauf, idealerweise mit Stellvertretung
- Führungsfähigkeit und Organisationstalent
- Sicherer Umgang mit Zahlen, Kasse und Warenwirtschaft
- Körperliche Belastbarkeit für Stehen und Heben
- Bereitschaft zu frühen Arbeitszeiten und Samstagsarbeit
- Für die Schweiz: gültige Arbeitsbewilligung und gute Kenntnisse der Landessprache
Wo man arbeitet
- Volg-Dorfläden in ländlichen Gemeinden der Schweiz
- Volg-Filialen mit integrierter Postagentur
- Läden in Tourismusregionen
- Vergleichbar in Deutschland: Filialen von Supermärkten und Lebensmittelketten
- Genossenschaftliche Dorfläden
Der Weg in den Beruf
In der Schweiz führt der Weg über die dreijährige Grundbildung Detailhandelsfachfrau/-mann EFZ, einige Jahre Verkaufserfahrung und interne Volg-Schulungen zur Ladenleitung; die Berufsprüfung Detailhandelsspezialist/in mit eidgenössischem Fachausweis ist für den Aufstieg hilfreich. In Deutschland entspricht dem die dreijährige Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Einzelhandel mit anschließender Filialleitung, oft ergänzt durch den Handelsfachwirt.
Offene Stellen als Ladenleiter Volg
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Verwandte Berufe
Handelsfachwirt
Der geprüfte Handelsfachwirt ist eine IHK-Fortbildung für Führungsaufgaben im Handel, kein Ausbildungsberuf, und wird oft als Abiturientenprogramm angeboten.
- Offene Stellen
- 0
- Monatsbrutto
- 3.100 – 6.000 €
Kaufmann im Einzelhandel
Kaufleute im Einzelhandel beraten Kunden, verkaufen Waren und steuern Sortiment, Bestellung, Warenpräsentation und Abrechnung einer Abteilung oder Filiale.
- Offene Stellen
- 81
- Monatsbrutto
- 2.700 – 3.800 €
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