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Handwerk & Produktion

Landschaftsgärtner

Landschaftsgärtner legen Gärten, Parks, Spielplätze und Grünflächen an und pflegen sie. Sie pflastern Wege, setzen Mauern, pflanzen Bäume und Sträucher und arbeiten dabei fast immer im Freien.

16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Landschaftsgärtner verdient

3.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.600 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.000 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.800 € 4.600 € 45.600 €

Maßgeblich ist der Lohntarifvertrag für den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau zwischen IG BAU und dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau; viele kleinere Betriebe sind jedoch nicht tarifgebunden und zahlen darunter. Kommunale Grünflächenämter zahlen nach TVöD, deutlich mehr verdienen Vorarbeiter, Meister und Bauleiter.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Landschaftsgärtner?

Landschaftsgärtner bauen und pflegen Außenanlagen. Ein großer Teil der Arbeit ist Bauarbeit: Erdreich ausheben, Unterbau verdichten, Wege und Terrassen pflastern, Natursteinmauern und Treppen setzen, Zäune und Sichtschutz montieren. Dazu kommen Teiche, Bewässerungsanlagen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Spielplätze und Sportanlagen. Der gärtnerische Teil umfasst das Pflanzen von Bäumen, Hecken und Stauden, das Anlegen von Rasen, Gehölzschnitt und die laufende Pflege bestehender Anlagen. Gearbeitet wird im Team auf wechselnden Baustellen, bei Privatkunden ebenso wie für Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften oder Gewerbebetriebe. Minibagger, Radlader, Rüttelplatte und Steinsäge gehören zum Alltag. Morgens wird Material auf den Anhänger geladen, abends werden Werkzeug und Maschinen gereinigt. Wer Erfahrung hat, liest Pläne, misst Flächen ein, berechnet Material und leitet eine Kolonne an.

Wie wird man Landschaftsgärtner?

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Sie findet im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Lehrgängen statt. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, viele Betriebe nehmen Bewerber mit Hauptschulabschluss. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Quereinsteiger finden oft als Helfer einen Zugang und können die Abschlussprüfung später als Externe ablegen, wenn sie genügend Berufspraxis nachweisen. Ein Führerschein ist praktisch Pflicht, weil die Baustellen mit dem Firmenwagen und Anhänger angefahren werden.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist körperlich hart. Pflastersteine, Randsteine, Säcke und Pflanzballen werden von Hand bewegt, viel Arbeit findet kniend oder gebückt statt. Rücken, Knie und Gelenke werden über die Jahre stark belastet, viele Beschäftigte spüren das ab der Lebensmitte. Gearbeitet wird bei Hitze, Regen, Wind und im Winter auch bei Kälte. Lärm, Staub und Vibrationen durch Maschinen kommen hinzu. Die Arbeitszeit beginnt früh, im Frühjahr und Sommer sind lange Tage üblich. Im Winter ruht ein Teil der Arbeit, viele Betriebe gleichen das über Arbeitszeitkonten aus oder setzen ihre Leute im Winterdienst ein, was Rufbereitschaft am frühen Morgen bedeuten kann. Die Bezahlung liegt im Vergleich zu anderen Bauberufen eher im unteren Bereich. Wer gern draußen arbeitet, am Ende des Tages ein sichtbares Ergebnis sehen will und Teamarbeit mag, findet hier dennoch eine Tätigkeit mit viel Abwechslung.

Aussichten

Die Nachfrage nach Fachkräften ist hoch, viele Betriebe suchen dauerhaft Personal und finden kaum Auszubildende. Durch Klimaanpassung in Städten, Regenwassermanagement, Dach- und Fassadenbegrünung und die Pflege öffentlicher Grünflächen wächst der Bedarf eher weiter. Nach einigen Jahren ist der Aufstieg zum Vorarbeiter möglich. Mit der Meisterprüfung oder einer Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker lassen sich Baustellen leiten, Angebote kalkulieren und ein eigener Betrieb gründen. Spezialisierungen etwa in Baumpflege mit Seilklettertechnik, Schwimmteichbau oder Sportplatzbau sind gefragt. Mit Hochschulreife steht ein Studium der Landschaftsarchitektur oder des Landschaftsbaus offen. Wer den Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Rente ausüben kann, findet über diese Wege oft den Wechsel in planende oder leitende Aufgaben.

Aufgaben

  • Wege, Plätze und Terrassen pflastern
  • Natursteinmauern, Treppen und Einfassungen setzen
  • Bäume, Sträucher, Hecken und Stauden pflanzen
  • Rasenflächen anlegen und pflegen
  • Gehölze schneiden und Grünanlagen instand halten
  • Teiche, Bewässerungsanlagen und Dachbegrünungen bauen
  • Minibagger, Radlader und Rüttelplatte bedienen
  • Flächen einmessen und Material nach Plan berechnen

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, meist Hauptschul- oder Realschulabschluss
  • Körperliche Belastbarkeit und gesunder Rücken
  • Bereitschaft, bei jedem Wetter im Freien zu arbeiten
  • Handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Führerschein Klasse B, besser BE oder C1E für Anhänger und Lkw
  • Grundkenntnisse in Mathematik für Flächen- und Mengenberechnung
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit

Wo man arbeitet

  • Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus
  • Grünflächen- und Gartenämter von Städten und Gemeinden
  • Friedhofsverwaltungen
  • Wohnungsbaugesellschaften und Hausmeisterdienste
  • Betriebe für Baumpflege und Sportplatzbau

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau mit Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer bzw. zuständigen Stelle. Danach sind Weiterbildungen zum Gärtnermeister oder staatlich geprüften Techniker möglich, mit Hochschulreife auch ein Studium im Landschaftsbau.

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