Lehrer
Lehrerinnen und Lehrer unterrichten Kinder und Jugendliche an allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen in meist zwei Fächern. Neben dem Unterricht gehören Vorbereitung, Korrekturen, Elterngespräche und Konferenzen zum Beruf.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Lehrer verdient
5.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.800 bis 7.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.700 € | 5.300 € | 56.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.500 € | 5.400 € | 6.000 € | 64.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.300 € | 6.200 € | 7.500 € | 74.400 € |
Verbeamtete Lehrkräfte werden nach der Landesbesoldung meist in A12 oder A13 eingestuft, angestellte nach dem TV-L (meist E11 bis E13), Schulleitungen bis A15 oder A16; bei Beamten bleibt netto deutlich mehr, weil keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Das Gehalt hängt vor allem von Bundesland, Schulform, Verbeamtung und Funktionsstelle ab, an Privatschulen liegt es oft unter dem öffentlichen Dienst.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Lehrer?
Lehrkräfte planen Unterricht nach dem Lehrplan ihres Bundeslandes, halten ihn in Klassen mit oft 25 bis 30 Kindern und bewerten Leistungen. Ein großer Teil der Arbeit liegt außerhalb des Klassenzimmers: Stunden vorbereiten, Arbeitsblätter erstellen, Klassenarbeiten und Klausuren korrigieren, Zeugnisse schreiben. Wer eine Klassenleitung hat, führt Elterngespräche, organisiert Klassenfahrten und kümmert sich um Konflikte, Fehlzeiten und Förderbedarf einzelner Schüler. Dazu kommen Konferenzen, Pausenaufsichten, Vertretungsstunden und die Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit, Jugendamt oder Förderschullehrkräften. Je nach Schulform unterscheidet sich der Alltag stark: In der Grundschule steht das Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen im Vordergrund, am Gymnasium die fachliche Vorbereitung auf das Abitur, an Berufsschulen der Unterricht für Auszubildende.
Wie wird man Lehrer?
Der reguläre Weg führt über ein Lehramtsstudium an einer Universität, ausgerichtet auf eine Schulform und in der Regel zwei Fächer. Es endet mit Master of Education oder Erstem Staatsexamen und dauert je nach Schulform etwa vier bis fünf Jahre. Danach folgt der Vorbereitungsdienst, das Referendariat, von meist 18 Monaten an einer Schule und einem Studienseminar. Es schließt mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Wegen des Lehrermangels bieten alle Bundesländer Quer- und Seiteneinstiege an: Wer einen Hochschulabschluss in einem Mangelfach wie Mathematik, Physik, Informatik oder Musik hat, kann berufsbegleitend nachqualifiziert werden. Die Bedingungen dafür unterscheiden sich von Land zu Land deutlich.
Was der Beruf verlangt
Die offizielle Unterrichtsverpflichtung von rund 25 bis 28 Stunden pro Woche täuscht über die tatsächliche Arbeitszeit. Studien kommen regelmäßig auf deutlich mehr als 40 Stunden in der Schulzeit, mit Spitzen vor Zeugnissen und Abschlussprüfungen. Korrekturen fallen häufig abends und am Wochenende an, vor allem in Sprachfächern. Die Ferien sind zum Teil Arbeitszeit. Belastend sind große Klassen, Lärm, Unterrichtsstörungen, heterogene Lerngruppen und die Aufgabe der Inklusion oft ohne ausreichende Unterstützung. Viele Kollegien sind unterbesetzt, was zu Vertretungsstunden und Mehrarbeit führt. Auch Konflikte mit Eltern gehören dazu. Das Referendariat gilt als besonders anstrengende Phase mit hohem Bewertungsdruck. Wer den Beruf ergreift, braucht Geduld, Durchsetzungsvermögen, eine belastbare Stimme und die Fähigkeit, nach Feierabend abzuschalten.
Aussichten
Der Bedarf ist hoch und wird es in vielen Bereichen bleiben, vor allem an Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen, an Förderschulen und Berufsschulen sowie in den MINT-Fächern. In ostdeutschen Ländern und ländlichen Regionen ist der Mangel besonders groß. Am Gymnasium mit Fächern wie Deutsch, Geschichte oder Biologie ist die Lage dagegen enger, dort entscheiden oft Fächerkombination und regionale Flexibilität. Die meisten Lehrkräfte werden verbeamtet, was einen sicheren Arbeitsplatz bedeutet. Entwicklungswege sind Funktionsstellen wie Fachbereichsleitung, Oberstufenkoordination, stellvertretende Schulleitung oder Schulleitung, außerdem Tätigkeiten in der Lehrerausbildung, in der Schulaufsicht oder in Landesinstituten.
Aufgaben
- Unterrichtsstunden und Unterrichtsreihen nach Lehrplan vorbereiten
- Unterricht in Klassen und Kursen halten
- Klassenarbeiten, Tests und Klausuren erstellen und korrigieren
- Noten vergeben und Zeugnisse schreiben
- Elterngespräche führen und Schüler individuell beraten
- An Konferenzen, Fortbildungen und Pausenaufsichten teilnehmen
- Klassenfahrten, Projekttage und Prüfungen organisieren
Voraussetzungen
- Abitur oder eine andere Hochschulzugangsberechtigung
- Lehramtsstudium mit Master of Education oder Erstem Staatsexamen
- Abgeschlossenes Referendariat mit Zweitem Staatsexamen
- Erweitertes Führungszeugnis
- Für eine Verbeamtung gesundheitliche Eignung und meist eine Altersgrenze je nach Bundesland
- Geduld, Durchsetzungsvermögen und Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Belastbare Stimme und Fähigkeit zur Selbstorganisation
Wo man arbeitet
- Grundschulen
- Haupt-, Real-, Ober- und Gesamtschulen
- Gymnasien
- Förderschulen
- Berufsbildende Schulen
- Privatschulen und Schulen in freier Trägerschaft
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Lehramtsstudium von etwa vier bis fünf Jahren mit Abschluss Master of Education oder Erstem Staatsexamen, gefolgt von einem Referendariat von meist 18 Monaten mit Zweitem Staatsexamen. Mit einem fachnahen Hochschulabschluss ist in vielen Bundesländern auch ein Seiteneinstieg mit berufsbegleitender Nachqualifizierung möglich.
Offene Stellen als Lehrer
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Lehrer in Vollzeit (Physik+ zweites Fach)
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