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Logistik & Verkehr

LKW-Servicemobilfahrer

LKW-Servicemobilfahrer fahren mit einem ausgerüsteten Werkstattwagen zu liegengebliebenen Lastwagen, Bussen und Anhängern, finden den Fehler und reparieren vor Ort, damit das Fahrzeug weiterfahren kann. Die Arbeit findet oft nachts, am Wochenende und am Rand der Autobahn statt.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als LKW-Servicemobilfahrer verdient

3.350 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.400 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.350 € 3.800 € 40.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.800 € 4.400 € 45.600 €

Viele Betriebe zahlen nach den regionalen Tarifverträgen für das Kfz-Handwerk, die IG Metall mit den Kfz-Innungen abschließt, ein Teil ist jedoch nicht tarifgebunden und zahlt deutlich weniger. Das tatsächliche Einkommen hängt stark von Bereitschafts-, Nacht- und Wochenendzulagen ab, die bei häufigen Einsätzen mehrere hundert Euro im Monat ausmachen können.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein LKW-Servicemobilfahrer?

LKW-Servicemobilfahrer sind mobile Mechaniker für Nutzfahrzeuge. Geht bei einem Sattelzug auf der Autobahn ein Reifen kaputt, fällt die Druckluftbremse aus oder springt der Motor auf einem Rastplatz nicht mehr an, schickt die Leitstelle einen Pannendienst oder eine Nutzfahrzeugwerkstatt das Servicemobil los. Das ist meist ein Transporter oder kleiner LKW mit Kompressor, Werkzeug, Ersatzteilen, Diagnosegerät und oft einem Kran zum Reifenwechsel. Vor Ort sichern die Fahrer zuerst die Pannenstelle ab, lesen Fehlerspeicher aus, prüfen Elektrik, Druckluftsystem und Bremsen und entscheiden, ob eine Reparatur an Ort und Stelle möglich ist. Häufige Aufgaben sind Reifen montieren, Batterien tauschen, Starthilfe geben, Leitungen abdichten oder Sensoren ersetzen. Gelingt das nicht, organisieren sie das Abschleppen. Dazu kommen Arbeitsberichte, Abrechnung mit Speditionen oder Versicherungen und die Pflege der Ausrüstung. Zwischen den Einsätzen arbeiten viele in der Werkstatt mit.

Wie wird man LKW-Servicemobilfahrer?

Eine eigene Ausbildung mit diesem Namen gibt es nicht. Der übliche Weg ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik. Auch Land- und Baumaschinenmechatroniker oder Kfz-Mechatroniker aus dem PKW-Bereich kommen in den Beruf, wenn sie sich in Nutzfahrzeugtechnik einarbeiten. Für Reifendienste reicht teils eine Ausbildung zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik. Erforderlich ist mindestens der Führerschein Klasse B, je nach Fahrzeug C1 oder C, und wer defekte LKW selbst bewegen soll, braucht Klasse CE. Herstellerschulungen, Kenntnisse in Hochvolttechnik und Schulungen zur Absicherung auf Autobahnen kommen meist im Betrieb hinzu. Ein Quereinstieg ohne technische Ausbildung ist selten und am ehesten im reinen Reifenservice möglich.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. LKW-Räder wiegen viel, es wird im Liegen unter dem Fahrzeug, bei Regen, Frost und Hitze gearbeitet. Pannen richten sich nicht nach Bürozeiten, deshalb gehören Rufbereitschaft, Nachteinsätze und Wochenenddienste fast immer dazu. Lange Anfahrten und Wartezeiten sind üblich. Das Arbeiten am Standstreifen ist gefährlich, vorbeifahrender Verkehr ist ein echtes Unfallrisiko. Gefragt sind gute Fehlersuche ohne Werkstattausstattung, schnelle Entscheidungen und ein ruhiger Umgang mit Fahrern, die unter Zeitdruck stehen und oft kaum Deutsch sprechen. Wer allein unterwegs ist, muss ohne Rücksprache mit Kollegen auskommen.

Aussichten

Der Güterverkehr auf der Straße bleibt hoch, und Nutzfahrzeugwerkstätten suchen seit Jahren Fachkräfte. Für den Bereitschaftsdienst finden viele Betriebe nur schwer Personal, die Nachfrage ist entsprechend stabil. Mit wachsender Elektronik, alternativen Antrieben und Telematik steigen die Anforderungen an die Diagnose. Entwicklungswege führen zum Kfz-Techniker oder Kfz-Meister, in die Serviceleitung, zum Werkstattleiter oder in den technischen Außendienst eines Herstellers. Wer den Meister hat, kann sich auch mit einem eigenen Pannendienst selbstständig machen.

Aufgaben

  • Pannenstelle auf Autobahn oder Rastplatz absichern
  • Fehlerspeicher mit dem Diagnosegerät auslesen
  • Reifen an LKW und Anhängern wechseln und montieren
  • Druckluft-, Brems- und Elektrikanlagen prüfen und instand setzen
  • Batterien tauschen und Starthilfe geben
  • Abschleppen organisieren, wenn keine Reparatur vor Ort möglich ist
  • Einsatzberichte schreiben und Leistungen abrechnen
  • Servicefahrzeug, Werkzeug und Ersatzteilbestand pflegen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Kfz-Mechatroniker, idealerweise Nutzfahrzeugtechnik, oder vergleichbarer technischer Beruf
  • Führerschein Klasse B, je nach Betrieb C1, C oder CE
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft, Nacht- und Wochenendeinsätzen
  • Körperliche Belastbarkeit und Arbeit bei jedem Wetter
  • Selbstständige Fehlersuche und schnelle Entscheidungen
  • Grundkenntnisse in Englisch für Gespräche mit ausländischen Fahrern

Wo man arbeitet

  • Nutzfahrzeugwerkstätten und Vertragswerkstätten von LKW-Herstellern
  • Pannen- und Abschleppdienste
  • Mobile Reifendienste für Nutzfahrzeuge
  • Werkstätten großer Speditionen und Busunternehmen
  • Automobilclubs mit Nutzfahrzeug-Pannenhilfe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Danach folgen Berufserfahrung in der Werkstatt, der passende LKW-Führerschein und betriebliche Schulungen, bevor man allein mit dem Servicemobil fährt.

Offene Stellen als LKW-Servicemobilfahrer

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