Manager Product Cost Optimization
Manager für Product Cost Optimization senken die Herstell- und Beschaffungskosten von Bauprodukten, Systemen oder standardisierten Gebäudeteilen, ohne Qualität, Normen und Funktion zu gefährden. Sie arbeiten an der Schnittstelle von Technik, Einkauf und Controlling.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Manager Product Cost Optimization verdient
6.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 4.300 bis 11.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.300 € | 5.000 € | 5.800 € | 60.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.500 € | 6.500 € | 7.800 € | 78.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 7.000 € | 8.500 € | 11.000 € | 102.000 € |
Die Stelle wird meist außertariflich und frei verhandelt bezahlt; am stärksten zählen Unternehmensgröße, Branche und Region, wobei Haustechnik- und Industriehersteller mit Bindung an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie oder der chemischen Industrie höher liegen als mittelständische Baustoffbetriebe. Bei Bauunternehmen dient der Rahmentarifvertrag für Angestellte im Baugewerbe als Untergrenze, variable Prämien für erreichte Einsparziele kommen häufig hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Manager Product Cost Optimization?
Im Bau- und Immobilienumfeld arbeiten Manager für Product Cost Optimization meist bei Herstellern von Bauprodukten wie Fenstern, Fassadenelementen, Haustechnik oder Fertigteilen, bei Modulbauern oder bei großen Baukonzernen mit eigenen Systemlösungen. Ihre Aufgabe ist es, herauszufinden, warum ein Produkt so viel kostet, wie es kostet, und wo sich das ändern lässt. Dazu zerlegen sie Produkte in Material, Fertigungsschritte, Montageaufwand und Logistik und erstellen Kalkulationen, die zeigen, was ein Bauteil eigentlich kosten sollte. Sie vergleichen Angebote von Lieferanten, analysieren Wettbewerbsprodukte, schlagen alternative Werkstoffe oder vereinfachte Konstruktionen vor und rechnen durch, ob sich eine Änderung am Ende lohnt. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Abstimmung: mit der Entwicklung, die Bedenken zu Statik, Brandschutz oder Zulassung hat, mit dem Einkauf, der neue Preise verhandeln soll, und mit der Produktion, die Änderungen umsetzen muss. Die Ergebnisse werden in Workshops, Präsentationen und Maßnahmenplänen festgehalten und über Monate nachverfolgt.
Wie wird man Manager Product Cost Optimization?
Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. Üblich ist ein Studium in Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen oder Betriebswirtschaft mit technischem Schwerpunkt. Danach folgen meist einige Jahre in Kalkulation, Einkauf, Produktentwicklung oder Controlling, bevor jemand die Rolle übernimmt. Quereinsteiger kommen häufig aus der Arbeitsvorbereitung oder der Angebotskalkulation von Bauunternehmen. Techniker oder Meister mit langer Erfahrung und Weiterbildung in Kostenrechnung haben in kleineren Betrieben ebenfalls Chancen. Methoden wie Value Engineering, Design-to-Cost oder Wertanalyse nach DIN EN 12973 lassen sich über Lehrgänge vertiefen.
Was der Beruf verlangt
Die Stelle verlangt sicheren Umgang mit Zahlen, ERP-Systemen und Tabellenkalkulation, aber ebenso technisches Verständnis für Konstruktion, Werkstoffe und bauliche Vorschriften. Schwer fällt vielen die Rolle zwischen den Abteilungen: Kostensenkung bedeutet oft, liebgewonnene Lösungen anderer infrage zu stellen, und nicht jeder Vorschlag wird freundlich aufgenommen. Der Druck ist spürbar, weil Einsparziele vorgegeben und an Prämien gekoppelt sein können, während steigende Rohstoff- und Energiepreise Erfolge schnell wieder auffressen. Gearbeitet wird überwiegend im Büro zu regulären Zeiten, in Projektphasen auch länger. Reisen zu Werken und Lieferanten, teils ins Ausland, gehören in vielen Unternehmen dazu. Englisch wird bei international aufgestellten Herstellern vorausgesetzt.
Aussichten
Der Kostendruck in der Bauwirtschaft ist hoch: teure Materialien, hohe Zinsen und schwache Neubauzahlen zwingen Hersteller und Bauunternehmen, effizienter zu werden. Gleichzeitig wächst der Anteil serieller und modularer Bauweisen, bei denen Produktkosten systematisch optimiert werden können. Die Nachfrage nach Fachleuten, die Technik und Kosten verbinden, ist deshalb stabil, auch wenn die Zahl der Stellen überschaubar bleibt und sich auf größere Unternehmen konzentriert. In Abschwungphasen werden solche Rollen eher ausgebaut als gestrichen. Entwicklungswege führen zur Leitung eines Cost-Engineering-Teams, in den strategischen Einkauf, ins Produktmanagement oder in die Werks- und Bereichsleitung. Auch der Wechsel in Beratungen mit Schwerpunkt Bau oder Industrie ist verbreitet.
Aufgaben
- Herstellkosten von Bauprodukten und Systemen detailliert kalkulieren
- Kostentreiber in Material, Fertigung, Montage und Logistik analysieren
- Alternative Werkstoffe und vereinfachte Konstruktionen mit der Entwicklung prüfen
- Lieferantenangebote vergleichen und Preisverhandlungen mit dem Einkauf vorbereiten
- Wettbewerbsprodukte zerlegen und Kosten vergleichen
- Workshops zu Value Engineering und Design-to-Cost leiten
- Einsparmaßnahmen nachverfolgen und an die Geschäftsführung berichten
Voraussetzungen
- Studium in Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen oder vergleichbare Qualifikation
- Mehrjährige Erfahrung in Kalkulation, Einkauf, Controlling oder Produktentwicklung
- Sicherer Umgang mit ERP-Systemen und Tabellenkalkulation
- Technisches Verständnis für Werkstoffe, Fertigung und bauliche Normen
- Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick
- Gute Englischkenntnisse und Reisebereitschaft
Wo man arbeitet
- Hersteller von Bauprodukten und Baustoffen
- Hersteller von Gebäude- und Haustechnik
- Modul- und Fertigteilbauunternehmen
- Große Bauunternehmen und Baukonzerne
- Unternehmensberatungen mit Schwerpunkt Bau und Industrie
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Bauingenieurwesen, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen, das drei bis fünf Jahre dauert. Danach folgen meist zwei bis fünf Jahre Berufserfahrung in Kalkulation, Einkauf oder Controlling, bevor die Position übernommen wird.
Offene Stellen als Manager Product Cost Optimization
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Senior Manager Product Cost Optimization - Bau (m/w/d)
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