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Marketing & Kommunikation

Marketing am Campus oder virtuell

Fachkräfte im Campus-Marketing machen Hochschulen, Bildungsanbieter oder Arbeitgeber bei Studieninteressierten und Studierenden bekannt, mit Veranstaltungen vor Ort und digitalen Formaten wie Online-Infoabenden und Social Media.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Marketing am Campus oder virtuell verdient

4.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 6.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 4.100 € 4.900 € 49.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 5.000 € 6.200 € 60.000 €

An staatlichen Hochschulen gilt der TV-L, in Hessen der TV-H; Marketingstellen sind meist in E9b bis E11 eingruppiert, mit Master und Referentenaufgaben in E13. Private Hochschulen und kleine Agenturen zahlen oft darunter, größere Unternehmen im Employer Branding häufig darüber.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man im Campus-Marketing?

Die Arbeit dreht sich um eine Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler vor der Studienwahl, Studierende und junge Absolventen. An Hochschulen geht es meist darum, Bewerbungen für Studiengänge zu gewinnen. In Unternehmen heißt der Bereich oft Hochschulmarketing oder Employer Branding und soll Praktikanten, Werkstudenten und Berufseinsteiger anwerben. Am Campus bedeutet das: Infotage und Tage der offenen Tür planen, Stände auf Studien- und Karrieremessen betreuen, Führungen organisieren, mit Fachschaften und Career Services zusammenarbeiten. Virtuell heißt es: Online-Infoabende und Webinare moderieren, Instagram-, TikTok- oder LinkedIn-Kanäle bespielen, Newsletter verschicken, Kampagnen schalten und deren Zahlen auswerten. Dazu kommen Texte für Websites und Broschüren, Abstimmungen mit Fakultäten oder Fachabteilungen, Budgetplanung und das Briefing von Agenturen. Ein großer Teil des Tages besteht aus E-Mails, Meetings und Organisation, weniger aus kreativer Arbeit.

Wie wird man Campus-Marketer?

Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Üblich ist ein Bachelor in Kommunikations-, Medien- oder Wirtschaftswissenschaften, häufig mit Schwerpunkt Marketing. Für Referentenstellen an staatlichen Hochschulen wird oft ein Master verlangt. Möglich ist auch eine Ausbildung als Kaufmann oder Kauffrau für Marketingkommunikation mit anschließender Weiterbildung, etwa zum Fachwirt. Viele steigen über ein Volontariat, ein Traineeprogramm oder eine Werkstudentenstelle im Hochschulmarketing ein. Quereinsteiger aus Studienberatung, Journalismus, Eventmanagement oder Personalwesen haben Chancen, wenn sie Erfahrung mit Social Media und Veranstaltungen nachweisen können.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist saisonal stark verdichtet. Vor Bewerbungsfristen und in der Messesaison im Herbst und Frühjahr häufen sich Termine, Reisen und Wochenendeinsätze. Infotage finden oft samstags statt, Online-Formate für Berufstätige abends. Messen bedeuten stundenlanges Stehen, Auf- und Abbau und viele kurze Gespräche. Social-Media-Kanäle verlangen regelmäßige Inhalte und eine schnelle Reaktion auf Kommentare, auch auf kritische. An Hochschulen kommen langsame Abstimmungswege, knappe Budgets und viele Beteiligte mit eigenen Vorstellungen hinzu. Stellen im öffentlichen Dienst sind häufig befristet, weil sie an Projekte oder Drittmittel gebunden sind. Wer im Unternehmen arbeitet, muss den Erfolg der Maßnahmen an Bewerberzahlen messen lassen.

Aussichten

Der Wettbewerb um Studierende nimmt zu, weil die Zahl der Schulabgänger in vielen Regionen sinkt und private Hochschulen sowie Fernhochschulen stark wachsen. Gleichzeitig suchen Unternehmen wegen des Fachkräftemangels früher nach Nachwuchs. Das sorgt für eine stabile Nachfrage, allerdings mit vielen Bewerbungen auf attraktive Stellen in Universitätsstädten. Digitale Formate haben seit der Pandemie an Gewicht gewonnen, wer Datenauswertung, Performance-Marketing und Videoproduktion beherrscht, ist im Vorteil. Entwicklungswege führen zur Leitung eines Marketing- oder Kommunikationsbereichs, ins Employer Branding und Recruiting, in die Hochschulkommunikation oder in Agenturen, die auf Bildungsmarketing spezialisiert sind.

Aufgaben

  • Infotage, Campusführungen und Messeauftritte planen und betreuen
  • Online-Infoabende und Webinare organisieren und moderieren
  • Social-Media-Kanäle mit Beiträgen, Stories und Videos bespielen
  • Texte für Website, Studienbroschüren und Newsletter schreiben
  • Online-Kampagnen schalten und Kennzahlen wie Bewerberzahlen auswerten
  • Agenturen briefen und Budgets überwachen
  • Mit Fakultäten, Fachabteilungen und Career Services Inhalte abstimmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium in Kommunikation, Medien, Marketing oder BWL, an staatlichen Hochschulen oft Master
  • Sicherer schriftlicher Ausdruck auf Deutsch, gute Englischkenntnisse
  • Erfahrung mit Social Media, Content-Management-Systemen und Analysetools
  • Organisationstalent für Veranstaltungen mit vielen Beteiligten
  • Bereitschaft zu Reisen, Abend- und Wochenendterminen
  • Freude am Auftreten vor Gruppen und im Gespräch mit jungen Menschen

Wo man arbeitet

  • Staatliche Universitäten und Fachhochschulen
  • Private Hochschulen und Fernhochschulen
  • Personal- und Marketingabteilungen größerer Unternehmen
  • Agenturen für Bildungs- und Personalmarketing
  • Weiterbildungsanbieter und Akademien

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium von drei bis dreieinhalb Jahren in Kommunikation, Medien oder Wirtschaft, für Referentenstellen an staatlichen Hochschulen häufig ein zweijähriger Master dazu. Alternativ führt eine dreijährige Ausbildung als Kaufmann oder Kauffrau für Marketingkommunikation mit Berufserfahrung oder Fachwirt-Weiterbildung in den Beruf. Ein Volontariat oder Trainee von zwölf bis vierundzwanzig Monaten erleichtert den Einstieg.

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