Zum Inhalt springen
Handwerk & Produktion

Maschinen- und Anlagenführer für

Maschinen- und Anlagenführer richten Produktionsmaschinen und automatisierte Anlagen ein, fahren sie an, überwachen den laufenden Betrieb und beheben kleinere Störungen. Sie arbeiten in der Metall-, Kunststoff-, Lebensmittel-, Papier- oder Textilindustrie, meist im Schichtdienst.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Maschinen- und Anlagenführer für verdient

3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.400 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.200 € 3.700 € 4.400 € 44.400 €

Das Gehalt hängt vor allem von Branche und Tarifbindung ab: In Betrieben mit dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) oder dem Chemie-Tarif (IG BCE) liegt es deutlich höher als in der nicht tarifgebundenen Lebensmittel- oder Textilindustrie. Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen sind hier nicht enthalten und erhöhen das tatsächliche Einkommen im Mehrschichtbetrieb spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Maschinen- und Anlagenführer?

Maschinen- und Anlagenführer sorgen dafür, dass Produktionsanlagen laufen. Vor Schichtbeginn lesen sie Auftragsdaten und Übergabeprotokolle, rüsten die Maschine für das nächste Produkt um, wechseln Werkzeuge, Formen oder Walzen und stellen Parameter wie Temperatur, Druck oder Geschwindigkeit an der Steuerung ein. Nach dem Anfahren prüfen sie die ersten Teile mit Messschieber, Lehre oder Prüfgerät und korrigieren die Einstellungen, bis die Maße stimmen. Im laufenden Betrieb füllen sie Material nach, beobachten Anzeigen und Abläufe, nehmen Stichproben und dokumentieren Stückzahlen und Qualitätsdaten. Fällt die Anlage aus, suchen sie die Ursache, beheben einfache Störungen selbst und holen bei größeren Schäden die Instandhaltung. Dazu kommen Reinigung, Schmierung und kleine Wartungsarbeiten. Was konkret produziert wird, hängt stark von der Branche ab: Getränkeflaschen, Autoteile, Verpackungen, Garn oder Zeitungspapier.

Wie wird man Maschinen- und Anlagenführer?

Der übliche Weg ist eine zweijährige duale Ausbildung mit Abschluss vor der IHK. Sie wird in Schwerpunkten angeboten, etwa Metall- und Kunststofftechnik, Lebensmitteltechnik, Textiltechnik oder Druckweiter- und Papierverarbeitung. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten einen Hauptschul- oder mittleren Schulabschluss. Nach der Ausbildung lässt sich in vielen Fällen in einen dreijährigen Beruf wie Industriemechaniker, Verfahrensmechaniker oder Fachkraft für Lebensmitteltechnik weiterlernen, wobei die zwei Jahre angerechnet werden. Quereinstieg ist verbreitet: Viele Produktionshelfer werden im Betrieb angelernt und können über eine Externenprüfung bei der IHK den Berufsabschluss nachholen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast immer im Schichtsystem statt, häufig im Zwei- oder Dreischichtbetrieb, in vielen Werken auch vollkontinuierlich mit Nacht- und Wochenendschichten. Das belastet Schlaf und Familienleben. In den Hallen ist es oft laut, je nach Branche warm, kalt, staubig oder geruchsintensiv; Gehörschutz und Sicherheitsschuhe gehören zum Alltag. Man steht und geht den größten Teil der Schicht, hebt Materialrollen oder Kisten und arbeitet an bewegten Maschinenteilen, was Konzentration und Disziplin bei Sicherheitsregeln verlangt. Bei gut laufender Anlage kann die Arbeit eintönig sein, bei Störungen entsteht dagegen Zeitdruck, weil jede Stillstandsminute Geld kostet. Gefragt sind technisches Verständnis, Sorgfalt beim Messen und Dokumentieren und die Bereitschaft, sich an neue Steuerungen und Software heranzuarbeiten.

Aussichten

Industriebetriebe suchen laufend Fachkräfte für die Produktion, besonders für Schichtarbeit, die viele meiden. Mit fortschreitender Automatisierung verschiebt sich die Tätigkeit vom Bedienen hin zum Überwachen, Einrichten und Fehlersuchen; einfache Handgriffe fallen weg, technisch versierte Anlagenführer werden dagegen wichtiger. Gleichzeitig hängt die Nachfrage an der Lage der jeweiligen Branche, und Stellenabbau in der Industrie trifft auch die Produktion. Aufstiegswege führen über die Weiterbildung zum Industriemeister oder staatlich geprüften Techniker, über Aufgaben als Einrichter oder Schichtführer oder über den Wechsel in Instandhaltung und Qualitätssicherung.

Aufgaben

  • Maschinen nach Auftrag umrüsten und Werkzeuge wechseln
  • Prozessparameter an der Anlagensteuerung einstellen
  • Anlagen anfahren und den laufenden Betrieb überwachen
  • Werkstücke und Produkte messen und prüfen
  • Material zuführen und fertige Ware abtransportieren
  • Störungen eingrenzen und einfache Fehler beheben
  • Anlagen reinigen, schmieren und warten
  • Stückzahlen, Prüfwerte und Störungen dokumentieren

Voraussetzungen

  • Hauptschul- oder mittlerer Schulabschluss, in der Regel erwartet
  • Technisches Verständnis und Interesse an Maschinen
  • Sorgfalt beim Messen, Prüfen und Dokumentieren
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit
  • Körperliche Belastbarkeit für Arbeit im Stehen und Heben
  • Konzentration und Einhaltung von Sicherheitsregeln

Wo man arbeitet

  • Metall- und Kunststoffverarbeitende Industrie
  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie
  • Papier- und Verpackungsindustrie
  • Textilindustrie
  • Automobilzulieferer
  • Druckereien und Weiterverarbeitungsbetriebe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine zweijährige duale Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer mit Abschlussprüfung vor der IHK, je nach Betrieb in einem Schwerpunkt wie Metall- und Kunststofftechnik oder Lebensmitteltechnik. Angelernte Produktionskräfte können den Abschluss nach mehrjähriger Berufspraxis über die Externenprüfung erwerben.

Offene Stellen als Maschinen- und Anlagenführer für

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Fachkraft für Lebensmitteltechnik

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik richten Produktionsanlagen in der Lebensmittelindustrie ein, steuern und überwachen sie und sorgen dafür, dass Produkte wie Fertiggerichte, Getränke, Süßwaren oder Tiefkühlkost in gleichbleibender Qualität und hygienisch einwandfrei hergestellt werden.

Offene Stellen
25
Monatsbrutto
2.400 – 4.500 €

Industriemechaniker

Hält Maschinen und Anlagen in Betrieb: fertigt Bauteile nach Zeichnung, montiert Baugruppen, wartet und sucht Störungen.

Offene Stellen
359
Monatsbrutto
2.800 – 5.000 €

Maschinen- und Anlagenbediener

Maschinen- und Anlagenbediener richten Produktionsmaschinen ein, überwachen laufende Anlagen und prüfen die gefertigten Teile. Der Beruf wird häufig nach Anlernen im Betrieb oder mit der zweijährigen Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer ausgeübt.

Offene Stellen
13
Monatsbrutto
2.300 – 4.200 €

Produktionsfachkraft Chemie

Zweijähriger Chemieberuf: bedient Produktionsanlagen, füllt ab, prüft Zwischenprodukte und dokumentiert Chargen.

Offene Stellen
5
Monatsbrutto
2.850 – 4.900 €

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik richten Maschinen ein, die aus Kunststoffgranulat oder Kautschukmischungen Formteile, Rohre, Folien oder Profile herstellen, und überwachen die laufende Produktion. Gearbeitet wird meist in Industriebetrieben, häufig im Schichtdienst.

Offene Stellen
6
Monatsbrutto
2.600 – 4.800 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz