Mechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte
Mechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte warten und reparieren Kehrmaschinen, Müllfahrzeuge, Winterdienstgeräte und Geräteträger, die Städte und Gemeinden für Reinigung, Grünpflege und Straßendienst einsetzen. Sie arbeiten an Motor, Hydraulik, Elektrik und Elektronik.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte verdient
3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 4.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.900 € | 3.200 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.300 € | 3.700 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € |
Am stärksten hängt das Gehalt vom Arbeitgeber ab: In kommunalen Betrieben gilt der TVöD (VKA), meist mit Eingruppierung in die Entgeltgruppen 5 bis 7, während private Fachwerkstätten nach den regionalen Tarifverträgen des Kfz- oder Land- und Baumaschinenhandwerks oder frei bezahlen und oft darunter liegen. Rufbereitschaft und Winterdiensteinsätze werden zusätzlich vergütet und sind in diesen Werten nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Mechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte?
Im Mittelpunkt stehen Fahrzeuge und Maschinen, die den Alltag einer Kommune am Laufen halten: Kehrmaschinen, Müllsammelfahrzeuge mit Pressaufbau, Kanalspülfahrzeuge, Geräteträger mit Mähwerken, Streuer und Schneepflüge. Die Fachkräfte suchen Fehler mit dem Diagnosegerät, tauschen Hydraulikschläuche und Zylinder, reparieren Bremsen und Antriebe, prüfen Kabelbäume und Sensoren und stellen Steuerungen von Aufbauten ein. Dazu kommen regelmäßige Inspektionen, Vorbereitungen für Hauptuntersuchung und Sicherheitsprüfungen sowie das Umrüsten von Sommer- auf Winterbetrieb. Ein Teil der Arbeit findet nicht in der Werkstatt statt, sondern direkt am liegengebliebenen Fahrzeug auf der Straße oder am Bauhof. Zunehmend gehören auch Elektro- und Hybridantriebe zum Arbeitsalltag, für die eine Hochvoltqualifikation nötig ist.
Wie wird man Mechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte?
Einen eigenen Ausbildungsberuf mit genau dieser Bezeichnung gibt es nicht. Der übliche Weg führt über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker, bei der Kommunaltechnik ausdrücklich zum Berufsbild gehört, oder zum Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik. Betriebe erwarten meist einen mittleren Schulabschluss, nehmen aber auch Bewerber mit gutem Hauptschulabschluss. Wer bereits eine Ausbildung in einem verwandten Metall- oder Elektroberuf hat, kann über Herstellerschulungen und Einarbeitung in kommunalen Werkstätten quer einsteigen. Ein Lkw-Führerschein ist oft gewünscht und wird von manchen Arbeitgebern finanziert.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend und schmutzig. Fahrzeuge kommen direkt aus dem Einsatz, Müllfahrzeuge riechen entsprechend, Kehrmaschinen sind voller Staub und Schlamm. Gearbeitet wird häufig in Zwangshaltungen unter dem Fahrzeug oder im Aufbau, mit schweren Teilen und bei Außeneinsätzen auch bei Kälte und Nässe. Im Winter ist die Belastung am höchsten: Wenn Streufahrzeuge ausfallen, muss schnell repariert werden, Rufbereitschaft und Einsätze am frühen Morgen oder am Wochenende sind in vielen Betrieben üblich. Die Technik ist vielfältig, weil eine Werkstatt Fahrzeuge vieler Hersteller betreut. Das verlangt die Bereitschaft, sich ständig in neue Systeme einzuarbeiten, und ein gutes Verständnis von Hydraulik und Elektronik zugleich. Wer Hydrauliköl, Dieselgeruch und Lärm nicht verträgt, wird mit dem Beruf nicht glücklich.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und eher steigend. Kommunen und Entsorgungsbetriebe finden schwer qualifiziertes Werkstattpersonal, Fachwerkstätten und Hersteller von Kommunaltechnik suchen Servicetechniker für den Außendienst. Die Elektrifizierung kommunaler Flotten schafft zusätzlichen Bedarf an Fachkräften mit Hochvoltkenntnissen. Weiterbildungen führen zum Meister im Land- und Baumaschinenmechatroniker- oder Kfz-Techniker-Handwerk, zum staatlich geprüften Techniker oder zum Servicetechniker beim Hersteller. Mit Meistertitel sind Werkstattleitung, Fuhrparkleitung in einem kommunalen Betrieb oder die Selbstständigkeit möglich.
Aufgaben
- Fehler an Motor, Hydraulik und Elektronik mit Diagnosegeräten suchen
- Hydraulikschläuche, Zylinder und Pumpen prüfen und tauschen
- Kehrmaschinen, Müllfahrzeuge und Geräteträger warten und inspizieren
- Winterdienstgeräte wie Streuer und Schneepflüge montieren und einstellen
- Steuerungen von Aufbauten und Anbaugeräten programmieren und kalibrieren
- Fahrzeuge für Hauptuntersuchung und Sicherheitsprüfungen vorbereiten
- Pannen an Fahrzeugen vor Ort auf der Straße oder am Bauhof beheben
- Reparaturen und Wartungen dokumentieren und Ersatzteile bestellen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Land- und Baumaschinenmechatroniker oder Kfz-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik
- Technisches Verständnis für Hydraulik, Elektrik und Elektronik
- Körperliche Belastbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz, Gerüchen und Witterung
- Führerschein Klasse B, oft auch C oder CE gewünscht
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft, besonders im Winterdienst
- Hochvoltqualifikation für Arbeiten an Elektrofahrzeugen von Vorteil
Wo man arbeitet
- Kommunale Bauhöfe und Betriebshöfe
- Stadtreinigungs- und Abfallwirtschaftsbetriebe
- Fachwerkstätten für Kommunal- und Nutzfahrzeugtechnik
- Hersteller von Kommunalfahrzeugen und Anbaugeräten
- Private Entsorgungsunternehmen
- Landmaschinen- und Baumaschinenhändler mit Kommunaltechnik
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker oder zum Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Die Spezialisierung auf Kommunalfahrzeuge erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb, Herstellerschulungen und Berufspraxis.
Offene Stellen als Mechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte
In der Suche fortsetzenMechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte (m/w/d)
Mechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte (m/w/d)
Mechatroniker für Kommunalfahrzeuge und -geräte (m/w/d)
Verwandte Berufe
Baugeräteführer
Führt Bagger, Radlader, Raupen und Krane auf der Baustelle und hält sie instand – mit Verantwortung für Umfeld und Sicherheit.
- Offene Stellen
- 48
- Monatsbrutto
- 2.750 – 4.700 €
Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik
Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik warten, prüfen und reparieren Lkw, Busse, Sattelauflieger und Transporter. Sie arbeiten an Motoren, Druckluftbremsen, Hydraulik und Fahrzeugelektronik.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.600 – 4.600 €
Land- und Baumaschinenmechatroniker
Wartet und repariert Traktoren, Erntemaschinen und Baumaschinen – Hydraulik, Elektronik und Einsatz beim Kunden.
- Offene Stellen
- 90
- Monatsbrutto
- 2.800 – 4.900 €
Mechatroniker
Mechatroniker bauen und halten Anlagen instand, in denen Mechanik, Elektrik und Steuerungstechnik zusammenwirken, und suchen Störungen über alle drei.
- Offene Stellen
- 242
- Monatsbrutto
- 3.000 – 5.200 €
Passend dazu im Ratgeber
- Werkstudent: Stundengrenze, Sozialversicherung, Vertrag Das Werkstudentenprivileg spart Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherun...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...