Mechatroniker
Mechatroniker bauen und halten Anlagen instand, in denen Mechanik, Elektrik und Steuerungstechnik zusammenwirken, und suchen Störungen über alle drei.
72 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mechatroniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.350 € | 3.700 € | 40.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.500 € | 3.950 € | 4.450 € | 47.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.550 € | 5.200 € | 54.600 € |
Abgeleitet aus den Entgeltgruppen der Flächentarife der Metall- und Elektroindustrie für Facharbeiter und aus den Entgeltatlas-Werten. Die tarifliche 35-Stunden-Woche im Westen ist mitgedacht; Ausbildungsvergütungen sind nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Mechatroniker arbeiten an der Schnittstelle, die den Beruf benennt: Mechanik, Elektrik und Steuerungstechnik. Sie bauen Maschinen und Anlagen zusammen, verdrahten Schaltschränke, montieren Sensoren und Antriebe, programmieren und ändern Steuerungen und suchen Störungen quer über alle drei Gebiete. Genau das ist die Abgrenzung: Der Industriemechaniker bleibt bei Mechanik und Fertigung, der Elektroniker für Betriebstechnik bei Elektrik und Installation. Der Mechatroniker muss an einer stehenden Anlage entscheiden können, ob ein Lager, ein Schütz oder eine Zeile im Steuerungsprogramm das Problem ist. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und ist einer der anspruchsvolleren industriell-technischen Abschlüsse.
Im Anzeigenbestand dieses Portals fällt eines sofort auf: Die Mehrheit der Stellen sind Ausbildungsplätze, teils mit Beginn im Jahr darauf. Die ausschreibenden Betriebe sind Industrie, nicht Handwerk — Labor- und Messtechnik, Gasnetzbetrieb, Umformtechnik, Lebensmittelproduktion. Der typische Einsatz ist entsprechend die Instandhaltung: Anlagen laufen im Mehrschicht- oder Dauerbetrieb, jede Stunde Stillstand kostet, und die Störungsbehebung findet unter Zeitdruck statt, oft nachts oder am Wochenende, weil dann produktionsfreie Fenster liegen.
Dazu gehören Schichtbetrieb und Rufbereitschaft, Arbeit in Lärm, Hitze, Enge und auf Leitern, und die Verantwortung dafür, dass eine Anlage nach der Reparatur sicher wieder anläuft. Im Gegenzug ist die Nachfrage stabil, die Bezahlung in der Metall- und Elektroindustrie tariflich geregelt und die Bindung an einen einzelnen Betrieb gering, weil die Qualifikation überall gebraucht wird: Produktion, Energieversorgung, Bahn, Gebäudetechnik, Anlagenbau. Wer im Außendienst eines Anlagenbauers landet, tauscht die Schicht gegen Reisetage und Montageeinsätze beim Kunden.
Aufgaben
- Mechanische, elektrische und pneumatische Komponenten zu Anlagen zusammenbauen
- Schaltschränke verdrahten, Sensoren und Antriebe montieren und einstellen
- Steuerungen in Betrieb nehmen, Parameter ändern, Programme anpassen
- Störungen eingrenzen und entscheiden, ob Mechanik, Elektrik oder Software
- Wartungspläne abarbeiten, Verschleißteile tauschen, Anlagen schmieren
- Anlagen nach Instandsetzung prüfen, messen und freigeben
- Prüfprotokolle, Schaltpläne und Änderungen dokumentieren
- Bediener einweisen und Fehlerbilder mit der Produktion klären
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Mechatroniker, dreieinhalb Jahre dual, oder ein vergleichbarer elektrotechnischer Abschluss
- Lesen von Schaltplänen, Hydraulik- und Pneumatikschemata sowie technischen Zeichnungen
- Grundlagen der Steuerungstechnik, in der Industrie meist SPS nach Siemens-Standard
- Bereitschaft zu Wechselschicht, Nachtarbeit und Rufbereitschaft
- Körperliche Eignung für Arbeit auf Leitern, in Enge, bei Lärm und Hitze
- Elektrotechnische Befähigung nach den Vorgaben des Betriebs, teils Höhen- oder Atemschutztauglichkeit
Wo man arbeitet
- Produktionsbetriebe der Metall-, Kunststoff- und Lebensmittelindustrie
- Instandhaltungsabteilungen und Werkstätten großer Werke
- Maschinen- und Anlagenbau, einschließlich Montage beim Kunden
- Energie-, Gas- und Wasserversorger
- Verkehrsbetriebe und Bahninstandhaltung
- Gebäude- und Fördertechnik, etwa Aufzüge und Klimaanlagen
Der Weg in den Beruf
Der Regelweg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Industriebetrieb mit Berufsschule, überwiegend mit Mittlerem Schulabschluss oder Fachoberschulreife; die Betriebe schauen auf Mathematik und Physik. Verkürzung auf drei Jahre ist bei guten Leistungen oder mit Abitur üblich. Danach stehen die Industriemeisterprüfung Mechatronik, der Staatlich geprüfte Techniker und, mit Fachhochschulreife, ein Studium in Mechatronik oder Automatisierungstechnik offen. Wer bereits als Industriemechaniker oder Elektroniker arbeitet, kann über eine Umschulung oder Zusatzqualifikationen in der Steuerungstechnik in das Feld wechseln.
Offene Stellen als Mechatroniker
In der Suche fortsetzenAusbildung zum Mechatroniker (w/m/d)
Mechatroniker (m/w/d)
Mechatroniker (m/w/d)
Mechatroniker (m/w/d)
Mechatroniker (m/w/d)
Mechatroniker (m/w/d)
Ausbildung zum Mechatroniker (m/w/d)
Verwandte Berufe
Anlagenmechaniker
Anlagenmechaniker fertigen, montieren und warten Rohrleitungen, Behälter und technische Anlagen in Industrie, Anlagenbau und Versorgungstechnik.
- Offene Stellen
- 22
- Monatsbrutto
- 2.950 – 4.600 €
Elektroniker für Betriebstechnik
Elektroniker für Betriebstechnik bauen, warten und reparieren die elektrischen Anlagen, Schaltanlagen und Steuerungen von Industriebetrieben.
- Offene Stellen
- 40
- Monatsbrutto
- 2.900 – 5.400 €
Industriemechaniker
Hält Maschinen und Anlagen in Betrieb: fertigt Bauteile nach Zeichnung, montiert Baugruppen, wartet und sucht Störungen.
- Offene Stellen
- 127
- Monatsbrutto
- 2.800 – 5.000 €
Kfz-Mechatroniker
Kfz-Mechatroniker halten Fahrzeuge instand: Fehlerspeicher auslesen, Mechanik und Elektronik prüfen, Bauteile tauschen, Untersuchungen vorbereiten.
- Offene Stellen
- 88
- Monatsbrutto
- 2.650 – 4.600 €
Servicetechniker
Servicetechniker warten, prüfen und reparieren technische Anlagen beim Kunden: Gebäudetechnik, Maschinen und elektrische Betriebsmittel.
- Offene Stellen
- 67
- Monatsbrutto
- 2.850 – 5.000 €
Passend dazu im Ratgeber
- Urlaubsanspruch: Berechnung, Übertragung, Verfall Das Gesetz kennt 24 Werktage, der Vertrag oft 30 Tage, und beides meint nicht dasselbe. De...
- Ausbildungsplatz finden: wie früh man anfangen muss Große Betriebe besetzen ihre Ausbildungsplätze ein Jahr vor dem Start, kleine oft erst ein...
- Tarifvertrag verstehen: Entgeltgruppe, Stufe, und was daraus folgt Ein Tarifverweis in der Anzeige ist die einzige Gehaltsangabe, die Sie vor dem Gespräch na...