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Handwerk & Produktion

Möbelmonteur

Möbelmonteure bauen Möbel, Küchen und Einbauschränke beim Kunden oder im Objekt auf, passen sie an die Räume an und schließen Geräte an. Die Arbeit ist körperlich, findet meist im Außendienst statt und steht oft unter Zeitdruck.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Möbelmonteur verdient

2.950 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 3.900 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.250 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 2.950 € 3.400 € 35.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.950 € 3.350 € 3.900 € 40.200 €

Die meisten Montagebetriebe sind nicht tarifgebunden; in Möbelhäusern gilt teils der Tarifvertrag des Einzelhandels, in Speditionen der regionale Tarifvertrag für Spedition und Logistik, in Tischlereien der Tarifvertrag des Tischlerhandwerks. Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob Küchen mit Wasser- und Elektroanschluss montiert werden und ob nach Stunden oder nach Pauschale pro Auftrag bezahlt wird.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Möbelmonteur?

Ein Möbelmonteur liefert Möbel aus und baut sie dort auf, wo sie stehen sollen: in Wohnungen, Büros, Hotels, Praxen oder Läden. Ein typischer Tag beginnt im Lager mit dem Beladen des Transporters nach Tourenplan. Beim Kunden werden Kartons und Einzelteile in die Wohnung getragen, oft über mehrere Stockwerke ohne Aufzug. Dann folgt der Aufbau: Korpusse verschrauben, Schranktüren einhängen und justieren, Schubkästen einstellen, Regale und Hängeschränke an der Wand befestigen. Bei Küchen kommt mehr dazu: Arbeitsplatten zuschneiden und verbinden, Ausschnitte für Spüle und Kochfeld sägen, Wände und Böden ausgleichen, Einbaugeräte einsetzen und Wasseranschlüsse herstellen. Am Ende wird das Verpackungsmaterial mitgenommen, der Auftrag mit dem Kunden abgenommen und Mängel oder fehlende Teile werden dokumentiert. Viele Monteure arbeiten zu zweit in einem Team, das eine feste Tour fährt.

Wie wird man Möbelmonteur?

Eine geschützte Berufsbezeichnung gibt es nicht. Der passende Ausbildungsberuf ist die Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice, eine dreijährige duale Ausbildung mit IHK-Abschluss. Häufig kommen auch ausgebildete Tischler, Schreiner oder Holzmechaniker in den Beruf, die vor allem in der Küchen- und Objektmontage gesucht sind. Ein großer Teil der Beschäftigten ist ohne einschlägige Ausbildung eingestiegen und wurde im Betrieb angelernt, etwa nach einer Tätigkeit im Lager, im Umzugsgewerbe oder auf dem Bau. Für Elektroanschlüsse an Herd und Geräten braucht es eine Qualifikation als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, die Betriebe teils über Lehrgänge ermöglichen. Ein Führerschein der Klasse B ist fast immer Pflicht, für größere Transporter oft C1.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich hart. Schwere Teile werden getragen, viele Handgriffe passieren in gebückter Haltung, kniend oder über Kopf. Rücken- und Kniebeschwerden sind nach einigen Jahren häufig. Die Tage sind lang, weil Fahrzeiten zwischen den Kunden dazukommen, und Touren beginnen oft früh am Morgen. Samstagsarbeit ist in vielen Betrieben üblich. Der Zeitdruck ist hoch, da die Termine eng getaktet sind und Möbelhäuser mit pauschalen Montagezeiten kalkulieren. Wenn Teile fehlen, Wände schief sind oder Maße nicht stimmen, muss vor Ort improvisiert werden. Dazu kommt der direkte Kontakt mit Kunden, die manchmal ungeduldig oder unzufrieden sind. Wer sorgfältig arbeitet, räumlich denken kann und ruhig bleibt, kommt besser durch den Alltag.

Aussichten

Monteure werden laufend gesucht, vor allem für Küchen, da der Onlinehandel mit Möbeln und der Wunsch nach Aufbauservice zunehmen. Viele Betriebe finden kaum qualifiziertes Personal. Gleichzeitig ist die Branche von Subunternehmern und Pauschalvergütung geprägt, was die Arbeitsbedingungen nicht überall gut macht. Entwicklungswege führen zum Küchenmonteur mit Spezialwissen, zum Obermonteur oder Teamleiter, in die Disposition oder in die Selbstständigkeit als Montageunternehmer. Mit einer Tischlerausbildung ist auch der Weg zum Meister offen.

Aufgaben

  • Transporter nach Tourenplan beladen und Möbel zum Kunden liefern
  • Schränke, Betten, Regale und Büromöbel nach Plan aufbauen
  • Küchen montieren, Arbeitsplatten zuschneiden und Ausschnitte sägen
  • Hängeschränke und Wandregale sicher an der Wand befestigen
  • Einbaugeräte einsetzen und Wasseranschlüsse herstellen
  • Türen, Schubkästen und Fronten justieren
  • Verpackung entsorgen und den Auftrag mit dem Kunden abnehmen
  • Mängel und fehlende Teile dokumentieren und melden

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, häufig auch C1 erwünscht
  • Körperliche Belastbarkeit und gesunder Rücken
  • Handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Sicherer Umgang mit Akkuschrauber, Säge und Messwerkzeug
  • Ausbildung als Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice oder Tischler von Vorteil, aber nicht immer Pflicht
  • Freundliches Auftreten im Kundenkontakt und Zuverlässigkeit

Wo man arbeitet

  • Möbelhäuser mit eigenem Montageservice
  • Küchenstudios
  • Montagebetriebe und Subunternehmen für Möbelhäuser
  • Speditionen und Umzugsunternehmen
  • Objekteinrichter für Büros, Hotels und Praxen
  • Tischlereien

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice mit IHK-Abschluss oder eine Tischlerausbildung, ebenfalls drei Jahre. Viele steigen aber ohne Fachausbildung ein und werden im Betrieb über einige Wochen bis Monate angelernt.

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