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Handwerk & Produktion

Monteur für Klimaanlagen und Wärmepumpen -Schweiz

Monteure für Klimaanlagen und Wärmepumpen bauen in der Schweiz Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen in Wohn- und Gewerbebauten ein, nehmen sie in Betrieb und halten sie instand. Der Beruf steht für den Umbau der Wärmeversorgung weg von Öl und Gas und ist entsprechend gefragt.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Monteur für Klimaanlagen und Wärmepumpen -Schweiz verdient

6.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 5.000 bis 8.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 5.000 € 5.500 € 6.100 € 66.000 €
Mit Berufserfahrung 5.800 € 6.400 € 7.200 € 76.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.800 € 7.600 € 8.800 € 91.200 €

Die Werte sind Schweizer Löhne, in Euro umgerechnet und abhängig vom Wechselkurs; meist kommt ein 13. Monatslohn hinzu, dem stehen deutlich höhere Lebenshaltungskosten und selbst zu zahlende Krankenkassenprämien gegenüber. Für viele Betriebe gilt der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Schweizerischen Gebäudetechnikbranche mit Mindestlöhnen, darüber entscheiden Region (Zürich und Genf zahlen mehr), Kältemittelbewilligung, Pikettzulagen und ob man beim Installateur oder beim Hersteller arbeitet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Monteur für Klimaanlagen und Wärmepumpen?

Der Arbeitstag beginnt meist im Servicefahrzeug, beladen mit Werkzeug, Kupferrohr und Ersatzteilen. Auf Baustellen und in Bestandsgebäuden werden Außen- und Inneneinheiten gesetzt, Wanddurchbrüche vorbereitet, Kältemittelleitungen verlegt, gebördelt und hartgelötet. Danach folgen Druckprobe mit Stickstoff, Evakuieren, Befüllen mit Kältemittel und die elektrische Anbindung an Steuerung und Regelung. Bei Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen kommen hydraulische Arbeiten hinzu: Pufferspeicher anschließen, Umwälzpumpen einbauen, Heizkreise abgleichen. Ein großer Teil der Arbeit ist Service. Anlagen werden gewartet, auf Dichtheit geprüft, Filter getauscht, Störungen anhand von Fehlercodes, Drücken und Temperaturen eingegrenzt. Zum Abschluss gehören Inbetriebnahmeprotokolle, das Kältemittel-Logbuch und die Einweisung der Kundschaft.

Wie wird man Monteur für Klimaanlagen und Wärmepumpen?

In der Schweiz führt der übliche Weg über die vierjährige Lehre als Kältesystem-Monteurin oder Kältesystem-Monteur EFZ. Auch Heizungsinstallateure EFZ und Elektroinstallateure kommen über Weiterbildungen in den Wärmepumpenbereich. Fachkräfte aus Deutschland bringen meist eine Ausbildung als Mechatroniker für Kältetechnik oder Anlagenmechaniker SHK mit. Der Abschluss kann beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt werden, viele Betriebe stellen aber auch ohne formelle Anerkennung ein. Für den Umgang mit Kältemitteln ist in der Schweiz eine eigene Fachbewilligung nötig, die nach einem Kurs mit Prüfung erteilt wird. EU-Bürger erhalten über die Personenfreizügigkeit eine Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung, sobald ein Arbeitsvertrag vorliegt. Quereinsteiger aus Metall- oder Elektroberufen werden angelernt, verdienen aber weniger und bleiben ohne Kältemittelbewilligung auf Hilfsarbeiten beschränkt.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Außengeräte wiegen oft über 50 Kilo, gearbeitet wird auf Flachdächern, in engen Kellern, Schächten und auf Leitern, im Sommer bei großer Hitze, im Winter draußen in der Kälte. Lärm, Staub beim Kernbohren und Lötdämpfe gehören dazu. In der Hochsaison, wenn Klimaanlagen ausfallen oder im Winter Heizungen stillstehen, fallen Überstunden und Pikettdienst an, also Rufbereitschaft an Abenden und Wochenenden. Viele Einsätze bedeuten lange Fahrten zwischen Kundenterminen. Wer pendelt oder als Grenzgänger arbeitet, muss Arbeitsweg, Schweizer Lebenshaltungskosten, Krankenkassenprämien und die besondere Besteuerung einrechnen. Fachlich verlangt der Beruf ein Verständnis für Thermodynamik, Elektrik und Regelungstechnik sowie Sorgfalt, weil undichte Kältekreisläufe teuer und umweltschädlich sind. Der Umgang mit Kundschaft im eigenen Wohnraum gehört dazu, Schweizerdeutsch zu verstehen erleichtert vieles.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Kantonale Energiegesetze erschweren den Ersatz alter Öl- und Gasheizungen, Förderprogramme unterstützen Wärmepumpen, und im Sommer steigt der Bedarf an Kühlung in Büros, Rechenzentren und Wohnungen. Betriebe suchen seit Jahren Personal und werben gezielt in Deutschland und Österreich. Mit Erfahrung führt der Weg zum Servicetechniker, Chefmonteur oder Inbetriebnehmer bei einem Hersteller. Über die Berufsprüfung als Kälte-Servicetechniker mit eidgenössischem Fachausweis oder die höhere Fachprüfung lassen sich Projektleitung und Selbstständigkeit erreichen. Ein Studium in Gebäudetechnik an einer Fachhochschule ist ebenfalls möglich.

Aufgaben

  • Innen- und Außeneinheiten von Klimaanlagen und Wärmepumpen montieren
  • Kältemittelleitungen verlegen, bördeln und hartlöten
  • Druckproben durchführen, Anlagen evakuieren und mit Kältemittel befüllen
  • Hydraulische Anschlüsse an Speicher und Heizkreise herstellen
  • Steuerung und Regelung anschließen und Anlagen in Betrieb nehmen
  • Wartungen und Dichtheitskontrollen durchführen
  • Störungen anhand von Druck, Temperatur und Fehlercodes eingrenzen und beheben
  • Protokolle und Kältemittel-Logbücher führen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in Kälte-, Heizungs- oder Elektrotechnik, etwa Kältesystem-Monteur EFZ oder Mechatroniker für Kältetechnik
  • Fachbewilligung für den Umgang mit Kältemitteln oder Bereitschaft, sie zu erwerben
  • Führerschein Kategorie B
  • Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung für die Schweiz
  • Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Arbeit im Freien
  • Grundkenntnisse in Elektrik und Regelungstechnik
  • Bereitschaft zu Pikettdienst und Einsätzen bei Kunden

Wo man arbeitet

  • Kälte- und Klimatechnikbetriebe
  • Heizungs- und Gebäudetechnikfirmen
  • Servicegesellschaften von Wärmepumpenherstellern
  • Haustechnikabteilungen großer Unternehmen, Spitäler und Rechenzentren
  • Baustellen im Neubau und in der Sanierung

Der Weg in den Beruf

In der Schweiz ist die vierjährige Lehre als Kältesystem-Monteur EFZ der übliche Weg, alternativ eine Lehre als Heizungsinstallateur EFZ mit Weiterbildung zu Wärmepumpen. Deutsche Fachkräfte steigen meist mit einer dreieinhalbjährigen Ausbildung als Mechatroniker für Kältetechnik oder Anlagenmechaniker SHK ein und erwerben die Schweizer Kältemittel-Fachbewilligung in einem mehrtägigen Kurs mit Prüfung.

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