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Handwerk & Produktion

Anlagenmechaniker SHK

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik installieren und warten Heizungen, Wärmepumpen, Bäder und Lüftungsanlagen.

88 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Anlagenmechaniker SHK verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.100 € 3.400 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.500 € 3.900 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.450 € 3.950 € 4.500 € 47.400 €

Grundlage sind die regional verhandelten Lohntarife des SHK-Handwerks für Gesellen, hochgerechnet auf Vollzeit, sowie die übertariflichen Festgehälter großer Installationsanbieter. Im industriellen Rohrleitungsbau und mit Meisterbrief liegen die Werte am oberen Rand; Bereitschaftspauschalen und Auslöse sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, kurz SHK, baut die Technik ein, die ein Gebäude bewohnbar macht: Trinkwasser- und Abwasserleitungen, Bäder, Heizkessel, Wärmepumpen, Fußbodenheizungen, Solarthermie und Lüftungsanlagen. Dazu gehören das Verlegen und Verpressen von Rohren, der Anschluss von Geräten, die Inbetriebnahme und später Wartung und Störungssuche. Der Beruf ist Handwerk im wörtlichen Sinn, aber zunehmend auch Elektrotechnik und Regelungstechnik, weil moderne Heizungen über Steuerungen, Sensoren und Apps betrieben werden.

Die Energiewende hat den Beruf in den Mittelpunkt gerückt. Der Austausch fossiler Heizungen gegen Wärmepumpen verlangt mehr als den Tausch eines Geräts: Heizlast berechnen, Heizkörper und Vorlauftemperaturen prüfen, hydraulischen Abgleich durchführen, das Außengerät aufstellen und je nach Bauart am Kältekreis arbeiten, wofür eine eigene Sachkunde nötig ist. Hinzu kommen Beratung und Dokumentation, weil Förderprogramme Nachweise verlangen.

In diesem Bestand ist das deutlich zu sehen: Der weit überwiegende Teil der Anzeigen stammt von einem bundesweit tätigen Anbieter für Heizungsmodernisierung, der Monteure für Wärmepumpen- und Heizungsinstallationen in vielen Regionen sucht. Fast alle Stellen sind Festanstellungen in Vollzeit. Einzelne Anzeigen betreffen den industriellen Rohrleitungsbau, wo die Arbeit auf Großbaustellen und in Anlagen stattfindet, und die Messdienste für Heizkostenabrechnung. Der klassische Handwerksbetrieb vor Ort ist hier kaum vertreten, stellt aber einen großen Teil der Arbeitsplätze im Beruf.

Der Arbeitsalltag findet beim Kunden statt: im Keller, im Bad, auf dem Dach, oft mit einem Kollegen oder allein im Kundendienst. Körperliche Arbeit, wechselnde Einsatzorte und Rufbereitschaft im Winter gehören dazu. Die Aussichten sind gut, weil der Bedarf an Fachkräften groß ist. Der Meisterbrief ist Voraussetzung für die Selbstständigkeit im zulassungspflichtigen Installateur- und Heizungsbauerhandwerk und der übliche Weg in die Bauleitung.

Aufgaben

  • Heizungsanlagen und Wärmepumpen installieren und in Betrieb nehmen
  • Trinkwasser- und Abwasserleitungen verlegen und anschließen
  • Bäder und Sanitärobjekte montieren
  • Hydraulischen Abgleich durchführen und Regelungen einstellen
  • Anlagen warten, Störungen finden und beheben
  • Lüftungs- und Klimageräte montieren
  • Kunden zur Anlage einweisen und Arbeiten dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder in einem Vorgängerberuf
  • Führerschein Klasse B
  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • Für Wärmepumpen mit Kältekreis die Sachkunde für Kältemittel
  • Bereitschaft zu Kundendienst und Rufbereitschaft
  • Körperliche Belastbarkeit

Wo man arbeitet

  • SHK-Handwerksbetriebe
  • Anbieter für Heizungsmodernisierung und Wärmepumpen
  • Industrieller Rohrleitungs- und Anlagenbau
  • Haustechnik von Krankenhäusern und Wohnungsunternehmen
  • Hersteller im Kundendienst

Der Weg in den Beruf

Dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer; die frühere Trennung in Gas- und Wasserinstallateur und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer ist in diesem Beruf aufgegangen. Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach den regionalen Tarifen des SHK-Handwerks. Nach der Gesellenzeit führen der Meister im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk, der Techniker für Haustechnik oder ein Studium der Gebäude- und Energietechnik weiter. Die Kältemittelsachkunde wird als eigener Lehrgang erworben.

Offene Stellen als Anlagenmechaniker SHK

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