Notfallsanitäter am
Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter versorgen Menschen in medizinischen Notfällen vor Ort, stabilisieren sie und bringen sie ins Krankenhaus. Sie sind die am höchsten qualifizierte nichtärztliche Berufsgruppe im Rettungsdienst.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Notfallsanitäter am verdient
3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 4.900 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.300 € | 3.600 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.700 € | 4.100 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.700 € | 4.200 € | 4.900 € | 50.400 € |
Kommunale Rettungsdienste zahlen nach TVöD, Notfallsanitäter sind meist in Entgeltgruppe 8 eingruppiert; Hilfsorganisationen haben eigene Tarifwerke wie den DRK-Reformtarifvertrag, den TV ASB oder die AVR von Johanniter und Malteser, private Anbieter zahlen teils deutlich weniger. Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste machen einen erheblichen Teil des tatsächlichen Einkommens aus, bei der Berufsfeuerwehr gilt Beamtenbesoldung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Notfallsanitäter?
Notfallsanitäter fahren mit dem Rettungswagen zu Menschen mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Atemnot, Unfallverletzungen oder akuten Vergiftungen. Vor Ort verschaffen sie sich einen Überblick, untersuchen die Patienten, leiten ein EKG ab, messen Blutdruck und Sauerstoffsättigung, legen Venenzugänge, sichern die Atemwege und geben nach festgelegten Vorgaben Medikamente. Bei einem Herzstillstand reanimieren sie und defibrillieren. Sie entscheiden, ob ein Notarzt nachgefordert wird und in welche Klinik der Patient muss. Auf der Fahrt überwachen sie ihn weiter und übergeben ihn mit einer Dokumentation an das Klinikpersonal. Ein großer Teil der Einsätze ist allerdings weniger dramatisch: Stürze älterer Menschen, psychische Krisen, Betrunkene, Fälle, die eigentlich in eine Hausarztpraxis gehören. Dazu kommen Fahrzeugcheck, Desinfektion und das Auffüllen von Material auf der Wache.
Wie wird man Notfallsanitäter?
Der Weg führt über eine dreijährige Ausbildung nach dem Notfallsanitätergesetz an einer Berufsfachschule, kombiniert mit Praxisphasen auf einer Rettungswache und in Kliniken, etwa in Notaufnahme, Anästhesie und Intensivstation. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung. Voraussetzung ist in der Regel der mittlere Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Die Ausbildung ist vergütet. Viele Bewerber haben vorher als Rettungssanitäter gearbeitet oder ein Freiwilliges Soziales Jahr im Rettungsdienst gemacht; das erhöht die Chancen auf einen der begehrten Ausbildungsplätze deutlich. Für Pflegefachkräfte kann sich die Ausbildung unter Umständen verkürzen. Einige Hochschulen bieten inzwischen auch Studiengänge an, die mit der Berufszulassung abschließen.
Was der Beruf verlangt
Der Dienst läuft rund um die Uhr, in Schichten von zwölf oder sogar 24 Stunden, an Wochenenden und Feiertagen. Viele Wachen arbeiten mit Wochenarbeitszeiten von bis zu 48 Stunden, weil Bereitschaftszeiten angerechnet werden. Körperlich ist der Beruf hart: Patienten müssen durch enge Treppenhäuser getragen werden, oft unter Zeitdruck, bei Regen, Kälte und Dunkelheit. Psychisch belasten tote Kinder, schwere Unfälle und Suizide; nicht jeder verarbeitet das über Jahre. Hinzu kommen Beschimpfungen und zunehmend Übergriffe gegen Einsatzkräfte. Die Einsatzzahlen steigen seit Jahren, Pausen fallen oft aus. Gefordert sind Entscheidungen unter Druck, Ruhe im Umgang mit Angehörigen und die Bereitschaft, sich ständig fortzubilden. Viele verlassen den Beruf nach einigen Jahren wegen der Belastung.
Aussichten
Notfallsanitäter werden fast überall gesucht, viele Rettungsdienste können Fahrzeuge zeitweise nicht besetzen. Wer die Ausbildung abschließt, findet praktisch sicher eine Stelle. Mit Berufserfahrung sind Weiterbildungen zum Praxisanleiter, zur Wachleitung oder zum Leitstellendisponenten möglich, ebenso eine Laufbahn bei der Berufsfeuerwehr. Wer weg von der Straße will, kann in die Lehre an einer Rettungsdienstschule wechseln, Rettungswissenschaften oder Medizinpädagogik studieren oder in die Notaufnahme einer Klinik gehen. Manche nutzen den Beruf als Vorstufe zum Medizinstudium.
Aufgaben
- Notfallpatienten untersuchen und den Zustand einschätzen
- EKG ableiten, Blutdruck und Sauerstoffsättigung messen
- Venenzugänge legen und nach Vorgabe Medikamente verabreichen
- Reanimieren, defibrillieren und Atemwege sichern
- Patienten transportfähig machen und während der Fahrt überwachen
- Einsätze dokumentieren und Patienten an die Klinik übergeben
- Rettungswagen prüfen, desinfizieren und Material auffüllen
- Rettungswagen im Einsatz fahren
Voraussetzungen
- Mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung
- Gesundheitliche Eignung und körperliche Belastbarkeit, auch beim Tragen schwerer Lasten
- Führerschein Klasse B, häufig wird C1 verlangt
- Psychische Stabilität im Umgang mit Tod, Verletzungen und Gewalt
- Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddiensten
- Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck und Teamfähigkeit
- Erweitertes Führungszeugnis
Wo man arbeitet
- Rettungswachen von Hilfsorganisationen wie DRK, ASB, Johanniter und Malteser
- Berufsfeuerwehren und kommunale Rettungsdienste
- Private Rettungs- und Krankentransportunternehmen
- Integrierte Leitstellen
- Notaufnahmen von Krankenhäusern
- Luftrettung
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige, vergütete Ausbildung nach dem Notfallsanitätergesetz an einer Berufsfachschule mit Praxis auf der Rettungswache und im Krankenhaus. Sie schließt mit einer staatlichen Prüfung und der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter ab. Daneben gibt es vereinzelt Studiengänge, die zur Berufszulassung führen.
Offene Stellen als Notfallsanitäter am
In der Suche fortsetzenNotfallsanitäter*in am Standort Jüterbog
Notfallsanitäter*in am Standort Baruth/ Mark
Notfallsanitäter*in am Standort Luckenwalde
Notfallsanitäter*in am Standort Petkus
Verwandte Berufe
Anästhesietechnischer Assistent
Bereitet die Narkose vor, assistiert der Anästhesie im Operationssaal und überwacht Patienten bis zum Erwachen im Aufwachraum.
- Offene Stellen
- 12
- Monatsbrutto
- 2.950 – 5.100 €
Rettungssanitäter
Rettungssanitäter versorgen Notfallpatienten gemeinsam mit Notfallsanitätern und Notärzten, fahren Rettungswagen und übernehmen den qualifizierten Krankentransport.
- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
- 2.750 – 3.800 €
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