Rettungssanitäter
Rettungssanitäter versorgen Notfallpatienten gemeinsam mit Notfallsanitätern und Notärzten, fahren Rettungswagen und übernehmen den qualifizierten Krankentransport.
26 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Rettungssanitäter verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.750 € | 3.000 € | 3.200 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.050 € | 3.300 € | 3.500 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.550 € | 3.800 € | 42.600 € |
Orientiert am TVöD (Entgeltgruppe E4 für Rettungssanitäter) und am DRK-Reformtarifvertrag, dem die meisten Rotkreuz-Verbände folgen; private Transportunternehmen zahlen häufig darunter. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Rettungssanitäter ist die Basisqualifikation im Rettungsdienst. Im Notfalleinsatz arbeitet er an der Seite des Notfallsanitäters, der das Team auf dem Rettungswagen fachlich führt: Er bereitet Material vor, misst Vitalwerte, legt den Patienten an Monitor und Sauerstoff, hilft bei der Reanimation und lagert und transportiert. Sehr oft ist er zugleich Fahrer des Rettungswagens mit Sonder- und Wegerechten. Im qualifizierten Krankentransport, etwa bei Verlegungen zwischen Kliniken oder Fahrten zur Dialyse, übernimmt er die Betreuung eigenverantwortlich.
Die Abgrenzung ist wichtig, weil sie Gehalt und Einsatzmöglichkeiten bestimmt. Der Rettungssanitäter wird in rund 520 Stunden nach Landesrecht ausgebildet, der Notfallsanitäter dagegen drei Jahre lang nach Bundesrecht, und nur Letzterer darf bestimmte heilkundliche Maßnahmen eigenständig durchführen. Auf dem Krankentransportwagen ist der Rettungssanitäter oft die höchste Qualifikation an Bord, auf dem Rettungswagen die zweite.
In diesem Bestand kommen die Anzeigen fast ausschließlich von Kreisverbänden und Rettungsdienstgesellschaften der Hilfsorganisationen, vor allem des Roten Kreuzes. Die Hälfte der Stellen ist ausdrücklich in Teilzeit ausgeschrieben, darunter Aushilfen und Minijobs, die in dieser Branche häufig von Studierenden, etwa der Medizin, besetzt werden. Einige Anzeigen bieten die Ausbildung zum Rettungssanitäter selbst an, zum Teil verbunden mit einer späteren Übernahme.
Der Dienst läuft in Schichten rund um die Uhr, mit Wochenenden, Feiertagen und Nächten. Rettungswachen arbeiten vielfach mit Arbeitszeitmodellen, die Bereitschaftsanteile enthalten, sodass die Wochenarbeitszeit über den üblichen 39 oder 40 Stunden liegen kann. Die körperliche Belastung durch Tragen, besonders in Treppenhäusern, ist erheblich, dazu kommen belastende Einsätze. Für viele ist die Tätigkeit der Einstieg: in die Ausbildung zum Notfallsanitäter, ins Medizinstudium oder in die Leitstelle.
Aufgaben
- Rettungs- und Krankentransportwagen fahren, auch mit Sonderrechten
- Notfallsanitäter und Notarzt bei der Patientenversorgung unterstützen
- Vitalwerte erheben, Patienten überwachen und lagern
- Basismaßnahmen der Reanimation durchführen
- Patienten im qualifizierten Krankentransport eigenverantwortlich betreuen
- Fahrzeuge und Medizinprodukte prüfen, reinigen und desinfizieren
- Einsätze dokumentieren und an die aufnehmende Klinik übergeben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Rettungssanitäter nach Landesrecht
- Führerschein Klasse B, für größere Fahrzeuge je nach Wache C1
- Bereitschaft zu Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
- Körperliche Belastbarkeit beim Tragen und Heben
- Psychische Stabilität in belastenden Einsatzsituationen
- Regelmäßige Pflichtfortbildungen nach den Vorgaben des Landes
Wo man arbeitet
- Rettungswachen der Hilfsorganisationen
- Kommunale Rettungsdienste und Berufsfeuerwehren
- Private Krankentransportunternehmen
- Sanitätsdienste bei Veranstaltungen
- Werkfeuerwehren und betriebliche Rettungsdienste
Der Weg in den Beruf
Die Ausbildung umfasst rund 520 Stunden und besteht aus einem Lehrgang an einer Rettungsdienstschule, Praktika in Klinik und Rettungswache sowie einem Abschlusslehrgang mit Prüfung; Aufbau und Dauer regeln die Länder. Sie kann in wenigen Monaten in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden und wird teils vom Arbeitgeber finanziert, teils selbst bezahlt, auch im Rahmen eines Freiwilligendienstes. Voraussetzungen sind in der Regel ein Mindestalter, gesundheitliche Eignung und ein Erste-Hilfe-Nachweis. Der Aufstieg führt über die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter.
Offene Stellen als Rettungssanitäter
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