Pflegedienstleitung
Die Pflegedienstleitung verantwortet Dienstplan, Pflegequalität, Personal und Wirtschaftlichkeit eines Pflegeheims oder ambulanten Dienstes.
30 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegedienstleitung verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.900 € | 4.300 € | 4.700 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.500 € | 5.000 € | 5.600 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 5.800 € | 6.700 € | 69.600 € |
Abgeleitet aus den Leitungsentgeltgruppen des TVöD-P und der AVR Caritas sowie den Entgeltatlas-Werten für Leitungskräfte in der Pflege. Die stellvertretende Leitung liegt regelmäßig am unteren Rand der Einstiegsspanne.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Die Pflegedienstleitung führt den Pflegedienst einer Einrichtung oder eines ambulanten Dienstes. Das ist keine Pflegestelle mit Zusatzaufgaben, sondern eine Leitungsfunktion mit eigener Verantwortung: Dienstplanung und Ausfallmanagement, Pflegequalität und Pflegeprozesse, Personalauswahl und Einarbeitung, Belegungssteuerung, Abstimmung mit Ärzten, Angehörigen, Heimaufsicht und Medizinischem Dienst. Die Person, die diese Stelle besetzt, ist im Sinne des § 71 SGB XI die verantwortliche Pflegefachkraft — und haftet entsprechend, wenn Fachkraftquote, Dokumentation oder Hygienevorgaben nicht eingehalten werden.
Auffällig im Bestand dieses Portals: Die Mehrheit der Anzeigen sucht nicht die Leitung selbst, sondern die stellvertretende Pflegedienstleitung. Das ist der übliche Einstieg in die Funktion. Man übernimmt Teile des Dienstplans, vertritt bei Abwesenheit voll und arbeitet in der Regel noch in der Pflege mit — mit dem Doppeldruck, den das mit sich bringt. Gesucht wird überwiegend für die stationäre Langzeitpflege großer Betreibergesellschaften, dazu für Sozialstationen und ambulante Dienste, wo Tourenplanung und Abrechnung nach SGB V und SGB XI hinzukommen.
Die Stelle ist verwaltungslastig und konfliktreich. Der Dienstplan muss trotz unbesetzter Stellen und Krankmeldungen aufgehen, das Budget ebenso, und beides gleichzeitig geht selten. Dazu kommen Prüfungen, Beschwerden von Angehörigen und die Erwartung, erreichbar zu sein. Bezahlt wird deutlich besser als in der Pflege am Bett, aber die Arbeitszeit ist entgrenzt, Rufbereitschaft an Wochenenden gehört in vielen Häusern dazu, und die Fluktuation auf diesen Stellen ist hoch. Wer sie annimmt, sollte vorher klären, wie viele Stunden für Leitungsaufgaben freigestellt sind, wie groß der Bereich ist und ob die Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft schon vorliegen muss oder nachgeholt werden kann.
Aufgaben
- Dienst- und Urlaubsplanung erstellen und Ausfälle kurzfristig auffangen
- Pflegequalität sichern, Pflegeprozesse und Dokumentation prüfen
- Personal auswählen, einarbeiten, führen und Mitarbeitergespräche halten
- Fachkraftquote und Personaleinsatz nach den Landesvorgaben überwachen
- Prüfungen des Medizinischen Dienstes und der Heimaufsicht begleiten
- Pflegegrade einschätzen, Leistungen erfassen und die Abrechnung vorbereiten
- Mit Ärzten, Apotheken, Angehörigen und Betreuern abstimmen
- Hygiene-, Arbeitsschutz- und Notfallkonzepte umsetzen und schulen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung in der Pflege mit staatlicher Anerkennung
- Mindestens zwei Jahre hauptberufliche Praxis in der Pflege innerhalb der letzten fünf Jahre
- Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft mit mindestens 460 Stunden nach § 71 SGB XI oder ein Studium in Pflegemanagement
- Kenntnisse im Pflegerecht, in SGB V und SGB XI sowie in der Dienstplanung am Rechner
- Führungserfahrung, für die Stellvertretung auch ohne
- Belastbarkeit gegenüber Prüfungen, Beschwerden und Personalengpässen
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Erreichbarkeit außerhalb der Kernzeit
Wo man arbeitet
- Vollstationäre Pflegeheime und Seniorenresidenzen
- Ambulante Pflegedienste und Sozialstationen
- Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen
- Einrichtungen des betreuten Wohnens
- Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz
- Intensivpflegedienste
Der Weg in den Beruf
Der Weg beginnt immer mit einer Pflegeausbildung und mehreren Jahren Praxis. Darauf folgt die Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft, mindestens 460 Stunden nach § 71 SGB XI, meist berufsbegleitend über ein bis zwei Jahre und in Teilen von der Agentur für Arbeit oder vom Träger finanziert. Alternativ qualifiziert ein Studium in Pflegemanagement oder Pflegewissenschaft. Üblich ist der Zwischenschritt über Wohnbereichs- oder Stationsleitung und die stellvertretende Pflegedienstleitung; wer die Weiterbildung noch nicht hat, wird auf diesen Stellen häufig mit der Zusage eingestellt, sie nachzuholen.
Offene Stellen als Pflegedienstleitung
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Stellvertretende Pflegedienstleitung (m/w/d)
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Einrichtungsleitung
Führt ein Pflegeheim oder eine Kindertagesstätte: verantwortlich für Personal, Belegung, Wirtschaftlichkeit und Aufsichtsbehörde.
- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
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- 41
- Monatsbrutto
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