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Gesundheit & Pflege

Pflegefachkraft Altenpflege

Pflegefachkräfte in der Altenpflege versorgen, betreuen und begleiten ältere und pflegebedürftige Menschen in Heimen, ambulanten Diensten und Tagespflegen. Sie übernehmen Grund- und Behandlungspflege, planen die Pflege und tragen fachliche Verantwortung für Hilfskräfte.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegefachkraft Altenpflege verdient

3.850 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.300 bis 5.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.550 € 3.850 € 42.600 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 3.850 € 4.250 € 46.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.400 € 5.200 € 52.800 €

Das Gehalt hängt vor allem vom Träger ab: Kommunale Einrichtungen zahlen nach TVöD-P, kirchliche nach AVR Caritas oder AVR Diakonie, private Träger oft nach Haustarifen, die seit der Tariftreuepflicht von 2022 aber mindestens regional übliches Tarifniveau erreichen müssen; der Pflegemindestlohn für Fachkräfte bildet die Untergrenze. Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen sowie Leitungsfunktionen wie Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitung erhöhen das tatsächliche Einkommen spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegefachkraft in der Altenpflege?

Der Arbeitstag besteht aus direkter Pflege am Menschen und aus Organisation. Pflegefachkräfte helfen beim Waschen, Anziehen, Essen und beim Gang zur Toilette, lagern bettlägerige Bewohner um und beugen Druckgeschwüren und Stürzen vor. Dazu kommt die Behandlungspflege: Medikamente stellen und verabreichen, Insulin spritzen, Blutdruck und Blutzucker messen, Wunden versorgen, Katheter und Sonden betreuen. Sie beobachten Veränderungen im Gesundheitszustand, sprechen mit Hausärztinnen und Angehörigen und entscheiden, wann ein Arzt gerufen werden muss. Ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation: Pflegeplanung, Berichte, Medikamentenpläne, Unterlagen für den Medizinischen Dienst. Menschen mit Demenz zu begleiten, Unruhe aufzufangen und Sterbende sowie ihre Familien zu betreuen, gehört ebenfalls dazu. In vielen Einrichtungen leiten Fachkräfte zugleich Pflegehilfskräfte und Auszubildende an und verantworten eine Schicht.

Wie wird man Pflegefachkraft in der Altenpflege?

Seit 2020 gibt es die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Sie dauert in Vollzeit drei Jahre, in Teilzeit bis zu fünf, und verbindet Unterricht an der Pflegeschule mit Einsätzen in Pflegeheim, Krankenhaus und ambulantem Dienst. Wer den Vertiefungsschwerpunkt Altenpflege wählt, kann sich im dritten Jahr für den gesonderten Abschluss Altenpflegerin oder Altenpfleger entscheiden. Die Ausbildung ist vergütet, Schulgeld fällt nicht an. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Pflegehilfeausbildung. Daneben gibt es ein Pflegestudium an Hochschulen. Für Quereinsteiger und Pflegehelferinnen ist eine verkürzte Ausbildung möglich, häufig gefördert durch die Agentur für Arbeit. Ausländische Abschlüsse lassen sich über ein Anerkennungsverfahren gleichstellen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend: Heben, Lagern, viel Stehen und Gehen, auch mit Hilfsmitteln belastet das den Rücken. Gearbeitet wird im Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten, an Wochenenden und Feiertagen. In vielen Einrichtungen fehlt Personal, kurzfristiges Einspringen und Zeitdruck sind verbreitet. Dann bleibt für Gespräche und Zuwendung weniger Zeit, als die Pflegekräfte selbst für richtig halten, was viele als belastend erleben. Der Umgang mit Krankheit, Verfall und Tod verlangt seelische Stabilität. Gleichzeitig tragen Fachkräfte rechtliche Verantwortung für Medikamente und Pflegeentscheidungen. Geduld, Beobachtungsgabe, Durchsetzungsvermögen gegenüber Angehörigen und Ärzten sowie Sorgfalt bei der Dokumentation sind nötig.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird mit der alternden Bevölkerung weiter steigen. Pflegefachkräfte finden praktisch überall in Deutschland eine Stelle, oft mit Wahl zwischen mehreren Arbeitgebern und Arbeitszeitmodellen. Durch die Tariftreuepflicht für Pflegeeinrichtungen sind die Gehälter in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Weiterbildungen führen zur Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung oder Einrichtungsleitung, in Fachgebiete wie Gerontopsychiatrie, Palliativpflege oder Wundmanagement, zur Praxisanleitung oder ins Qualitätsmanagement. Mit Studium sind Lehre an Pflegeschulen und Pflegemanagement möglich. Der generalistische Abschluss erlaubt zudem den Wechsel ins Krankenhaus.

Aufgaben

  • Bewohner bei Körperpflege, Ernährung und Ausscheidung unterstützen
  • Medikamente stellen, verabreichen und Injektionen geben
  • Wunden versorgen, Vitalwerte messen und Veränderungen beobachten
  • Pflegeplanung erstellen und Pflegemaßnahmen dokumentieren
  • Mit Hausärzten, Therapeuten und Angehörigen Absprachen treffen
  • Menschen mit Demenz betreuen und Sterbende begleiten
  • Pflegehilfskräfte und Auszubildende anleiten und Schichten koordinieren

Voraussetzungen

  • Abschluss als Pflegefachfrau, Pflegefachmann oder Altenpflegerin bzw. Altenpfleger mit staatlicher Erlaubnis zur Berufsbezeichnung
  • Mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit Pflegehilfeausbildung für den Ausbildungsbeginn
  • Körperliche Belastbarkeit, besonders für Rücken und Gelenke
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddiensten
  • Seelische Stabilität im Umgang mit Krankheit und Tod
  • Sorgfalt bei Medikamenten und Dokumentation
  • Gute Deutschkenntnisse, bei ausländischen Abschlüssen meist Niveau B2

Wo man arbeitet

  • Stationäre Pflegeeinrichtungen und Seniorenheime
  • Ambulante Pflegedienste
  • Tagespflege- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen
  • Betreutes Wohnen und Pflege-Wohngemeinschaften
  • Hospize
  • Geriatrische Abteilungen in Krankenhäusern und Reha-Kliniken

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige generalistische Pflegeausbildung an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen, abgeschlossen mit staatlicher Prüfung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann; mit Vertiefung Altenpflege ist alternativ der Abschluss Altenpflegerin oder Altenpfleger möglich. Pflegehelferinnen und Quereinsteiger können die Ausbildung verkürzen, ein Pflegestudium von etwa drei bis vier Jahren ist ein weiterer Weg.

Offene Stellen als Pflegefachkraft Altenpflege

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