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Gesundheit & Pflege

Pflegefachkraft im Krankenhaus für

Pflegefachkräfte im Krankenhaus versorgen Patientinnen und Patienten vor und nach Operationen, bei akuten und chronischen Erkrankungen. Sie beobachten den Zustand, führen ärztlich angeordnete Maßnahmen durch und planen die Pflege im Schichtdienst rund um die Uhr.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegefachkraft im Krankenhaus für verdient

3.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.100 bis 5.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.100 € 3.500 € 3.800 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 3.900 € 4.300 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.500 € 5.300 € 54.000 €

In kommunalen Kliniken gilt der TVöD mit der Pflegetabelle (P-Entgelte), an Unikliniken meist der TV-L oder ein Haustarif, in kirchlichen Häusern die AVR von Caritas oder Diakonie; private Träger zahlen teils nach eigenem Tarif und oft etwas weniger. Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Intensivzulagen sind hier nicht eingerechnet und können das tatsächliche Monatsbrutto um mehrere hundert Euro erhöhen, eine Fachweiterbildung hebt die Eingruppierung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegefachkraft im Krankenhaus?

Pflegefachkräfte sind auf einer Station für eine Gruppe von Patientinnen und Patienten zuständig, je nach Station und Besetzung für acht bis über zwanzig Menschen. Sie messen Blutdruck, Puls und Temperatur, stellen und verabreichen Medikamente, legen Infusionen an, versorgen Wunden und Drainagen und nehmen Blut ab, soweit das im Haus delegiert ist. Sie helfen beim Waschen, Essen und Aufstehen, lagern bettlägerige Menschen, um Druckgeschwüre zu vermeiden, und bereiten Patienten auf Operationen und Untersuchungen vor. Ein großer Teil der Arbeit ist Beobachtung: Wer verschlechtert sich, wer hat Schmerzen, wer ist verwirrt. Dazu kommen Dokumentation am Computer, Übergaben bei jedem Schichtwechsel, die Begleitung von Visiten und Gespräche mit Angehörigen. Auf Intensivstationen, in der Notaufnahme oder im OP sind die Aufgaben spezieller und technischer.

Wie wird man Pflegefachkraft im Krankenhaus?

Der übliche Weg ist die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann nach dem Pflegeberufegesetz. Sie verbindet Unterricht an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen im Krankenhaus, in der Altenpflege und in der ambulanten Pflege und endet mit einer staatlichen Prüfung. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Pflegehilfeausbildung. Während der Ausbildung wird eine Vergütung gezahlt. Alternativ gibt es ein primärqualifizierendes Pflegestudium mit Bachelorabschluss, das ebenfalls zur Berufszulassung führt. Wer bereits als Pflegehelfer arbeitet, kann die Ausbildung unter Umständen verkürzen. Pflegekräfte mit ausländischem Abschluss brauchen eine Anerkennung und meist Deutschkenntnisse auf Niveau B2.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit läuft im Drei-Schicht-Betrieb mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten, an Wochenenden und Feiertagen. Kurzfristiges Einspringen aus dem Frei ist auf vielen Stationen üblich, weil Personal fehlt. Körperlich belasten das Heben und Umlagern von Patienten, langes Stehen und Laufen, gesundheitlich Rückenprobleme und der Wechsel der Schlafzeiten. Hinzu kommt der Zeitdruck: Häufig bleibt weniger Zeit für einzelne Patienten, als fachlich nötig wäre, und viele Pflegekräfte empfinden genau das als größte Belastung. Der Umgang mit Schmerz, Angst, Sterben und gelegentlich aggressivem Verhalten gehört zum Alltag. Wer Verantwortung scheut oder unter Druck Fehler macht, hat es schwer, denn Fehler bei Medikamenten oder übersehene Warnzeichen können schwere Folgen haben. Viele schätzen dagegen den direkten Kontakt zu Menschen, die Teamarbeit und das Gefühl, gebraucht zu werden.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird wegen der alternden Bevölkerung weiter steigen. Arbeitslosigkeit spielt praktisch keine Rolle, Stellen gibt es in jeder Region. Gleichzeitig steigen viele Pflegekräfte nach einigen Jahren aus oder reduzieren ihre Stunden, was den Druck auf die Verbliebenen erhöht. Teilzeit ist leicht zu bekommen. Entwicklungswege führen über Fachweiterbildungen, etwa für Intensivpflege und Anästhesie, Onkologie oder Psychiatrie, zur Praxisanleitung, zur Stations- oder Pflegedienstleitung oder über ein Studium in Pflegepädagogik, Pflegemanagement oder in die akademisch qualifizierte Pflege am Patientenbett.

Aufgaben

  • Vitalzeichen messen und den Zustand von Patienten beobachten
  • Medikamente stellen, verabreichen und Infusionen anlegen
  • Wunden, Katheter und Drainagen versorgen
  • bei Körperpflege, Nahrungsaufnahme und Mobilisation helfen
  • Patienten auf Operationen und Untersuchungen vorbereiten
  • Pflegemaßnahmen planen und dokumentieren
  • Visiten begleiten und Übergaben im Schichtwechsel durchführen
  • Angehörige informieren und Patienten bei der Entlassung beraten

Voraussetzungen

  • staatliche Prüfung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann oder anerkannter gleichwertiger Abschluss
  • Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddiensten
  • körperliche Belastbarkeit, besonders für Rücken und Stehen
  • Sorgfalt und Ruhe unter Zeitdruck
  • Einfühlungsvermögen und psychische Stabilität im Umgang mit Krankheit und Tod
  • Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B2

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft
  • Universitätskliniken
  • kirchliche und freigemeinnützige Kliniken
  • private Klinikketten
  • Fach- und Rehabilitationskliniken

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen, die mit einer staatlichen Prüfung abschließt. Alternativ führt ein etwa dreieinhalbjähriges primärqualifizierendes Pflegestudium zum Bachelor und zur Berufszulassung.

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