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Gesundheit & Pflege

Pflegefachfrau/-mann [Hamburg

Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner versorgen kranke, alte und pflegebedürftige Menschen in Kliniken, Heimen und zu Hause. Sie übernehmen Grundpflege, Behandlungspflege und die Planung des gesamten Pflegeprozesses.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegefachfrau/-mann [Hamburg verdient

3.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.100 bis 5.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.100 € 3.500 € 3.800 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 3.900 € 4.300 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.500 € 5.300 € 54.000 €

In kommunalen Kliniken gilt meist der TVöD mit den Pflegetabellen (TVöD-P), an Unikliniken der TV-L oder ein Haustarif, große private Klinikketten haben eigene Tarifverträge mit ver.di; in nicht tarifgebundenen Pflegeheimen und ambulanten Diensten liegt das Gehalt oft darunter. Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen sowie Fachweiterbildungen etwa in der Intensivpflege erhöhen das tatsächliche Einkommen deutlich, in Hamburg liegen die Gehälter zudem leicht über dem Bundesschnitt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegefachfrau oder ein Pflegefachmann?

Im Mittelpunkt steht die Versorgung von Menschen, die sich nicht mehr selbst helfen können. Dazu gehört die Grundpflege: waschen, beim Essen und beim Toilettengang helfen, umlagern, mobilisieren. Hinzu kommt die Behandlungspflege nach ärztlicher Anordnung, also Blutdruck und Blutzucker messen, Medikamente stellen und verabreichen, Infusionen anhängen, Wunden versorgen, Katheter legen. Pflegefachkräfte beobachten den Zustand der Patientinnen und Patienten, erkennen Verschlechterungen und reagieren in Notfällen. Ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation und Organisation: Pflegeplanung schreiben, Übergaben machen, Visiten begleiten, Angehörige beraten, Entlassungen vorbereiten. Die Planung und Steuerung des Pflegeprozesses ist gesetzlich den Pflegefachkräften vorbehalten. In Hamburg arbeiten viele in großen Klinikverbünden und Universitätsmedizin, daneben in Pflegeheimen und bei ambulanten Diensten.

Wie wird man Pflegefachfrau oder Pflegefachmann?

Der übliche Weg ist die dreijährige generalistische Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz. Sie verbindet Unterricht an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen in Krankenhaus, stationärer Langzeitpflege und ambulanter Pflege, ergänzt um Pädiatrie und Psychiatrie. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung. Die Ausbildung ist vergütet und schulgeldfrei. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss; mit Hauptschulabschluss geht es nach einer Pflegehilfe- oder Assistenzausbildung oder einer anderen abgeschlossenen Berufsausbildung. Alternativ gibt es ein primärqualifizierendes Pflegestudium, das inzwischen ebenfalls vergütet wird und mit Bachelor und Berufszulassung abschließt. Für Quereinsteiger ist eine Verkürzung möglich, etwa nach einer Ausbildung in der Pflegeassistenz. Ausländische Abschlüsse können anerkannt werden, oft nach Anpassungslehrgang oder Kenntnisprüfung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend: viel Stehen und Gehen, Heben und Umlagern von Menschen, was auf Rücken und Gelenke geht. Im Krankenhaus und im Heim läuft fast alles im Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten, an Wochenenden und Feiertagen. Wegen Personalmangels sind Einspringen aus dem Frei und dünn besetzte Schichten verbreitet, was viele als größte Belastung beschreiben. Hinzu kommt die seelische Seite: Umgang mit Schmerzen, Angst, Sterben und mit belasteten Angehörigen. Der Zeitdruck führt oft dazu, dass für Gespräche weniger Raum bleibt, als die Pflegenden sich wünschen. Gefragt sind Verantwortungsbewusstsein, sorgfältiges Arbeiten bei Medikamenten und Dokumentation sowie die Fähigkeit, auch in hektischen Situationen ruhig zu bleiben.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird mit der alternden Bevölkerung weiter steigen. Ausgebildete Pflegefachkräfte finden praktisch überall eine Stelle, auch in Hamburg, wo Kliniken und Pflegedienste dauerhaft suchen. Das gibt Spielraum bei der Wahl von Arbeitgeber, Bereich und Arbeitszeit. Viele bilden sich weiter, etwa in Intensiv- und Anästhesiepflege, Onkologie, Palliativpflege oder Praxisanleitung. Mit Erfahrung und Weiterbildung sind Stations-, Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitungen möglich. Über ein Studium führen Wege in Pflegepädagogik, Pflegemanagement oder erweiterte klinische Rollen.

Aufgaben

  • Patientinnen und Patienten waschen, lagern und mobilisieren
  • Blutdruck, Puls und Blutzucker messen und auswerten
  • Medikamente stellen und verabreichen
  • Wunden versorgen und Verbände wechseln
  • Infusionen vorbereiten und Zugänge überwachen
  • Pflegeplanung erstellen und Pflegemaßnahmen dokumentieren
  • bei ärztlichen Visiten mitwirken und Übergaben durchführen
  • Angehörige beraten und Entlassungen vorbereiten

Voraussetzungen

  • mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
  • gesundheitliche Eignung und körperliche Belastbarkeit
  • Nachweis der Masernimpfung
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
  • gute Deutschkenntnisse, bei ausländischen Abschlüssen meist Niveau B2
  • psychische Stabilität im Umgang mit Krankheit und Tod
  • Sorgfalt bei Medikamenten und Dokumentation

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • Pflegeheime und Einrichtungen der Langzeitpflege
  • ambulante Pflegedienste
  • Rehabilitationskliniken
  • Hospize und Palliativstationen
  • psychiatrische Kliniken

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz, die mit einer staatlichen Prüfung und der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann abschließt. Alternativ führt ein vergütetes primärqualifizierendes Pflegestudium in etwa drei bis vier Jahren zum Bachelor mit Berufszulassung.

Offene Stellen als Pflegefachfrau/-mann [Hamburg

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