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Gesundheit & Pflege

Pflegefachfrau/Pflegefachmann in Stuttgart gesucht

Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner versorgen kranke, alte und pflegebedürftige Menschen im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zu Hause. Sie planen die Pflege, führen ärztliche Verordnungen aus und tragen Verantwortung für Patientinnen und Patienten rund um die Uhr.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegefachfrau/Pflegefachmann in Stuttgart gesucht verdient

3.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.100 bis 5.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.100 € 3.450 € 3.800 € 41.400 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 3.900 € 4.300 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.600 € 5.500 € 55.200 €

In kommunalen Kliniken wie dem Klinikum Stuttgart gilt der TVöD mit der Pflegetabelle (TVöD-P), an den baden-württembergischen Unikliniken der TV-UK, bei kirchlichen Trägern die AVR von Caritas oder Diakonie; private Pflegeheime und ambulante Dienste zahlen oft weniger, sind seit 2022 aber an Tarif- oder ortsübliche Löhne gebunden. Spürbar mehr bringen Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen sowie Fachweiterbildungen etwa in Intensivpflege, die hier nicht eingerechnet sind.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegefachfrau oder ein Pflegefachmann?

Der Arbeitstag beginnt mit der Übergabe: Wer hatte nachts Schmerzen, wer wird heute operiert, wer kommt neu? Danach geht es von Zimmer zu Zimmer. Pflegefachkräfte messen Blutdruck, Puls und Blutzucker, stellen und verabreichen Medikamente, legen Infusionen an, versorgen Wunden und wechseln Verbände. Sie helfen beim Waschen, Anziehen und Essen, lagern bettlägerige Menschen um und mobilisieren sie nach Operationen. Ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation: Jede Maßnahme, jede Beobachtung wird festgehalten. Bestimmte Aufgaben sind der Pflegefachkraft vorbehalten, etwa die Pflegeplanung, also festzustellen, was ein Mensch braucht, und die Pflege danach auszurichten. Dazu kommen Gespräche mit Angehörigen, Absprachen mit Ärztinnen, Therapeuten und Sozialdienst sowie die Anleitung von Pflegehilfskräften und Auszubildenden. In der ambulanten Pflege fährt man allein von Haushalt zu Haushalt und muss vor Ort selbstständig entscheiden.

Wie wird man Pflegefachfrau oder Pflegefachmann?

Seit 2020 gibt es eine gemeinsame, generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz, die die früheren Berufe Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zusammenfasst. Sie dauert drei Jahre in Vollzeit und wechselt zwischen Pflegeschule und Praxiseinsätzen in Klinik, Pflegeheim und ambulantem Dienst. Während der Ausbildung wird eine tariflich geregelte Vergütung gezahlt. Am Ende steht eine staatliche Prüfung. Alternativ gibt es ein primärqualifizierendes Pflegestudium mit Bachelorabschluss, für das seit 2024 ebenfalls eine Vergütung gezahlt wird. Pflegehelferinnen und -helfer können die Ausbildung unter Umständen verkürzen. Auch Quereinsteiger ohne Vorerfahrung beginnen häufig noch mit Ende zwanzig oder später. Pflegekräfte mit ausländischem Abschluss brauchen eine Anerkennung, oft verbunden mit einer Kenntnisprüfung oder einem Anpassungslehrgang.

Was der Beruf verlangt

Pflege ist körperlich anstrengend. Heben, Lagern und langes Stehen belasten Rücken und Gelenke. Gearbeitet wird im Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtschichten, an Wochenenden und Feiertagen. Auf vielen Stationen fehlt Personal, was bedeutet, dass Dienste kurzfristig getauscht oder zusätzliche Schichten übernommen werden müssen und die Zeit für den einzelnen Menschen oft knapp ist. Seelisch belastend sind schwere Krankheitsverläufe, Sterben und der Umgang mit verwirrten oder aggressiven Patienten. Fehler bei Medikamenten oder Beobachtungen können ernste Folgen haben, deshalb ist auch unter Zeitdruck Sorgfalt gefragt. Viele Pflegekräfte arbeiten deshalb in Teilzeit.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird durch die alternde Bevölkerung weiter steigen. In Ballungsräumen wie Stuttgart suchen Kliniken, Pflegeheime und ambulante Dienste dauerhaft Personal; Arbeitslosigkeit ist in diesem Beruf kaum ein Thema. Die hohen Lebenshaltungskosten in solchen Regionen gleicht das Gehalt allerdings nicht immer aus. Entwicklungswege führen über Fachweiterbildungen, etwa für Intensivpflege und Anästhesie, OP-Dienst, Onkologie oder Palliativpflege, in die Praxisanleitung oder in die Leitung einer Station oder Einrichtung. Mit einem Studium in Pflegepädagogik, Pflegemanagement oder Pflegewissenschaft öffnen sich Stellen in Lehre, Qualitätsmanagement und Verwaltung.

Aufgaben

  • Vitalwerte wie Blutdruck, Puls und Temperatur messen und beurteilen
  • Medikamente stellen, verabreichen und Infusionen anlegen
  • Wunden versorgen und Verbände wechseln
  • bei Körperpflege, Ernährung und Mobilisation unterstützen
  • Pflegebedarf erheben, Pflege planen und dokumentieren
  • Patienten auf Untersuchungen und Operationen vorbereiten
  • Angehörige beraten und mit Ärzten und Therapeuten absprechen
  • Auszubildende und Pflegehilfskräfte anleiten

Voraussetzungen

  • mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung beziehungsweise Pflegehelferausbildung
  • gesundheitliche Eignung, Nachweis über Masernschutz und meist ein erweitertes Führungszeugnis
  • körperliche Belastbarkeit für Heben, Lagern und lange Schichten
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
  • sichere Deutschkenntnisse, bei ausländischem Abschluss in der Regel Niveau B2
  • Sorgfalt und Ruhe auch unter Zeitdruck
  • Einfühlungsvermögen und Abgrenzungsfähigkeit im Umgang mit Krankheit und Tod

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • Pflegeheime und Einrichtungen der Altenhilfe
  • ambulante Pflegedienste
  • Rehabilitationskliniken
  • Hospize und Palliativstationen
  • psychiatrische Kliniken

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreijährige generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen, die mit einer staatlichen Prüfung und der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann endet. Alternativ führt ein drei- bis vierjähriges, vergütetes Pflegestudium zum Bachelor und zur selben Berufszulassung.

Offene Stellen als Pflegefachfrau/Pflegefachmann in Stuttgart gesucht

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