Pflegefachhelfer
Pflegefachhelfer unterstützen Pflegefachkräfte in Pflegeheimen, Kliniken und ambulanten Diensten bei der Grundpflege und übernehmen ausgewählte einfache Aufgaben der Behandlungspflege.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegefachhelfer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.750 € | 2.950 € | 3.200 € | 35.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.150 € | 3.400 € | 37.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.100 € | 3.350 € | 3.650 € | 40.200 € |
Die Untergrenze bildet der Pflegemindestlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte; tarifgebundene Träger zahlen nach TVöD-P (meist P5/P6) bzw. den AVR von Caritas und Diakonie, die über dem Mindestlohn liegen. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Pflegefachhelfer haben eine ein- bis zweijährige Ausbildung in der Pflegehilfe abgeschlossen und stehen damit zwischen der angelernten Pflegehilfskraft und der dreijährig ausgebildeten Pflegefachkraft. Die Bezeichnung variiert: In einigen Ländern heißt der Abschluss Pflegefachhelfer, in anderen Pflegeassistent, Altenpflegehelfer oder Krankenpflegehelfer. Mit der bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung wird diese Ebene gerade vereinheitlicht; die bisherigen Abschlüsse bleiben gültig.
Im Alltag übernehmen Pflegefachhelfer den großen Teil der Grundpflege: Waschen, Anziehen, Unterstützung bei Mahlzeiten und Toilettengängen, Lagern und Mobilisieren, Betten machen. Dazu kommen je nach Ausbildung und Delegation einfache Maßnahmen der Behandlungspflege wie Blutdruck- und Blutzuckermessung, das Anlegen von Kompressionsstrümpfen oder das Verabreichen gerichteter Medikamente. Sie beobachten den Zustand der Bewohner und Patienten, dokumentieren und melden Veränderungen an die Fachkraft, die die Verantwortung für den Pflegeprozess trägt.
In diesem Bestand suchen ambulante Intensiv- und Heimpflegedienste, Wohlfahrtsverbände und evangelische Pflegeeinrichtungen; mehr als die Hälfte der Anzeigen ist ausdrücklich in Teilzeit ausgeschrieben, einzelne bieten die Ausbildung selbst an. Der hohe Teilzeitanteil ist typisch für die Pflege, ebenso Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienste. In der ambulanten Pflege kommen Fahrten mit dem Dienstwagen zu den Klienten hinzu, in der außerklinischen Intensivpflege lange Dienste bei einem einzelnen Patienten.
Die Arbeit ist körperlich anstrengend und emotional fordernd, zugleich sehr gefragt: Mit der Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege ist der Bedarf an qualifizierten Helfern ausdrücklich gestiegen. Für viele ist die Helferausbildung auch der Einstieg in die Pflege; wer sie abgeschlossen hat, kann die Ausbildung zur Pflegefachkraft in der Regel verkürzt anschließen.
Aufgaben
- Pflegebedürftige bei Körperpflege, An- und Auskleiden unterstützen
- Bei Mahlzeiten helfen und auf Ernährung und Flüssigkeit achten
- Bewohner und Patienten lagern, mobilisieren und begleiten
- Vitalwerte messen und einfache Maßnahmen der Behandlungspflege nach Delegation durchführen
- Veränderungen im Zustand beobachten und an die Pflegefachkraft weitergeben
- Pflegemaßnahmen dokumentieren
- Bei Alltagsgestaltung und Beschäftigung mitwirken
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachhelfer, Pflegeassistent, Alten- oder Krankenpflegehelfer
- Einfühlungsvermögen und Freude am Umgang mit älteren und kranken Menschen
- Körperliche Belastbarkeit
- Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
- Deutschkenntnisse für Übergaben und Dokumentation
- Führerschein Klasse B in der ambulanten Pflege
Wo man arbeitet
- Pflegeheime und Seniorenresidenzen
- Ambulante Pflegedienste und Sozialstationen
- Außerklinische Intensivpflege
- Krankenhäuser und Rehakliniken
- Tagespflege und Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige
Der Weg in den Beruf
Die Pflegehelferausbildung ist bislang landesrechtlich geregelt und dauert je nach Land ein oder zwei Jahre an einer Pflegeschule mit Praxiseinsätzen; sie ist in der Regel vergütet. Die bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung löst diese Regelungen schrittweise ab. Voraussetzung ist meist der Hauptschulabschluss. Wer die Helferausbildung abgeschlossen hat, kann die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann verkürzt absolvieren.
Offene Stellen als Pflegefachhelfer
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Pflegefachhelfer | ambulante Pflege (m/w/d)
Pflegefachhelfer (m/w/d)
Pflegefachhelfer für unser Seniorenzentrum (w/m/d)
Pflegefachhelfer | Betreutes Wohnen (m/w/d)
Pflegefachhelfer (m/w/d)
Pflegefachhelfer (m/w/d) Vollzeit/Teilzeit (Waakirchen)
Verwandte Berufe
Pflegefachkraft
Pflegefachkräfte versorgen pflegebedürftige Menschen körperlich und medizinisch, planen den Pflegeprozess und führen ärztliche Anordnungen aus.
- Offene Stellen
- 497
- Monatsbrutto
- 3.200 – 4.900 €
Pflegehelfer
Unterstützt Pflegefachkräfte bei der Grundpflege und Betreuung – meist mit einer ein- bis zweijährigen Helferausbildung, im Heim, in der Klinik oder im ambulanten Dienst.
- Offene Stellen
- 49
- Monatsbrutto
- 2.950 – 3.800 €
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