PhD Position
Doktorandinnen und Doktoranden in der Informatik forschen drei bis fünf Jahre an einer eigenen wissenschaftlichen Fragestellung, meist als wissenschaftliche Mitarbeiter an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut, und schließen mit der Promotion ab.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als PhD Position verdient
5.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 4.300 bis 6.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.300 € | 4.650 € | 5.100 € | 55.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.800 € | 5.100 € | 5.500 € | 61.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.300 € | 5.900 € | 6.800 € | 70.800 € |
Promotionsstellen an Hochschulen werden fast immer nach Entgeltgruppe 13 des TV-L bezahlt, an Bundeseinrichtungen und vielen Instituten nach TVöD; entscheidend ist vor allem der Stellenumfang, da Teilzeitverträge von 50 bis 75 Prozent das tatsächliche Gehalt entsprechend senken. Stipendien liegen deutlich darunter und enthalten keine Sozialversicherung, Industriepromotionen werden frei verhandelt und liegen meist auf Tarifniveau oder etwas darüber.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Doktorand in der Informatik?
Im Mittelpunkt steht ein Forschungsprojekt, das am Ende in eine Dissertation mündet. Themen reichen von maschinellem Lernen über verteilte Systeme und IT-Sicherheit bis zu theoretischer Informatik. Der Alltag besteht aus Literaturrecherche, dem Entwerfen von Methoden oder Algorithmen, dem Programmieren von Prototypen, dem Durchführen und Auswerten von Experimenten und dem Schreiben von Fachartikeln für Konferenzen und Zeitschriften. Wer auf einer Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter promoviert, übernimmt zusätzlich Lehraufgaben: Übungen leiten, Klausuren korrigieren, Abschlussarbeiten mitbetreuen. Hinzu kommen Projektarbeit in drittmittelfinanzierten Vorhaben, Berichte an Förderer und Abstimmungen mit Industriepartnern. Ein Teil der Zeit geht für Verwaltung, Gruppenbesprechungen und Begutachtung fremder Arbeiten drauf.
Wie wird man Doktorand in der Informatik?
Voraussetzung ist in der Regel ein Masterabschluss in Informatik oder einem verwandten Fach wie Mathematik, Elektrotechnik oder Physik, meist mit guter Note. Man bewirbt sich auf ausgeschriebene Stellen an einem Lehrstuhl, in einem Graduiertenkolleg oder an Instituten wie Max-Planck, Fraunhofer oder Helmholtz, alternativ direkt bei einer Professorin oder einem Professor. Bei der Auswahl zählen Programmiererfahrung, eine passende Masterarbeit und oft erste Veröffentlichungen. Daneben gibt es Industriepromotionen, bei denen man in einem Unternehmen angestellt ist und von einer Hochschule betreut wird, sowie Promotionen mit Stipendium. Arbeitssprache ist in der Informatik häufig Englisch.
Was der Beruf verlangt
Die Promotion verlangt viel Selbstorganisation über Jahre hinweg. Ergebnisse sind unsicher, Experimente scheitern, Artikel werden abgelehnt. Vor Konferenzfristen fallen oft Abend- und Wochenendarbeit an, auch wenn die Arbeitszeit formal geregelt ist. Die Verträge sind nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz befristet, oft nur auf ein bis drei Jahre mit Verlängerungen, was die Lebensplanung erschwert. Manche Stellen sind als Teilzeitstellen ausgeschrieben, obwohl die tatsächliche Arbeitslast höher liegt. Die Abhängigkeit von der betreuenden Person ist groß, und die Qualität der Betreuung schwankt stark. Lehre und Projektpflichten können die Zeit für die eigene Forschung knapp werden lassen. Wer gern selbstständig an schwierigen Problemen arbeitet und mit Rückschlägen umgehen kann, findet hier viel Freiraum.
Aussichten
Stellen für Promovierende in der Informatik sind zahlreich, vor allem in Feldern wie künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und Sicherheit, die stark durch Drittmittel gefördert werden. Nach der Promotion sind die Chancen in der Wirtschaft gut: Forschungsabteilungen großer Technologieunternehmen, Start-ups und Beratungen suchen promovierte Informatikerinnen und Informatiker, häufig für Positionen als Research Scientist, Machine Learning Engineer oder in der technischen Leitung. Der Weg in der Wissenschaft führt über Postdoc-Stellen, Nachwuchsgruppenleitung oder Juniorprofessur zur Professur. Dauerstellen sind dort jedoch knapp, und die Konkurrenz ist international.
Aufgaben
- Fachliteratur recherchieren und den Forschungsstand aufarbeiten
- Methoden, Algorithmen oder Systeme entwerfen und als Software umsetzen
- Experimente planen, durchführen und statistisch auswerten
- Fachartikel schreiben und auf Konferenzen vortragen
- Übungen leiten und Klausuren korrigieren
- Abschluss- und Projektarbeiten von Studierenden mitbetreuen
- in Drittmittelprojekten mitarbeiten und Berichte für Förderer verfassen
- die Dissertation schreiben und verteidigen
Voraussetzungen
- abgeschlossenes Masterstudium in Informatik oder einem verwandten Fach, meist mit guter Note
- sichere Programmierkenntnisse, etwa in Python, C++ oder Java
- solide mathematische Grundlagen
- gutes Englisch in Wort und Schrift
- Fähigkeit, über Jahre selbstständig an einem offenen Problem zu arbeiten
- Frustrationstoleranz bei gescheiterten Experimenten und abgelehnten Artikeln
Wo man arbeitet
- Universitäten
- Fachhochschulen mit Promotionskooperation
- außeruniversitäre Forschungsinstitute
- Forschungsabteilungen von Technologieunternehmen
- Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereiche
Der Weg in den Beruf
Nach einem Bachelor- und Masterstudium in Informatik, zusammen meist fünf Jahre, folgt die Bewerbung auf eine Promotionsstelle. Die Promotion dauert in der Informatik in der Regel drei bis fünf Jahre und endet mit dem Doktorgrad, etwa Dr. rer. nat. oder Dr.-Ing.
Offene Stellen als PhD Position
In der Suche fortsetzenPhD position – Electromagnetic Compatibility & AI (all genders)
PhD Position (m/f/d) – Machine Learning for Circuit Reliability Analysis
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Entwickelt statistische Modelle und prüft Hypothesen an Daten – zuständig für Fragen, die sich nicht durch Nachzählen klären lassen.
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Forscht, lehrt und schreibt Drittmittelanträge an Hochschule oder Institut – fast immer befristet und oft auf halber Stelle.
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- 4.300 – 6.600 €
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