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Logistik & Verkehr

Postbote für Pakete und Briefe

Stellt Briefe, Päckchen und Pakete auf einem festen Bezirk zu: sortiert vor, belädt, fährt die Tour und lässt den Empfang quittieren.

288 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Postbote für Pakete und Briefe verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.750 € 3.150 € 33.000 €
Mit Berufserfahrung 2.750 € 3.050 € 3.400 € 36.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €

Grundlage sind die Entgelttabellen der Deutschen Post AG und am unteren Rand die deutlich niedrigeren Tarife der Zustell-Tochtergesellschaften; Zuschläge für Nacht, Sonntag und Feiertag sind nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Postboten bringen Briefe, Päckchen und Pakete zu Privathaushalten und Firmen. Der Bestand dieses Portals unterscheidet drei Ausprägungen, auch wenn die Anzeigen meist denselben Titel tragen: die Briefzustellung auf einem festen Geh-, Fahrrad- oder Elektrofahrzeugbezirk, die Paketzustellung mit einem Transporter und je nach Gebiet 150 bis 250 Stopps am Tag, und die Verbundzustellung, die beides auf einer Tour zusammenlegt. Für Paket- und Verbundzustellung ist der Führerschein Klasse B Pflicht, für die reine Briefzustellung nicht immer.

Der Dienst beginnt früh, in der Regel zwischen sechs und acht Uhr im Zustellstützpunkt: Sendungen übernehmen, in Gangfolge sortieren, Fahrzeug beladen. Danach folgt die Tour, bei jedem Wetter. Gearbeitet wird an sechs Tagen der Woche im Wechsel, der Samstag gehört dazu und der freie Tag wandert. Einzelne Pakete dürfen bis 31,5 Kilogramm schwer sein; Treppenhäuser ohne Aufzug, Nachnahmen, Benachrichtigungskarten und die Rückgabe unzustellbarer Sendungen am Ende des Dienstes gehören zum Alltag. Die eingeplante Zeit richtet sich nach einem eingearbeiteten Bezirk, nicht nach dem ersten Tag.

Ein Ausbildungsberuf ist die Zustellung nicht. Angelernt wird im Betrieb, meist in wenigen Tagen Begleitung auf dem Bezirk. Das erklärt, warum die Entgeltstufen unten eng beieinanderliegen: Erfahrung zahlt sich über Tarifstufen und Zuschläge aus, nicht über einen Aufstieg. Etwa die Hälfte der Anzeigen in diesem Bestand ist zunächst befristet, häufig auf ein Jahr und mit Aussicht auf Übernahme; daneben stehen Aushilfs- und Teilzeitstellen, teils als Studentenjob. Wer bleibt, kann Springerbezirke übernehmen, in die Sortierung oder Disposition wechseln oder neue Kräfte einarbeiten.

Aufgaben

  • Sendungen im Zustellstützpunkt übernehmen und in Gangfolge vorsortieren
  • Zustellfahrzeug oder Zustellwagen beladen und die Reihenfolge der Tour festlegen
  • Briefe, Päckchen und Pakete auf dem festen Bezirk zustellen
  • Empfang von Paketen und Einschreiben per Unterschrift oder Scanner quittieren lassen
  • Nachnahmebeträge einziehen und am Ende des Dienstes abrechnen
  • Benachrichtigungskarten ausfüllen und unzustellbare Sendungen zurückbringen
  • Nachsendeaufträge und Adressänderungen im Bezirk berücksichtigen
  • Fahrzeug auf Verkehrssicherheit prüfen und Schäden melden

Voraussetzungen

  • Kein Ausbildungsabschluss nötig, angelernt wird im Betrieb
  • Führerschein Klasse B für Paket- und Verbundzustellung
  • Deutsch für die Verständigung an der Tür und das Lesen der Adressen
  • Körperliche Belastbarkeit: Heben bis 31,5 Kilogramm, stundenlanges Gehen und Treppensteigen
  • Dienstbeginn zwischen sechs und acht Uhr, Sechstagewoche im Wechsel mit Samstagsdienst
  • Zuverlässigkeit im Umgang mit Wert- und Nachnahmesendungen, teils Führungszeugnis

Wo man arbeitet

  • Zustellstützpunkte und Zustellbasen
  • Brief- und Paketzentren
  • Wohngebiete und Innenstädte auf dem eigenen Bezirk
  • Gewerbegebiete mit Firmenzustellung
  • Ländliche Bezirke mit langen Fahrwegen

Der Weg in den Beruf

Die Zustellung ist kein Ausbildungsberuf. Der Einstieg läuft über eine Bewerbung ohne formalen Abschluss; eingestellt wird, wer die körperlichen Anforderungen erfüllt und für Paket- oder Verbundbezirke den Führerschein Klasse B mitbringt. Eingearbeitet wird auf dem Bezirk, begleitet von einer erfahrenen Kraft, üblich sind wenige Tage bis zwei Wochen. Wer dauerhaft bleibt, kann Springer für mehrere Bezirke werden, neue Kräfte anleiten oder in Sortierung und Disposition wechseln. Für Planungs- und Leitungsaufgaben verlangen die Betriebe den verwandten Ausbildungsberuf Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, zwei Jahre dual mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer.

Offene Stellen als Postbote für Pakete und Briefe

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