Projektmanager Online-Marketing
Projektmanager im Online-Marketing planen digitale Kampagnen und Marketingprojekte, steuern Budgets, Zeitpläne und Dienstleister und werten aus, ob Maßnahmen wie Suchmaschinenwerbung, Newsletter oder Social-Media-Kampagnen ihr Ziel erreichen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Projektmanager Online-Marketing verdient
4.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 6.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.500 € | 4.100 € | 42.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.200 € | 52.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.600 € | 6.800 € | 67.200 € |
Einen Tarifvertrag gibt es in der Regel nicht, die Gehälter werden frei verhandelt. Agenturen zahlen meist weniger als Marketingabteilungen größerer Unternehmen, und in Großstädten wie München, Hamburg oder Frankfurt liegen die Gehälter deutlich über denen in ländlichen Regionen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Projektmanager Online-Marketing?
Projektmanager im Online-Marketing sorgen dafür, dass digitale Marketingvorhaben geplant, umgesetzt und abgerechnet werden. Typische Projekte sind der Relaunch einer Website, eine Produkteinführung mit Anzeigen bei Google und Meta, eine Newsletter-Strecke oder die Umstellung auf ein neues Tracking-System. Der Arbeitstag besteht zu großen Teilen aus Abstimmung: Briefings schreiben, Termine mit Grafik, Text, Entwicklung und externen Agenturen koordinieren, Angebote einholen, Freigaben beim Kunden oder der Geschäftsführung einholen. Dazu kommt die Kontrolle von Zahlen. In Tools wie Google Analytics, Looker Studio oder den Werbekonten der Plattformen wird geprüft, wie viele Klicks, Anfragen oder Verkäufe eine Kampagne bringt und was sie kostet. Aus diesen Werten entstehen Reportings und Vorschläge, wo Budget umgeschichtet oder eine Anzeige geändert werden sollte. In kleineren Firmen setzen Projektmanager vieles selbst um, etwa Kampagnen im Werbekonto einrichten oder Inhalte im Content-Management-System pflegen. In größeren Unternehmen und Agenturen steuern sie eher Spezialisten, als selbst Hand anzulegen.
Wie wird man Projektmanager Online-Marketing?
Einen festgelegten Ausbildungsweg gibt es nicht, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Häufig ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Marketing, Medien- oder Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftsinformatik oder ein dualer Studiengang mit Schwerpunkt digitales Marketing. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine kaufmännische Ausbildung, vor allem als Kaufmann für Marketingkommunikation oder Kaufmann im E-Commerce, gefolgt von einigen Jahren Berufspraxis. Viele steigen über ein Volontariat, ein Traineeprogramm oder eine Junior-Stelle in einer Agentur ein. Quereinsteiger aus Vertrieb, Redaktion oder Grafik finden ebenfalls ihren Weg in den Beruf, oft ergänzt durch Weiterbildungen und Zertifikate, etwa zu Google Ads, Analytics oder Projektmanagement nach Scrum oder PRINCE2. Entscheidend ist meist nachweisbare Erfahrung mit konkreten Kampagnen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet fast vollständig am Bildschirm und in Besprechungen statt. Körperlich ist sie nicht anstrengend, wohl aber durch viele gleichzeitige Aufgaben, kurzfristige Änderungswünsche und feste Starttermine. Vor Kampagnenstarts, im Weihnachtsgeschäft oder bei Kundenpräsentationen fallen Überstunden an, besonders in Agenturen, wo mehrere Kunden parallel betreut werden. Projektmanager stehen zwischen Auftraggebern, die schnelle Ergebnisse erwarten, und Fachleuten, die Zeit brauchen. Das verlangt Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, auch unangenehme Nachrichten zu überbringen, etwa wenn ein Budget nicht reicht. Die Branche ändert sich schnell: Plattformen passen Algorithmen und Werbeformate laufend an, Datenschutzregeln und der Einsatz von KI-Werkzeugen verändern Abläufe. Wer nicht regelmäßig dazulernt, verliert den Anschluss. Homeoffice ist weit verbreitet, die Arbeitszeiten sind meist Gleitzeit.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, weil Unternehmen nahezu aller Branchen einen wachsenden Teil ihres Marketingbudgets online ausgeben. Allerdings ist der Einstieg umkämpft, viele Bewerber haben ähnliche Abschlüsse, und Agenturen reagieren auf wirtschaftliche Schwächephasen schnell mit Einstellungsstopps. Einfache Umsetzungsaufgaben werden zunehmend automatisiert, gefragt bleiben Steuerung, Datenauswertung und Strategie. Mit Erfahrung führen Wege zur Teamleitung, zum Head of Online-Marketing oder in die Marketingleitung. Andere spezialisieren sich auf Bereiche wie Suchmaschinenwerbung, Marketing-Automation oder Webanalyse oder machen sich als Berater selbstständig.
Aufgaben
- Marketingprojekte und Kampagnen planen, Zeitpläne und Budgets festlegen
- Briefings für Agenturen, Texter, Grafiker und Entwickler schreiben
- Kampagnen in Werbekonten wie Google Ads oder Meta einrichten und überwachen
- Kennzahlen in Analyse-Tools auswerten und Reportings erstellen
- Termine und Freigaben mit Kunden oder Fachabteilungen abstimmen
- Angebote von Dienstleistern einholen und Rechnungen prüfen
- Website-Inhalte, Landingpages und Newsletter koordinieren
Voraussetzungen
- Studium in Marketing, BWL oder Medien oder kaufmännische Ausbildung mit Berufserfahrung
- Sicherer Umgang mit Analyse-Tools, Werbeplattformen und Content-Management-Systemen
- Verständnis für Zahlen, Budgets und Kennzahlen wie Klickrate und Kosten pro Anfrage
- Organisationstalent und Belastbarkeit bei parallelen Projekten und Terminen
- Sichere Ausdrucksweise in Deutsch und gute Englischkenntnisse
- Grundkenntnisse in Datenschutz und Werberecht
Wo man arbeitet
- Online-Marketing- und Digitalagenturen
- Marketingabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
- Onlineshops und E-Commerce-Unternehmen
- Verlage und Medienhäuser
- Softwarefirmen und Start-ups
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelorstudium in Marketing, Betriebswirtschaft oder Medien von drei bis dreieinhalb Jahren, häufig auch dual. Alternativ führt eine dreijährige Ausbildung etwa als Kaufmann für Marketingkommunikation oder im E-Commerce mit anschließender Berufspraxis und Weiterbildungen in den Beruf. Der Einstieg erfolgt oft über ein Trainee-Programm, ein Volontariat oder eine Junior-Stelle in einer Agentur.
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Junior Projektmanager/in Online-Marketing (m/w/d)
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