Recruiter / Mitarbeiterbetreuer Ungarisch
Recruiter und Mitarbeiterbetreuer mit Ungarisch gewinnen Fachkräfte und Hilfskräfte aus Ungarn für deutsche Betriebe und begleiten sie nach der Ankunft bei Arbeit, Unterkunft und Behördengängen. Der Beruf verbindet Personalvermittlung mit praktischer Alltagshilfe in zwei Sprachen.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Recruiter / Mitarbeiterbetreuer Ungarisch verdient
3.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.700 bis 5.300 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € |
Das Gehalt wird meist frei verhandelt, denn die Tarifverträge der Zeitarbeit (GVP/DGB) gelten für die überlassenen Arbeitskräfte, nicht für das interne Personal der Personaldienstleister. Am stärksten hängt es von Arbeitgebergröße und Region ab sowie davon, ob Vermittlungsprämien gezahlt werden und Rufbereitschaft extra vergütet wird.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Recruiter / Mitarbeiterbetreuer Ungarisch?
Die Arbeit hat zwei Hälften. Im Recruiting schalten Recruiter Stellenanzeigen auf ungarischen Jobportalen und in Facebook-Gruppen, führen Telefoninterviews auf Ungarisch, prüfen Lebensläufe, Führerscheine und Qualifikationsnachweise und stellen passende Bewerber den Kundenbetrieben vor. Gesucht werden häufig Lagerkräfte, Produktionshelfer, Berufskraftfahrer, Elektriker, Schweißer oder Pflegekräfte. In der Betreuung geht es um die Menschen, die schon in Deutschland arbeiten: Wohnungen oder Monteursunterkünfte organisieren, bei der Anmeldung im Bürgeramt, der Kontoeröffnung und der Krankenversicherung helfen, Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen erklären, zwischen Schichtleitung und Mitarbeitenden übersetzen und Konflikte schlichten. Dazu kommen Einsatzplanung, Stundenzettel, Krankmeldungen und die Pflege der Bewerberdatenbank. Ein Teil der Zeit wird im Büro verbracht, ein anderer beim Kunden, in Unterkünften oder unterwegs.
Wie wird man Recruiter / Mitarbeiterbetreuer Ungarisch?
Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht. Entscheidend sind sichere Ungarisch- und Deutschkenntnisse, meist als Muttersprache in einer der beiden Sprachen. Viele Beschäftigte kommen über einen Quereinstieg: aus der Gastronomie, der Logistik, dem Einzelhandel oder aus einer früheren Tätigkeit als Leiharbeitskraft, in der sie das System selbst kennengelernt haben. Hilfreich ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Personaldienstleistungskauffrau oder -kaufmann, Kaufmann für Büromanagement oder ein Studium im Bereich Personal, Wirtschaft oder Sozialwissenschaften. Arbeitsrechtliche Grundlagen wie das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, Mindestlohn und Entsendung werden meist im Betrieb vermittelt. Weiterbildungen der IHK zur Personalfachkauffrau oder zum Personalfachkaufmann öffnen später Aufstiegswege.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist kommunikativ fordernd und zeitlich schwer abzugrenzen. Wenn ein Mitarbeiter nachts mit dem Auto liegen bleibt, in der Unterkunft Streit ausbricht oder am Montagmorgen drei Leute für eine Schicht fehlen, wird oft die Betreuerin oder der Betreuer angerufen, auch am Wochenende. Rufbereitschaft ist in vielen Stellen üblich. Der Vertrieb setzt Recruiter unter Druck, offene Aufträge schnell zu besetzen, und Erfolg wird häufig an Vermittlungszahlen gemessen. Gleichzeitig stehen die Betreuten mit Sorgen um Lohn, Wohnung oder Familie vor der Tür. Wer zwischen Kundeninteresse und fairer Behandlung der Arbeitskräfte vermitteln muss, braucht ein klares Rückgrat, denn in der Branche gibt es auch unseriöse Anbieter mit schlechten Unterkünften und intransparenten Abzügen. Viele Fahrten und ein Führerschein der Klasse B gehören meist dazu. Die Fluktuation unter den Vermittelten ist hoch, was ständig neue Rekrutierung bedeutet.
Aussichten
Deutsche Betriebe in Logistik, Industrie, Bau und Pflege finden im Inland nicht genug Personal und greifen auf Arbeitskräfte aus EU-Ländern zurück. Ungarn ist dabei ein wichtiges Herkunftsland, auch wenn steigende Löhne dort und Konkurrenz aus anderen Ländern die Zahl der Wechselwilligen begrenzen. Sprachspezifische Stellen sind deshalb vorhanden, aber auf wenige Arbeitgeber konzentriert, vor allem Personaldienstleister und größere Industrie- oder Logistikunternehmen. Mit Erfahrung führt der Weg zur Teamleitung, zur Niederlassungsleitung eines Personaldienstleisters oder in die allgemeine Personalabteilung eines Unternehmens. Wer weitere Sprachen wie Rumänisch oder Slowakisch mitbringt, erweitert den Kreis möglicher Stellen deutlich.
Aufgaben
- Bewerber in Ungarn über Portale und soziale Netzwerke ansprechen
- Vorstellungsgespräche auf Ungarisch führen und Qualifikationen prüfen
- Passende Kandidaten an Kundenbetriebe vermitteln
- Unterkünfte, Anreise und Behördengänge organisieren
- Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen und Betriebsregeln erklären
- Zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden übersetzen und Konflikte klären
- Einsatzpläne, Stundenzettel und Krankmeldungen verwalten
- Bewerberdatenbank und Personalakten pflegen
Voraussetzungen
- Verhandlungssicheres Ungarisch und Deutsch in Wort und Schrift
- Kaufmännische Ausbildung oder Studium von Vorteil, Quereinstieg möglich
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu Fahrten
- Belastbarkeit und Bereitschaft zu Rufbereitschaft am Abend oder Wochenende
- Gute Umgangsformen am Telefon und im persönlichen Gespräch
- Grundkenntnisse im Arbeitsrecht oder Bereitschaft, sie zu erlernen
- Sicherer Umgang mit Office-Programmen und Bewerbermanagementsystemen
Wo man arbeitet
- Personaldienstleister und Zeitarbeitsfirmen
- Personalvermittlungsagenturen
- Logistikunternehmen mit eigenen Personalabteilungen
- Industriebetriebe mit vielen ausländischen Beschäftigten
- Vermittlungsagenturen für Pflegekräfte
- Bauunternehmen und Montagebetriebe
Der Weg in den Beruf
Ein geregelter Ausbildungsweg existiert nicht, die meisten steigen mit sehr guten Ungarisch- und Deutschkenntnissen quer ein und werden einige Wochen bis Monate im Betrieb eingearbeitet. Eine dreijährige Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau oder zum Personaldienstleistungskaufmann oder ein Studium im Personalwesen verbessern die Chancen und das Gehalt. Später ist eine IHK-Weiterbildung zum Personalfachkaufmann möglich.
Offene Stellen als Recruiter / Mitarbeiterbetreuer Ungarisch
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Recruiter / Mitarbeiterbetreuer Ungarisch (m/w/d) – Würzburg
Recruiter / Mitarbeiterbetreuer Ungarisch (m/w/d) – Nördlingen
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