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Bau & Immobilien

Reinigungskraft

Reinigungskräfte halten Büros, Kliniken, Schulen und Wohnanlagen sauber und arbeiten dabei nach festen Reinigungs- und Hygieneplänen.

98 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Reinigungskraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.500 € 2.650 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.450 € 2.600 € 2.800 € 31.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.550 € 2.750 € 3.050 € 33.000 €

Grundlage ist der allgemeinverbindliche Rahmentarifvertrag des Gebäudereinigerhandwerks mit Lohngruppe 1 für die Innen- und Unterhaltsreinigung, hochgerechnet auf Vollzeit; Kliniken mit eigenem Haustarif zahlen teils darüber. Die obere Stufe gilt für Vorarbeiter- und Sonderreinigungsaufgaben, Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Reinigungskräfte arbeiten im größten Handwerk Deutschlands nach Beschäftigtenzahl, dem Gebäudereinigerhandwerk, oder direkt bei Kliniken, Hotels und Wohnungsunternehmen. Die Unterhaltsreinigung macht den Großteil aus: Böden wischen und saugen, Sanitärräume reinigen und desinfizieren, Oberflächen abwischen, Abfall entsorgen und Verbrauchsmaterial nachfüllen. Was nach Routine klingt, folgt einem Leistungsverzeichnis, das festlegt, welcher Raum wie oft mit welchem Mittel gereinigt wird, und das der Auftraggeber stichprobenartig kontrolliert.

In diesem Bestand kommen die meisten Anzeigen von Servicegesellschaften großer Klinik- und Krankenhausträger. Das verändert den Beruf spürbar. Im Krankenhaus gelten Hygienepläne, die Flächendesinfektion, Farbcodes für Tücher und Eimer und feste Reihenfolgen vom reinen zum unreinen Bereich vorschreiben. Isolierzimmer, OP-Bereiche und die Schlussdesinfektion nach der Entlassung eines Patienten verlangen eine Einweisung, die über die Reinigung eines Büros deutlich hinausgeht. Wer dort arbeitet, trägt Schutzkleidung und hat Kontakt mit Patienten und Pflegepersonal.

Rund sieben von zehn Anzeigen im Bestand sind Teilzeitstellen, mehrere Titel nennen den Minijob. Das ist typisch: Büros werden früh am Morgen oder am Abend gereinigt, wenn niemand arbeitet, und daraus entstehen kurze Einsätze von zwei bis vier Stunden. Wer auf ein volles Einkommen angewiesen ist, kombiniert oft mehrere Objekte oder sucht gezielt nach Stellen in Kliniken und Industriebetrieben, wo die Reinigung über den Tag verteilt stattfindet und Vollzeit häufiger ist.

Körperlich ist die Arbeit fordernder, als ihr Ruf vermuten lässt: viel Gehen und Bücken, das Schieben von Reinigungswagen, der Umgang mit Chemikalien, für den Hautschutz und Unterweisung vorgeschrieben sind. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen innerhalb der Branche: als Vorarbeiter, der ein Team in einem Objekt führt, über die Ausbildung zum Gebäudereiniger oder später als Objektleiter.

Aufgaben

  • Büros, Flure, Treppenhäuser und Sanitärräume reinigen
  • Flächen nach Hygieneplan desinfizieren
  • Patientenzimmer und Funktionsbereiche in Kliniken aufbereiten
  • Abfälle trennen und entsorgen
  • Verbrauchsmaterial wie Seife und Papier nachfüllen
  • Reinigungsmittel richtig dosieren und Geräte pflegen
  • Schäden und Mängel im Objekt melden

Voraussetzungen

  • Keine Ausbildung erforderlich, Einweisung im Objekt
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit
  • Bereitschaft zu Früh- oder Abenddiensten
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Bereitschaft, Hygieneregeln und Schutzkleidung konsequent zu beachten
  • Grundlegende Deutschkenntnisse für Arbeitsanweisungen

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Gebäudereinigungsunternehmen
  • Bürogebäude und Verwaltungen
  • Schulen und Kindertagesstätten
  • Hotels und Pflegeeinrichtungen
  • Wohnanlagen und Industriebetriebe

Der Weg in den Beruf

Die Tätigkeit wird ohne Abschluss ausgeübt; eingearbeitet wird im Objekt, in Kliniken zusätzlich mit einer Hygieneschulung. Wer sich weiterentwickeln will, kann die dreijährige duale Ausbildung zum Gebäudereiniger absolvieren, die auch Glas-, Fassaden- und Sonderreinigung umfasst, oder nach Berufserfahrung die Externenprüfung ablegen. Das Gebäudereinigerhandwerk ist zulassungsfrei, der Meisterbrief ist für die Selbstständigkeit also nicht vorgeschrieben, aber der übliche Weg in die Objekt- und Bereichsleitung.

Offene Stellen als Reinigungskraft

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